Bella Italia in Kalk!

Bella Italia in Kalk. Es gibt so Augenblicke, da passt einfach alles. Alles.

Karnevalsausgabe oder Etikett-Relaunch bei Sünner?!

Han Solo Der Praktikant kämpfte sich durch die weiße Hölle Hoth Köln ins REWE in den Köln-Arcaden und machte folgende Entdeckung:

Existentielle Fragen schossen ihm unmittelbar, unverzüglich durch den Kopf: Ist das die Karnevalsausgabe von Sünner-Kölsch im Retrochique? Hatte jemand eine kölsche „Idee“, um mit dem Etikett jüngere Käuferschichten zu begeistern? Wurde eine Charge Kölsch aus den Siebzigern des letzten Jahrhunderts wiederentdeckt? Oder sind das die Vorboten eines großen Markenrelaunch bei Kölns ältester Brauerei?

Wer freut sich über sachdienliche Hinweise?

Der Praktikant

Papageien in Kalk!

Die Gentrifizierung in ihrem Lauf, hält weder Beo noch Ara auf! Oder zum Tag des schlechten Wortspiels: „Wer Ara sagt, muss auch Beo sagen.“

Die Gentrifizierung schreitet voran: Jetzt sind auch die Papageien in Kalk angekommen. Bild: feynschliff

Das Landleben Kalk breitet sich aus und erobert die Stadt.

Neuerburgstrasse 21 – „In meinem Badezimmer bin ich Kapitän!“

Neuerburgstraße 21 – „In meinem Badezimmer bin ich Kapitän!“ Oder wie es auf der Seite des Schauspiel Köln so schön steht:

„Gregor Schneider wird in der Neuerburgstraße 21 für das Schauspiel Köln komplexe GEBAUTE RÄUME schaffen, die aus einer großen Halle ein klaustrophobisches, intimes Universum machen werden. Der Künstler begreift die Situation als dreidimensionale, begehbare Skulptur, welche den vorhandenen Raum zum Verschwinden bringt. Theaterressourcen werden in einem Maße genutzt, wie es in einem Museumsraum nur schwer möglich gewesen wäre. „

Aus Spoilergründen vermeide ich eine genaue Beschreibung dessen, was die Mitarbeiter des Schauspiels Köln eine „Aufführung“ nennen und ich als „Raumistallation“ beschreiben würde. Nur so viel: Man zweifelt an seinem Fortkommen. Das gelingt dem Künstler aus Mönchengldbach-Rheydt sehr, sehr gut.

Bei der Einweisung, bevor man einzeln und im 5-Minuten-Abstand die Installation betritt, erfährt man: Sie betreten dunkle und helle Räume, die Reise ist als Einbahnstraße konzipiert, man verlässt das „Stück“ an einer anderen Stelle, an der man es betritt.

Und – aus urheberrechtlichen Gründen – sind keine Bild- oder Videoaufnahmen erlaubt.

Ferner – ganz, ganz wichtig: Idealerweise soll der Besucher – im O-Ton – „keine Markierungen in den Räumen mit Lippenstift oder Kuli hinterlassen„. Und der Einweiser sagte etwas, dass noch deutlich wichtiger ist: Falls man in Panik gerät oder einen klaustrophobischen Anfall hat, kann man die Räume jederzeit durch die Notausgänge verlassen und wird dann von einem Mitarbeiter aus dem „Stück“ geführt. Dann ist die Aufführung aber zu Ende.

In der Installation selbst durchläuft man einige Entwicklungen, die mit Zweifel, Wiederholung, Verlassen und Lenkung so beschrieben sind, dass man nicht allzu viel verrät.

Um es launig zusammenzufassen: Für etwa 15  Minuten zahlt man 8 Euro: Das ist deutlich günstiger als eine Minute Rechtsberatung durch Danni Lowinski. Und lohnt sich. Das Stück läuft noch bis zum 07.09.2014.

