Maggigeruch über Köln!

Ich bin sehr, sehr froh, dass ich nicht der Einzige in Köln bin, der seit 7.00 Uhr diesen permanenten Maggi-/Glutamatgeruch in der Nase hat!!

Viva Colonia  Glutamatia! Und wann schafft es „Maggi“ wohl heute in die Top-10 der twitter-Trends?! Oder doch eher der spendierte Hashtag #maggikalypse?

#### update ####

Das ist web 2.0: Jetzt gibt es sogar eine Karte für „Kölner Stinkeorte„.

Und das hier ist auch traumhaft schön & kölsch:

Botaniker: Baum könnte Ursache sein

Hat der Geruch natürliche Gründe? Auch diese Möglichkeit wird in Betracht gezogen. Schließlich sondern manche Blumen oder Bäume sehr intensive Gerüche ab. „Es kommt schon vor, dass eine bestimmte Pflanze nahezu synchron ihre Blüten öffnet“, sagte Karl-Heinz Linne von Berg zu WDR.de. Er ist akademischer Oberrat beim Botanischen Institut der Universität Köln und hat den Geruch auch bemerkt, kann sich aber noch keinen Reim darauf machen. „Ich vermute, dass das auf einen Baum zurückgeht. Genaueres weiß ich aber auch nicht.“

Hier geht es zum Live-Ticker des Kölner Stadtanzeigers: „In ganz Köln riecht es nach Suppe“. Und Humor ist, wenn man trotzdem lacht:

Ein Fußballfreund des Praktikanten schrieb flux dieses grandiose Gedicht:

Colonia – Allet reine Magie.

Ob Maggi-Jeruch, ob Frittefett, bei ons sin nichnur de Männer jeck. Datt Wasser steicht, die Suppe qualmt, datt is de Kölsche Karneval. Und wenn de Werbung was versucht, de Glockenjass vell Spaß verbucht. Dat war dat neue Elexier, entstammt vom ollen Geißbocktier.

*tätää – tschingbumm*

Da war eben ein wahrer Wortmaggier am Schreibgerät! 2009 gab es einen vergleichbaren Vorfall in New York, wie ein twitterer mitteilte:

… und den „Humor“ scheint man beim Liveticker des Stadtanzeigers auch nicht verloren zu haben:

Und darauf habe ich ja seit 5 Stunden gewartet:

 

#### /update ####

Mein Tipp: Man hat eine Erdgasblase beim U-Bahn-Bau angestochen. Und da in Köln alles anders ist, ist Erdgas hier auch nicht geruchlos.

Wer ist sehr auf die Auflösung gespannt?!

Der Praktikant.

#### update 2 ####

Und die Auflösung ist:

Die Ursache für den Maggi-ähnlichen Geruch über Köln ist gefunden. In einem Chemiebetrieb in Neuss an der Grenze zu Dormagen war in der Nacht ein Feuer ausgebrochen. Durch einen Schornstein trat Sotolon aus, ein Geruchstoff, der auch in Liebstöckel, dem sogenannten Maggikraut, enthalten ist.

Seit Dienstagmorgen waberte der Gestank durch die Stadt, verzog sich am Mittag immer mehr ins Umland.

#### /update 2 ####

Wer ist von dieser Auflösung etwas enttäuscht?

Der Praktikant

 

Sommer in Köln!

Sommer.

Da hat man sich so lange darauf gefreut.

Und dann?

Viele Männer in Köln sehen wieder aus wie Busfahrer und tragen kurzärmelige Hemden mit Krawatte.

Das Hemd kann man doch hochkrempeln!

Findet:

Der Praktikant

Kalker Tagebuch (28)

29.05.2013

Liebes Tagebuch, gibt es noch Hoffnung, dass wir in Kalk doch nicht aus der Luft versorgt werden müssen?

