Kalker Tagebuch (9)

28.07.2009:

Ich flaniere über die Kalker Hauptstraße, mir kommt eine Mädchenclique entgegen (alle so unter 20 Jahren) und ein Mädel in einer Burka zeigt mit dem Finger auf mich und ruft laut und vernehmlich: „Ey, guck‘ mal da, Elvis! Krass, der Otto, wie kann man denn heute so aussehen!“ Die Freundinnen gackern.

Ich jedoch gehe verstört weiter. Und denke mir: Du machst Dich angreifbar, wenn Du Deinen Poloclub in Kalk gründest. Denn manch einer fürchtet hernach um den ursprünglichen Charakter des Veedels. Im Internet rufen dann linke Aktivisten zum Kampf gegen Gentrifizierung und Latte-Macchiato-Trinker auf. Vielleicht sind die Kreativen und Künstler in Kalk aber auch Vorboten eines wirtschaftlichen Aufschwungs.

Wahrscheinlicher aber ist, dass auch sie irgendwann Kalk den Rücken kehren. Spätestens dann, wenn die eigenen Kinder schulpflichtig werden.

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden Wochen [hier] weiter…

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