Kalker Tagebuch (24)

30.01.2013:

Heimlich taz gelesen, habe sie wie immer in die BILD gewickelt, um unentdeckt zu bleiben. Dort stand:

„Seit Jahren schon erzählt man sich in Köln, dass dieser sogenannte soziale Brennpunkt auf der rechten Rheinseite das nächste coole Viertel wird. In der Tat ziehen viele junge Kreative dorthin, angezogen von multikultureller Atmosphäre, niedrigen Mieten und den wenigen schönen Altbauten, die den Krieg überlebt haben.“

WO SIND DIE?

„Hohe Arbeitslosigkeit und viel Kriminalität sorgen für den schlechten Ruf des Viertels, sauber ist es in Kalk nur bedingt. Und doch atmet der Stadtteil einen aufregenden Vibe: Hier leben die unterschiedlichsten Kulturen miteinander, Künstler und Studenten bereichern das Viertel kreativ.“

Liebes Tagebuch, hier gilt für mich immer noch das Wort von Joseph Beuys: „Ich finde, wer in der Bundeswehr nicht kreativ sein kann,  der kann es auch nirgendwo anders sein!“

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden zwei Tagen [hier] weiter…

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2 Comments

  1. schomb@ sagt:

    Hallo Fatma,

    danke für Deinen langen Kommentar!

    Und auch das Engagement, das aus Deinen Zeilen spricht…

    Was das „full quote“ des Artikels angeht, so passte das einfach nicht in mein künstlerisches Konzept: http://www.kalker-kaffee.de/index_htm_files/kalker_tagebuch_kk20.pdf

    Die Häppchen hier („Kalker Tagebuch“) sind ja eine Zweitverwertung dieses Textes. Und diesen Text verantworte ich alleine, also muss es „Du“ statt „Ihr“ heißen.

    Die Auflösung ist aber gleichermaßen einfach, simpel wie schaumbremsend:

    Das „WO SIND DIE?“ bezog sind ganz alleinig auf die *ALTBAUTEN*, nicht auf die Kreativen! Vielleicht bin ich in den letzten Jahren doch zu wenig in Kalk spazieren gegangen, aber außer auf der Eythstraße sind mir keine nennenswert schönen Altbauten aufgefallen 😉

    Kreativität jedoch an fast jeder Straßenecke!

    Eure Initiative, „Kalk Kunst“, den RAUM, unseren Kalker Kaffee, die Bands im Club GENAU, die Designer der Kalk Post… all‘ das ist mir bekannt und darüber wird im Kalk-Teil dieses Blogs doch immer wieder höchst positiv berichtet!?

    Siehe auch:

    http://www.feynschliff.de/blog/koeln/utopia-kalk/

    http://www.feynschliff.de/blog/koeln/fenster-im-genau-nicht-hof/

    http://www.feynschliff.de/blog/koeln/20-jahre-buergerhaus-kalk/

    http://www.feynschliff.de/blog/koeln/die-schnapsfabik-ist-weg/

    http://www.feynschliff.de/blog/unfeyn/regional/hier-fehlt-nur-das-k/

    Beste Grüße, schomb@ (der Praktikant)

  2. fatso sagt:

    Hallo Heikoschomb@
    Bitte, erst einmal: Wenn ihr „umfassend“ über Kalk berichten wollt, wie ihr als Blog den Anschein erweckt, dann solltet ihr einen ganzseitigen Artikel in der taz(!)
    1) nicht dermaßen auslassen und ignorieren, dass ihr wirklich nur zwei Sätze daraus zitiert, ohne auch nur im Geringsten auf den Rest einzugehen (und bitte kommt jetzt nicht mit: das ist ja verlinkt!)
    2) vor Allem die Sätze vollkommen aus dem Zusammenhang nehmt – und dass auch noch mit dem Vermerk aus der Bild-Zeitung, die eben das ständig macht: zusammenhangslose Zitate aus anderen Artikeln übernehmen
    Aber – Stolz beiseite – würde ich gerne mal bei dem Artikel nachhaken:
    „Wo sind die?“ (Zitat aus eurem Artikel) – Gegenfrage: Wer ist denn hier gemeint?
    – Suchst du die schönen Altbauten?
    Zum Beispiel: Kalk Post – jemals zwischen S-Bahn und U-Bahn die Trimbornstraße, Antoniastraße, Robertstraße, Dillenburger Straße oder Johann-Mayer-Straße langgegangen? Falls du dort mehr als zwei Hand nicht-Altbauten siehst, dann zeig sie mir bitte. Gerne sonst auch um die Kapellenstraße herum. Aber wie gesagt, es gibt eben nur wenige schöne Altbauten“
    – Oder beziehst du dich auf die „jungen Kreativen“? (Jenseits der Baustelle Kalk)
    Das Büro für Brauchbarkeit, das seit zehn Jahren „Kalk Post“ auf T-Shirts und dergleichen zu einer Marke gemacht hat, die sogar in Berlin gerne mit Stolz getragen wird? Und das unter Anderem mit ihrem Painstation-Projekt weltweit gezeigt wurde? – Die Vorstadtprinzessin, die Ausstellungen und Konzerte veranstaltet, so oft es ihr möglich ist? – Zu der Zeit des Artikels gab es auch das AZ. (Und sorry, wo fehlte da die Kultur?) – Auch den Raum „Kalk für alle“ existierte damals schon. – Und den Klub Genau, der seit 2011 in Eigenregie kunterbuntes Kulturallerlei bietet. – Auch das „Kalk-Fenster“ mit seinen originellen Sprüchen auf der Ecke Trimbornstraße rechts hinter der Post dürfte nicht unerwäht bleiben, wenn wir schon einmal von „Kreativen“ reden. – Die T34, in der kamikazeistisch eigenwillige DIY-Kultur geboten wurde. – Und etliche KHM-Studenten und -Absolventen, die oft sogar Filme explizit in Kalk gedreht haben…
    Natürlich: so viele sind das nicht! Das ist ja gerade die Feststellung des taz-Autors. Aber dennoch gibt es sie. Und das gilt es auszubauen.
    Und genau das herauszustellen will dieser taz-Artikel, der ja überhaupt „für Kalk als Standort“ sprechen will!
    Es ist wirklich sehr, sehr schade, dass ihr aus einem Artikel, der unserem Stadtteil positiv und unterstützend wirken möchte, eine derartige Persiflage machen musstet!
    Sorry, aber das lag mir gerade auf dem Herzen und musste mal gesagt werden.
    Grüße aus der Baustelle Kalk,
    fatma. (schatzmeisterin, ergo vorstand baustelle kalk)

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