Google AdWords: Die teuersten Keywords

Wie viel Geld Google wohl mit AdWords verdient, haben wir uns schon 2009 gefragt – und Zahlen mit beeindruckend vielen Nullen als Antwort erhalten. Zwar liest man seither viel davon, dass das Wachstum der Umsätze nachlässt, doch das Geschäft mit der Werbung läuft immer noch gut – so viel steht fest.

Das unternauert jetzt u. a. auch eine aufschlussreiche (englischsprachige) Infografik anhand der aktuellen Höchstpreise für Keywords. Auf Nummer 1: Begriffe zum Thema Versicherung (also Insurance) mit Kosten von fast 55 Dollar – pro Klick wohlgemerkt! Einige Fakten zu Keyword-Preisen in Deutschland gibt es bei Haufe.

Kleinere und mittelständische Unternehmen, die das Pech haben, zu einer dieser Branchen zu gehören, haben in der Regel kein großes Werbebudget für Suchmaschinen-Marketing. Die einzige Chance für diese Unternehmen ist, die Qualität der AdWords-Kampagen optimal zu steigern und damit Kosten zu senken – zum Beispiel mit fachlicher Unterstützung von feynschliff.

Google About me wird das neue Google+

Langsam wird’s echt unübersichtlich mit den ständigen Neuerungen und Namensänderungen bei diesem großen, bekannten Internetkonzern, der es wohl überhaupt nicht ertragen kann, mal nicht in den Schlagzeilen zu erscheinen.

Alphabet ist das neue Google, Google Search Console ist das neue Webmaster-Tools und Google About me wird anscheinend das neue Google+… Letzteres vermutet zumindest der GoogleWatchBlog:

“Google About me ist nur eine neue Bezeichnung für das alte Profil und bietet derzeit die gleichen Funktionen wie das Pendant auf Google+. [...] Dieses Profil soll laut der Überschrift nun in Zukunft in allen Google-Produkten Verwendung finden und für eine leichtere Identifikation und Kontaktaufnahme sorgen.”

Neuerungen sind ja schön und gut, wenn sie Verbesserungen bringen, aber bisher war es oft so, dass die Änderungen die Nutzung und Verwaltung sämtlicher Google-Produkte nur komplizierter statt einfacher gemacht haben. Man darf gespannt sein, wie es diesmal laufen wird!

Umständlich: “Einladung zur gemeinsamen Nutzung eines AdWords-Kontos” annehmen

Eine Einladung zur gemeinsamen Nutzung eines AdWords-Kontos verschickt sich leicht. Die Einladung anzunehmen, sieht auch erst mal leicht aus, ist tatsächlich aber ziemlich kompliziert. Denn wenn man Pech hat und einfach drauflos klickt, hat man innerhalb kürzester Zeit ein neues Konto eröffnet, statt Zugriff auf ein bereits existierendes AdWords-Konto zu erhalten. Das ist nicht nur unnötig, sondern auch richtig ärgerlich, denn die dafür eingesetzte E-Mail-Adresse ist anschließend an das neue – ohne Absicht erstellte – AdWords-Konto gekoppelt und kann für ein anderes Konto nicht mehr verwendet werden (oder doch nur mit größerem Aufwand, s. letzter Absatz). Deshalb sollte man genau überlegen, was man tut, bevor man die Einladung zur gemeinsamen Konto-Nutzung annimmt – egal, ob es um einen Administrator-, Standard- oder einen einfachen Lesezugriff geht.

So funktioniert’s

Wenn ich auf den Link in der Einladungs-E-Mail klicke, öffnet sich ein Fenster, in dem folgende Angaben abgefragt werden:

1.    Ich habe eine E-Mail-Adresse und ein Passwort, die ich bereits für Google-Dienste wie AdSense, Gmail, YouTube oder Google+ benutze.
2.    Ich verwende keinen dieser Dienste.