Nachdem Regie-Ikone Ernesto durch ein investigatives Verhör an der Obsttheke herausfand, dass der Umbau des REWE-Centers in den Köln Arcaden auf unbestimmte Zeit vertagt wird (“ […] das kann im Juli passieren, das kann aber auch erst im nächsten Jahr passieren.„), regt sich auch im Veedels-EDEKA der Widerstand.

Unterschriftenliste im EDEKA auf der Kalker Hauptstraße

Meine Kassenbandinformantin zischelte mir diskret zu, dass auch die lokale Presse (Kölner Stadtanzeiger, Express) informiert sei. Nun heißt es: Wut und Trauer in Einkaufsmöglichkeiten wandeln. Unterschreibt alle und sichert den Nahkauf im Veedel!

Kalker Tagebuch (27)

27.04.2013:

Liebes Tagebuch, so langsam mache ich mir ernsthafte Sorgen um die Versorgungslage in Kalk:

Der EDEKA um die Ecke macht Ende Mai zu, der REWE in den „Köln Arcaden“ wird ab dem 23. Mai 2013 für 3 Monate (sic!) umgebaut… Uff.  Meine Frau meinte  schon nach dem Einkauf, beunruhigt ob der kommenden Dinge: „Bestimmt  sprechen sie sich ab und der Umbau erfolgt, wenn auch der EDEKA zu hat.“  Ach, so viel würfelt Gott doch nicht. Man denkt also an nichts Böses und liest  dann im aktuellen REWE-Flyer (Analog! Papier!) die Worte aus Granit:

Unannehmlichkeiten“ ist doch das Codewort der  Deutschen Bahn für Riesenkatastrophe? Atemlos studiere ich das Werbeblättchen abermals und die titaniceske Meldung über Horst Tappert wird unmittelbar von großer Sorge überlagert. Und dann gibt es ein Vierteljahr lang keine Deutschland- oder Tierbildchen an der Kasse?

Der Kalker Kunstkollege Edgar Allen Poepesto fragte sofort und folgerichtig:  „3 Monate! Was wird da bitte gebaut?! Ein Atombunker? Ein Holodeck (ja,  ja, ja!)? Der Grundstein für den nächsten Dom?“ Um dann weiter die richtigen und wichtigen  Überlegungen anzustellen und den Finger in die rechtsrheinische Versorgungswunde zu legen:

Aber nein, nichts dergleichen, es wird ja nur ‚um’gebaut… Schomberg  hatte vor einigen Monaten gemeldet, der REWE würde verkleinert. Was ist dran?  Wo führt das hin? Wer bezahlt? Oder ist es am Ende nur ein geheimer, ethnologischer Testlauf: Was passiert in Kalk, wenn der REWE zu macht? Menschen verhungern, verdursten, vermissen Dreadlockgirls am Kassenschalter. Was bedeutet dies für  die zeitgleich stattfindende Übernahme vom Edeka? Die Suggestivfloskel ‚Wir  entschuldigen uns für entstehende Unannehmlichkeiten‘ verfestigt derlei Hypothesen.

Puuuh. Harter Tobak. Ich sollte mich intensiver mit REWE online  beschäftigen… Derzeit schwanke ich noch zwischen Hamsterkäufen &  Online-Lebensmittelkauf als „Päckchen nach drüben 2.0„.

Müssen wir auf der anderen Rheinseite Plakate aufhängen? Wer schickt Carepakete ins Rheinrandgebiet?

Wer kann uns aus der Luft versorgen? Dann ergäbe der Hubschrauberlandeplatz auf dem Kalkberg auch Sinn!

Schlußendlich:

Pennt Veedels-Ehrenbürger Tom Gerhardt?

Das Kalker Tagebuch wird unregelmäßig fortgesetzt.  Den kompletten Text der Ausgabe 1 – 26  findet Ihr als PDF auf der Seite des Kalker Kaffees.

