Kalker Tagebuch (26)

02.03.2013:

20. Kalker Kaffee. Man, bin ich aufgeregt.

Das war die vorerst letzte Ausgabe des Kalker Tagebuchs – das ist kein Aprilscherz! Den kompletten Text als PDF findet Ihr auf der Seite des Kalker Kaffees.

Kalker Tagebuch (25)

25.02.2013:

Erfahren, daß das Büdchen vis-a-vis vom TrashChic zumacht. Und auch der Kiosk schräg gegenüber vom Edeka ist Geschichte.

GEGEN DAS MODERNE BÜDCHENSTERBEN!!!! ☑

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, schaut morgen [hier] in die vorerst letzte Ausgabe des Kalker Tagebuchs…

Kalker Tagebuch (24)

30.01.2013:

Heimlich taz gelesen, habe sie wie immer in die BILD gewickelt, um unentdeckt zu bleiben. Dort stand:

„Seit Jahren schon erzählt man sich in Köln, dass dieser sogenannte soziale Brennpunkt auf der rechten Rheinseite das nächste coole Viertel wird. In der Tat ziehen viele junge Kreative dorthin, angezogen von multikultureller Atmosphäre, niedrigen Mieten und den wenigen schönen Altbauten, die den Krieg überlebt haben.“

WO SIND DIE?

„Hohe Arbeitslosigkeit und viel Kriminalität sorgen für den schlechten Ruf des Viertels, sauber ist es in Kalk nur bedingt. Und doch atmet der Stadtteil einen aufregenden Vibe: Hier leben die unterschiedlichsten Kulturen miteinander, Künstler und Studenten bereichern das Viertel kreativ.“

Liebes Tagebuch, hier gilt für mich immer noch das Wort von Joseph Beuys: „Ich finde, wer in der Bundeswehr nicht kreativ sein kann,  der kann es auch nirgendwo anders sein!“

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden zwei Tagen [hier] weiter…

Kalker Tagebuch (23)

19.01.2013:

Kalk heute Morgen wieder sehr rustikal: Erst ein Riesenkotzfleck vor der Ernstmeiner-Eckkneipe, dann ex-t ein Afrikaner ein Reissdorf und erbricht sich umgehend in den Mülleimer. „Ist wieder sehr schön in Kalk am Morgen“, sagt meine Gattin… Nach der samstäglichen Rollatoren-Einkaufshölle sah ich 6 („sechs“) Polizisten, 1. Semester, die sich um Umumbe „Vollobumm“ N‘Bele kümmerten:

„Setzen sie sich erstmal hin. Haben sie einen Ausweis dabei?“

Ich stelle mir vor, ich wäre in Berlin. Dann geht es wieder.

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden drei Tagen [hier] weiter…

Kalker Tagebuch (22)

17.12.2012:

Machen einen Spaziergang durch das Veedel. Erblicke im Schaufenster der Sünnerbrauerei einen Tannenbaum aus Sünnerbierkästen. Traumschön & auch ergreifend: „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie schön sind Deine Kästen!“

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden vier Tagen [hier] weiter…

Kalker Tagebuch (21)

27.11.2012:

Mit Geheimwissen geprahlt, das mir meine Lieblingskassiererin im lokalen Supermarkt um die Ecke steckte. Heute um 20.15 Uhr ist „Betriebsversammlung“. Der Inhaber oder Geschäftsführer, der Countryfan mit dem Schnorres und der guten Laune geht in Rente – und man weiß dort noch noch nicht, wie es weitergeht. Der „Juniorchef“ will weiter LKW-Fahren, da man dabei mehr (!) verdient… mehr erfahre ich von meinem Kontakt am Donnerstag…. aber es sieht momentan übel aus für unseren kleinen Laden um die Ecke, der Mindesthaltbarkeitsdaten für völlig überschätzt hält….

29.11.2012:

Unter einem Vorwand erneut dort gewesen („Ich habe noch Alufolie vergessen“) und bei meiner Informantin das Ergebnis der Versammlung abgesaugt. Man wird im Sommer schließen.

Verdammt! Aber das ist Kalk – man kennt süsch, man hülft süsch.

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden Tagen [hier] weiter…

Kalker Tagebuch (20)

16.09.2012:

War bei Utopia Kalk. Die Prämisse lautete:

“Sich der mächtigen Stadt entziehen – wer den Berg besteigt, verlässt die Masse.”

Da macht man doch gerne mit. Als Reinold Messner für Arme. Aufgewärmt haben wir uns in so einer Baustelle. Und wer konnte sich die Gelegenheit, Präsident von Utopia Kalk zu werden, natürlich nicht entgehen lassen?

Richtig, liebes Tagebuch.

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden Tagen [hier] weiter…

Kalker Tagebuch (19)

16.06.2012:

Das Ende nach 83 Jahren! Der Kalker Kaufhof hat für immer geschlossen. Ich wohne erst seit einigen Jahren in Kalk und finde es dennoch sehr, sehr traurig. Gar nicht auszudenken, wie es den eingeborenen Kalkerinnen & Kalkern geht, die mit ihm groß wurden. Vermutlich löst dies bei ihnen die gleichen Emotionen aus, wie mein Trauma, als der Puppenkönig auf der Hindenburgstraße in Mönchengladbach für immer schloss:

Ein Lebensabschnitt ist unwiederbringbar verloren.

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden Tagen [hier] weiter…

Kalker Tagebuch (18)

27.03.2012:

Heute um 7.23 Uhr verpasste ich meine U-Bahn. Denn es wurden die Worte des Teufels am frühen Morgen gesprochen. Ich wollte schnell etwas am Büdchen kaufen, Filterzigaretten, nachhaltige Kaugummis – und dann sprach das Kind vor mir den abgrundtief diabolischen Satz:

Eine gemischte Tüte für 2 Euro.

Der Rest war: Demut & Entschleunigung. Und: Auf sich selbst und seine Geduld zurückgeworfen sein. Es war sehr schlimm! ☑

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden Tagen [hier] weiter…

Kalker Tagebuch (16)

16.07.2011:

Ich bin immer noch  baff! Ich werde wohl einen Schelmenroman schreiben: „Mirko und die Exorzistin“. Eben wollte ich das Leergut im Supermarkt um die Ecke wegbringen und sah, dass es Mirko schlecht geht. Ich bin  Rheinländer, also dumm genug zu fragen, ob alles gut sei.

„Alles in Ordnung mit Dir?“

Er antwortet: „Nein, mir geht es nicht gut. So Liebesdinge. Ich bin ja homosexuell, und mein Partner, den ich heiraten wollte, hat mich verlassen. Er kommt aus so einer sehr gläubigen Familie. Und sie waren immer gegen diese Partnerschaft. Er war völlig zerrissen zwischen seinem Glauben und unserer Liebe. Und jetzt hat er mich verlassen. Die Familie hat extra eine Exorzistin aus Costa Rica (!) einfliegen lassen.“

Ich murmelte Durchhalteparolen. Dramen an der Leergutrückgabe. Ich habe darauf hin vergessen, den Pfandbon einzulösen. Bin sehr aufgewühlt.

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden Tagen [hier] weiter…