Klicke ich auf den zweiten Punkt, weil er den Tatsachen entspricht, leitet mich Google direkt weiter zur Eröffnung eines neuen AdWords-Kontos. Das bestehende Konto, zu dem ich eigentlich eingeladen wurde, ist für mich an diesem Punkt schon nicht mehr erreichbar. Damit das nicht passiert, muss ich also zwangsläufig den ersten Punkt anklicken. Das geht aber nur, wenn ich über eine E-Mail-Adresse verfüge, die ich bereits für ein Google-Produkt, nicht aber für Google AdWords verwende. Trifft das auf keine meiner E-Mail-Adressen zu, muss ich ein neues Google- bzw. Gmail-Konto einrichten und habe dann direkt eine Gmail-Adresse – ob ich das nun möchte oder nicht. Erst dann kann ich auf den ersten Punkt klicken und habe anschließend die Wahl zwischen folgenden Angaben:

1.    Ich möchte mein bestehendes Google-Konto zur Anmeldung in Google AdWords verwenden.
2.    Ich möchte ein neues Google-Konto mit einem Nutzernamen und einem Passwort erstellen, die ich nur für AdWords verwende.

Ein Klick auf Punkt 2 würde erneut bedeuten, dass ich ein ganz neues AdWords-Konto eröffne. Aber inzwischen habe ich ja vorgesorgt und verfüge spätestens jetzt über ein bestehendes Google-Konto. Deshalb klicke ich auf Punkt 1 und muss mich im nächsten Fenster mit der E-Mail-Adresse zu diesem neuen Google-Konto anmelden. Die Person, die mich zur Nutzung des AdWords-Kontos eingeladen hat, erhält daraufhin eine Mitteilung darüber, dass ich die Einladung angenommen habe und muss dies noch einmal bestätigen. Dann endlich erhalte ich tatsächlich Zugriff auf das AdWords-Konto, ohne gleichzeitig aus Versehen ein bis zwei neue Konten eröffnet zu haben.

E-Mail-Adresse im AdWords-Konto ändern

Jetzt kann es natürlich passieren, dass ich mit dem Annehmen der Einladung zwar alles richtig gemacht habe, aber zum Beispiel nach einiger Zeit merke, dass die E-Mail-Adresse, die ich verwendet habe, für diese Zwecke nicht mehr geeignet ist – aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht war ich voreilig und habe eben doch aus Versehen ein völlig unnötiges AdWords-Konto eröffnet… Ich möchte die Adresse jedenfalls ändern und frage mich, wie das wohl geht. In Google AdWords selbst ist nichts dergleichen zu erkennen. Die AdWords-Hilfe zeigt mir eine Anleitung, die in der Praxis leider ins Leere läuft, weil die Funktion einfach nicht vorhanden ist. Kein Wunder, so oft wie Google die Benutzeroberflächen ändert… Geht es also doch nicht? Doch, es geht! Und die wirklich hilfreiche und sehr ausführliche Anleitung dazu liefert webongo.

Google AdWords: Qualitätsfaktor und Anzeigen-Kunden

Zwei interessante Artikel haben sich gestern mit Themen zu Google AdWords beschäftigt. Die Internetkapitäne verweisen anhand ihrer Kundendaten darauf, das wohl seit Anfang des Monats in allen AdWords-Konten der Qualitätsfaktor erhöht wurde. Was auf den ersten Blick in die eigenen Konten positiv aussah, hat dann wohl doch nichts mit einer tatsächlichen Steigerung der Qualität zu tun. Schade eigentlich…

Bei Searchmetrics dagegen gab es ein paar spannende Grafiken darüber, welche Google-Kunden und Branchen das meiste Geld in Google AdWords investieren: Biggest AdWords Spender.

In eigener Sache: Sechs Jahre feynschliff!

Der Praktikant gratuliert:

Heute vor sechs Jahren ging feynschliff an den Markt!

Und nur einige Jahre später und viele interessante Projekte, zufriedene Kunden und eine komplett ausverkaufte Buchveröffentlichung mehr, kann der schleimige & ölige Praktikant der Chefin endlich zum 6. Geburtstag von feynschliff gratulieren! Sogar mit einem animierten GIF (sic!) – etwas, was er sich seit 1997 nicht mehr getraut hat…

feuerwerk-0036.gif von 123gif.de

Und bei aller Arbeit bleibt immer noch Zeit für unfeynes – Chapeau! Weiterhin viel Erfolg und gute Nerven bei den Google-Prüfungen wünscht:

Der Schleimiant Praktikant

 

Suchmaschinen: Es muss nicht immer Google sein

Überall nur noch Google, Google. Google. Auf vielen Gebieten ist Google nicht nur deshalb so erfolgreich, weil die Idee überzeugt, sondern weil das Angebot oder Tool kostenlos ist. Suchmaschinen dagegen stehen alle zur freien Verfügung – es wäre daher kein Problem, wenigstens in dieser Hinsicht auf Google zu verzichten. Genau das war der Ausgangspunkt für die Frage, was es eigentlich für Alternativen gibt.