 

Iko Schaumbjörk inside Art Cologne

Der großartige Kalker Multi-Künstler Hartmut „Ernesto“ Ernst hat es wieder getan – und einen radikalen Kunstfilm (Kamera, Text, Musik, Montage) veröffentlicht. Bescheiden wie er ist, formulierte er es jedoch so:

„(…) am letzten Wochenende hatte ich die Ehre, die Kalker Kunstikone Iko Schaumbjörk auf der Art Cologne zu begleiten. Das neunminütige Dokument zu diesem Event findet ihr hier:“

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

Chapeau, Ernesto! Oder mit Deinen Worten gesprochen:

Kunst wird erst zur Kunst, wenn man sie macht.

Ich freue mich schon auf das nächste Happening: „Iko Schaumbjörk erklärt dem lebenden Museumswärter dessen Job.“ (CAF Heller).

Wer ist stolz wie Bolle?

Der Praktikant

 

Landleben Kalk – der / die / das Überlebenskünstler!

… und diese kleinen, tapferen Weichtiere überleben die neue Eiszeit sogar in Blumenkästen auf dem Balkon! Ein Wunder der Natur, während wir Menschen die ganze Zeit über den Winter und die Kälte lamentieren:

Wer ist begeistert?

Der Praktikant

Kalker Tagebuch (26)

02.03.2013:

20. Kalker Kaffee. Man, bin ich aufgeregt.

Das war die vorerst letzte Ausgabe des Kalker Tagebuchs – das ist kein Aprilscherz! Den kompletten Text als PDF findet Ihr auf der Seite des Kalker Kaffees.

Kalker Tagebuch (25)

25.02.2013:

Erfahren, daß das Büdchen vis-a-vis vom TrashChic zumacht. Und auch der Kiosk schräg gegenüber vom Edeka ist Geschichte.

GEGEN DAS MODERNE BÜDCHENSTERBEN!!!! ☑

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, schaut morgen [hier] in die vorerst letzte Ausgabe des Kalker Tagebuchs…

Kalker Tagebuch (24)

30.01.2013:

Heimlich taz gelesen, habe sie wie immer in die BILD gewickelt, um unentdeckt zu bleiben. Dort stand:

„Seit Jahren schon erzählt man sich in Köln, dass dieser sogenannte soziale Brennpunkt auf der rechten Rheinseite das nächste coole Viertel wird. In der Tat ziehen viele junge Kreative dorthin, angezogen von multikultureller Atmosphäre, niedrigen Mieten und den wenigen schönen Altbauten, die den Krieg überlebt haben.“

WO SIND DIE?

„Hohe Arbeitslosigkeit und viel Kriminalität sorgen für den schlechten Ruf des Viertels, sauber ist es in Kalk nur bedingt. Und doch atmet der Stadtteil einen aufregenden Vibe: Hier leben die unterschiedlichsten Kulturen miteinander, Künstler und Studenten bereichern das Viertel kreativ.“

Liebes Tagebuch, hier gilt für mich immer noch das Wort von Joseph Beuys: „Ich finde, wer in der Bundeswehr nicht kreativ sein kann,  der kann es auch nirgendwo anders sein!“

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden zwei Tagen [hier] weiter…

Kalker Tagebuch (23)

19.01.2013:

Kalk heute Morgen wieder sehr rustikal: Erst ein Riesenkotzfleck vor der Ernstmeiner-Eckkneipe, dann ex-t ein Afrikaner ein Reissdorf und erbricht sich umgehend in den Mülleimer. „Ist wieder sehr schön in Kalk am Morgen“, sagt meine Gattin… Nach der samstäglichen Rollatoren-Einkaufshölle sah ich 6 („sechs“) Polizisten, 1. Semester, die sich um Umumbe „Vollobumm“ N‘Bele kümmerten:

„Setzen sie sich erstmal hin. Haben sie einen Ausweis dabei?“

Ich stelle mir vor, ich wäre in Berlin. Dann geht es wieder.

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden drei Tagen [hier] weiter…