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on 20. März 2013, 08:04,
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Kalk.
28.03.2011:
Wir waren heute mit dem Kalker Kaffee bei center.tv. Ich wurde u.a. zu Borussia Mönchengladbach befragt und habe Angst, dass nun alle 200 Zuschauer mein teuflisches Geheimnis kennen. Die Moderatorin war semi-gut vorbereitet und meinte „Euer Motto lautet ja: ‚Für jedes Problem gibt es eine Lösung‘“. Wir waren so irritiert, dass wir vergaßen, Frau Knobloch eine Kalker-Kaffee-Tasse zu schenken.
Liebes Tagebuch – ich glaube, wir sind einfach zu intellektuell für das Privatfernsehen. ☑
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on 19. März 2013, 08:16,
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Kalk.
21.03.2011:
Bei einem Sonntagsspaziergang durch das Veedel erblickte ich… erst einmal gar nichts. Nichts. Eine Brache. Der Abriß war mir völlig entgangen. Wo früher die Schnapsfabrik war, und der großartige Kaugummiautomatenmann, da war: Nichts! Nur dieses Schild:

“Kalk kommt!!!”
Das ist ja völlig unstrittig. Aber so schnell? Und so gewaltig. Liebes Tagebuch, ich schlage jetzt mal im Brockhaus (Print) schnell das Stichwort “Gentrifizierung” nach! ☑
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on 18. März 2013, 08:16,
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Kalk.
28.08.2010:
Heute fand die Feier „20 Jahre Bürgerhaus Kalk“ statt. Liebes Tagebuch, es war sehr schön und das Kölsch frischgezapft. Auf der Bühne stand eine Kinderband, die „Pillemann“ oder „Pusemuckel“ oder so hieß. Die rothaarige Moderatorin der Veranstaltung hat mich wegen des Verhörers arg getadelt. Ich muss wohl mal zum Ohrenarzt. ☑
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pelemele Kommentare deaktiviert für Kalker Tagebuch (13)
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on 15. März 2013, 19:04,
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Kalk.
16.02.2010:
Beim Kalker Veedelszug am Veilchendienstag passierte ein unfassbarer Skandal!!!! Es wurden Kinder mit dem unaussprechbar Bösen konfrontiert: 18 Euro 99 Hoffenheim-Pins wurden vom Festwagen geworfen. Eines davon für die Behörden sichergestellt. Eine juristisch zu ahndende, unterschwellige Infektion, die es bis nach Den Haag schaffen kann. ☑
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on 14. März 2013, 19:04,
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Kalk.
01.02.2010:
Ich entdeckte den Kaugummiautomatenmann an der Schnapsfabrik… was wie der arg gekünstelte Titel eines modernen Lyrikbandes (Melusine: Kraweel, kraweel!) klingt, ist einfach nur die treffende Beschreibung eines spannenden Graffito, das sich mir bei einem sonntäglichen Verdauungsspaziergang durch Kalk – nach einem non-frugalen Frühstück im Schlechtrimen – bot: Und Gentrifizierung hin, Hipness her:
In Kalk lassen sich immer wieder ein paar Preziosen entdecken. Und sei es ein Kaugummiautomatenmann an der Schnapsfabrik (heißt wirklich so).
Ferner: Nach einem schlimmen Pächter-Interregnum 2008/2009 ist der „Blaue König“ wieder in guten Händen. Uff. ☑
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on 12. März 2013, 19:44,
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Kalk.
27.09.2009:
Ich oute mich bei der Bundestagswahl in der Grünberg-Grundschule als Anhänger einer Kalker Splitterpartei. Betrete entschlossen das Wahllokal:
„Entschuldigung, wo ist denn hier die Wahlkabine, in der ich CDU wählen kann?“
Entsetzte Blicke. Draußen eine Wandmalerei, mir sind noch die Regeln 5 und 6 in Erinnerung: „5. Zur Toilette gehe ich nur, wenn ich muss. 6. Bei einem heftigen Streit gehe ich zur Aufsicht.“ ☑
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CDU,
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on 11. März 2013, 19:04,
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Kalk.
28.07.2009:
Ich flaniere über die Kalker Hauptstraße, mir kommt eine Mädchenclique entgegen (alle so unter 20 Jahren) und ein Mädel in einer Burka zeigt mit dem Finger auf mich und ruft laut und vernehmlich: „Ey, guck‘ mal da, Elvis! Krass, der Otto, wie kann man denn heute so aussehen!“ Die Freundinnen gackern.
Ich jedoch gehe verstört weiter. Und denke mir: Du machst Dich angreifbar, wenn Du Deinen Poloclub in Kalk gründest. Denn manch einer fürchtet hernach um den ursprünglichen Charakter des Veedels. Im Internet rufen dann linke Aktivisten zum Kampf gegen Gentrifizierung und Latte-Macchiato-Trinker auf. Vielleicht sind die Kreativen und Künstler in Kalk aber auch Vorboten eines wirtschaftlichen Aufschwungs.
Wahrscheinlicher aber ist, dass auch sie irgendwann Kalk den Rücken kehren. Spätestens dann, wenn die eigenen Kinder schulpflichtig werden. ☑
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on 11. März 2013, 08:04,
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Kalk.
07.05.2009:
Jemand hat bei der Außenstelle des Theaters Köln, in der „Halle Kalk“ das „K“ abgerissen oder abgepiddelt. So werden doch wieder nur billige, linksrheinische Klischees befördert. Ich wünsche das nicht. ☑
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on 8. März 2013, 19:04,
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Kalk.
29.06.2008:
Es ist Sommer in Kalk. Der Auswurf & die Rotze auf den Straßen wird wärmer & grüner. ☑
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Expektorat Kommentare deaktiviert für Kalker Tagebuch (7)
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on 7. März 2013, 19:04,
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Kalk.
15.03.2008:
Oberbürgermeister Horst Schlämmer, ähem Fritz Schramma sprach vor der Post zum Thema Kalk. Das zugespitzte Fazit der Veranstaltung, die ich nach knapp 50 Minuten enttäuscht verließ: Man benötige in Kalk mehr bürgerliches Engagement, mehr Jobs, müsse bessere Wohnungen schaffen und damit mehr Kaufkraft ansiedeln, dann würden auch „ordentliche Geschäfte“ angezogen. Mehr Polizei müsse auf die Straße und mehr Licht, damit es keine dunklen Ecken gäbe. Ich war – jenseits der Medienvertreter, einer der jüngsten Zuhörer, 150 Leute vor der Post. Die Veranstaltung ging nur bis 13.00 Uhr, weil man danach nicht mehr über Strom verfügte. Die Post macht dann nämlich zu. O-Ton des Tages: “Wir brauchen mehr bürgerliche Menschen, um den Menschen am Fliegenfänger zu helfen.“ (Der Pfarrer von Höhenberg-Vingst)
Aber ich war doch da, liebes Tagebuch! Und ich alleine kann Kalk nicht nach vorne bringen!
OB Schlämmer Schrammer ruft zum Abschluß: „Kalk lädt zum shoppen ein!“ Ja, das tut es wirklich, Herr Schramma, Kalk lädt in der Tat dazu ein. Ich sehe die Jungs mit den Schoppen immer um meinen roten Renault Twingo herumlungern…. sie schoppen „Sünner“, „Żywiec“, „Paderborner“ und „Oettinger“.
Beim Heimweg ein Flugblatt von proKöln mitteilungsstark abgelehnt. Die ältere Verteil-Dame war – ob meiner Ethnizität – irritiert über meinen Papier-Korb. ☑
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