Laut Seo-United.de bringt es die Google-Suche im Juli 2012 in Deutschland auf einen Marktanteil von knapp 82 Prozent. Gefolgt von den bekannten Suchmaschinen Bing, T-Online, Yahoo, Ask.com, AOL Suche, web.de, gmx.net, Search.com und MSN Live Search – keine davon kommt allerdings über einen einstelligen Prozentsatz. Und was gibt es sonst noch? Erinnert sich zum Beispiel noch jemand an Cuil?

Kurzlebig: Cuil

Suchergebnisseite CuilUnter Beteiligung ehemaliger Mitarbeiter Googles startete Ende Juli 2008 die neue Suchmaschine namens Cuil, die nach eigenen Angaben folgende Vorzüge bieten sollte: relevantere Suchergebnisse als Google, den größten Suchindex des Internets sowie keine Speicherung von Nutzerdaten. Doch im September 2010 war schon wieder Ende, die Patente wurden inzwischen von Google gekauft, die Gründer sind angeblich wieder zu ihrem früheren Arbeitgeber zurückgekehrt. Tja, das war leider nur eine kurzfristige Alternative zu Google, auch wenn die Suchmaschine noch immer existiert.

Beständig: Metager

Suchergebnisseite MetagerMetager vom Rechenzentrum der Leibniz Universität Hannover existiert schon seit 1996 und ist damit eine der ältesten Meta-Suchmaschinen. Sie liefert Daten aus über 50 Suchmaschinen, thematisch relevanten Verzeichnissen und Spezialsuchen. Erst kürzlich wurde die russische Suchmaschine Yandex integriert. Es gibt viele Optionen und Filtermöglichkeiten und keine Speicherung der Nutzerdaten. 2008 wurde Metager von der Fachzeitschrift Computer – Das Magazin für die Praxis  in einem Vergleichstest mit Bestnoten ausgezeichnet und erreichte den ersten Platz vor Wikia-Search und Google. Bewertet wurde nach der Qualität der Treffer, dem Verhältnis der informativen zu den Werbeergebnissen, der Bedienungsfreundlichkeit sowie dem Umgang mit personenbezogenen Daten.

Nachhaltig: Wegreen

Nachhaltigkeitsampel WegreenNach eigenen Angaben handelt es sich bei Wegreen um „die erste umfassende grüne Suchmaschine für Nachhaltigkeit“, die 2010 entwickelt wurde. Nach einem Ampelsystem werden die Suchergebnistreffer, die man von Bing bezieht, hinsichtlich Nachhaltigkeit bewertet und in der Ergebnisliste rot, gelb oder grün markiert. Dazu nutzt Wegreen verschiedene Quellen; auch die Nutzer selbst können eine Bewertung abgeben. Im Interview mit gruenderszene.de äußert sich der Gründer Maurice Stanszus selbst über die Suchmaschine.

Mit !Bang: DuckDuckGo

Suchergebnisseite DuckDuckGoVor allem mit dem Schutz der Privatsphäre versucht DuckDuckGo seit vier Jahren, sich gegen den Marktführer Google durchzusetzen. In der Standardeinstellung werden keine Cookies gesetzt und Nutzerdaten werden ebenfalls nicht gesammelt. Die Optik erinnert ein wenig an die Anfänge von Google: minimalistisch, übersichtlich, ohne Werbeanzeigen und in der Anwendung überzeugend. Sehr praktisch ist außerdem die „!Bang“-Funktion: Das Hinzufügen von bestimmten Abkürzungen in Verbindung mit einem Ausrufezeichen führt direkt zu bestimmten Websites wie Amazon, Wikipedia etc. Über den Pfeil rechts neben dem Eingabefeld sind die gängigsten Zusätze aufgeführt.