 

 

 

Geschützt: Kalker Tagebuch (34)

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Kalker Tagebuch (33)

14.08.2014

Liebes Tagebuch,

ich war schon wieder im Fanshop des 1. FC Köln in den Köln Arcaden. Nein, das wird nicht langsam zur Gewohnheit und ich bin auch nicht „umgedreht“ worden. Und diesmal gewann ich meine Stimme schneller zurück als beim letzten Mal – vielleicht hat das Grauen mich schon abgestumpft?!

Es fehlte ja noch der Name der Zielperson auf dem Trikot. Nach Anruf des Fanshops und Postversand durch Zielperson konnte ich vor der Geschichte vermelden:

„Trikot ist gestern angekommen und geht heute in die FINALBEFLOCKUNG.

„Merci! Und am Freitag gibt es dann ein neues Kapitel deiner Odysse hinter der feindlichen Frontlinie im Internet…?!“

Was natürlich VÖLLIG ABWEGIG ist!

Akt II in der Hölle: Faust 2 - Die Rückkehr!

Als ob ich so mitteilsam wäre. Wir sind doch nicht im Buch „The Circle„. Auf jeden Fall habe ich diesmal eine neutrale Tüte mitgenommen. Und weil es niemanden interessiert, erwähne ich auch nicht die Tatsache, dass sich vor Ort noch folgender Dialog entsponn:

„Das dauert eine Viertelstunde, die Flockmaschine muss noch vorheizen. Wollen Sie so lange hier warten?“

Och nö.

Die Wahrheit muss nicht immer schlagfertig sein.

Faust auf Faust. Hart ganz hart.

Kalker Tagebuch (32)

06.08.2014

Der Trikotkauf

Liebes Tagebuch, letzten Freitag war ich im Fanshop des 1. FC Köln in den Köln Arcaden.

Dort habe ich als Geburtstagsgeschenk für einen Kölschen das neue Heimtrikot samt Beflockung erworben. Das Ausweichtrikot würde man ja noch nicht einmal seinem ärgsten Feind dedizieren. Nachdem ich die Erlebnisse also verarbeitet habe, kann ich das Erlebte nun endlich zu Papier bringen.  Was man für Ächte Vründe Echte Fründe nicht alles tut.

Die wichtigsten Infos, die ich in dieser Hölle aus rut un wieß mitnahm:

• Bei nicht mehr als 30 Grad waschen
• Trikot auf links drehen
• Nicht in den Trockner geben
• Keinen Weichspüler verwenden

Ich wollte über der Nummer 40 noch den Realnamen geflockt wissen.

„Oh, den müssen wir erst bestellen, der kommt erst nächsten Freitag (…) Wie wird der Name ’Faust’ denn geschrieben?“

„Na, Faust. Der Goethelümmel. Wie die Faust. Das ist kein Bier- oder Spitzname – der Herr heißt wirklich so.“

 Als es ans Bezahlen ging, ein weiterer schmerzhafter Stich:

„Sind sie EffZeh-Mitglied?“

Gott bewahre…!

 „Wie?“

„Das ist für jemanden, der 40 Jahre alt wird und Ihrem Verein nahesteht. Haben Sie vielleicht eine neutrale Tüte für mich?“

 „Nein.“

„Tschöööö.“

Um in Kalk nicht einen völlig falschen Eindruck zu hinterlassen, habe ich diese Tüte mit der fragwürdigen Aufschrift dann direkt in meine Laptoptasche gestopft. Was soll denn das Veedel von mir denken?

Vielleicht war alles etwas anders, aber so habe ich es wahrgenommen. Und so steht es geschrieben.

 

Karfreitagsprozession in Kalk

Karfreitagsprozession in Kalk 2014.

Der Praktikant lungert am Fenster herum und denkt:

Momente, in denen ich sehr dankbar bin und 1970, 1982, 2006 und 2012 vergesse…

Und auch dem Kölner Stadtanzeiger ist es eine Meldung und Bilderstrecke wert. Gut so!

Kalk 2014

Der Praktikant am Fernsprecher:

Landleben Kalk – die Vögel III.

Der aufmerksamen Chefin entgeht einfach nichts:

Mal sehen, ob das der Aufgalopp zu neuen Landlebenfolgen ist…