Wissenschaftlich: Wolfram Alpha

Wolfram Alpha ist eine semantisch arbeitende Suchmaschine aus Großbritannien, die als Ergebnistreffer nicht einfach Links anzeigt, sondern eine inhaltliche Antwort geben will – basierend auf einem mathematischen Programm. Daher erhält die bisher ausschließlich englisch-sprachige Suchergebnisseite in der Regel einen Treffer mit weitergehenden Informationen in Form von Daten, Infografiken oder Bildern. Besonders gut geeignet ist Wolfram Alpha z. B. für mathematische Berechnungen, statistische Auswertungen oder die Umrechnung von Maßeinheiten und Währungen. Auf viele Suchbegriffe gibt es hingegen (noch) keine exakte bzw. gar keine Antwort. Seit kurzem liefert die iPhone-App von Wolfram Alpha auch Ergebnisse zu deutschen Suchanfragen.

Zweigeteilt: Melzoo

Suchergebnisseite MelzooDas Besondere an der ebenfalls englisch-sprachigen Meta-Suchmaschine Melzoo (Beta) ist die Zweiteilung des Browserfensters. Während links die Ergebnistreffer angezeigt werden, gibt es rechts eine Vorschau der einzelnen Ergebnisse. Statt jeden Treffer anklicken zu müssen, reicht es, die Maus über die jeweiligen Ergebnisse zu bewegen, um eine Großansicht zu erhalten und sich für die relevante Website zu entscheiden. Obwohl man unterhalb des Eingabefensters ein Häkchen setzen kann, um ausschließlich deutsche Ergebnisse angezeigt zu bekommen, klappt das tatsächlich nicht immer. In der Regel sind auch bei deutschen Suchanfragen einige englische Treffer dabei  – je nach Begriff mehr oder weniger. Positiv ist hingegen die Möglichkeit, Weerbeeinblendungen zu unterdrücken.

Nachtrag 2015: Inzwischen ist diese Suchmaschine schon wieder offline.

Anonym: Ixquick

Suchergebnisseite IxquickIxquick nennt sich selbst „die diskreteste Suchmaschine der Welt“. Die Meta-Suchmaschine stammt aus den Niederlanden und hat sich verpflichtet, Nutzerdaten weder zu erfassen noch zu speichern. Bereits 2008 erhielt Ixquick das europäische Datenschutzgütesiegel European Privacy Seal. Seit 2010 ist es möglich, über Ixquick komplett anonym zu surfen. Statt auf eine Website in der Ergebnisliste zu klicken, kann unterhalb des Ergebnisses ein Proxy-Dienst aktiviert werden. Die eigene IP-Adresse kann so nicht erfasst werden. Der daraus resultierende Nachteil ist die Geschwindigkeit: es dauert alles ein paar Sekunden länger.

Barrierefrei: Oneseek

Suchergebnisseite OneseekUm eine Meta-Suchmaschine handelt es sich auch bei Oneseek. Die Ergebnisse kommen u. a. von Google, Bing und Yahoo und werden barrierefrei aufbereitet. Die Seite enthält so gut wie keinen grafischen Schnickschnack, die Schriftgröße ist direkt auf der Suchergebnisseite variierbar. Gesucht werden kann außerdem nach Bildern, Videos, Nachrichten Karten, Routenplaner etc.

Für Kinder: Blinde Kuh

Startseite Blinde KuhBlinde Kuh ist eine Suchmaschine speziell für Kinder, die 1997 an den Start ging und inzwischen vom Bundesministerium für Familie gefördert wird. Sie ist in verschiedene Themenbereiche unterteilt wie Suchen, Lernen, Forschen, Lesen etc. Trotz einer Suchfunktion liegt der Schwerpunkt der Suchmaschine eher auf den kindgerechten redaktionellen Inhalten.

Links mit weiteren Suchmaschinen

www.leipzig-sachsen.de
www.suchmaschinen-datenbank.de

 

Alles neu: Google AdWords-Berichterstellung

Ende Oktober hat Google die komplette Umstellung der AdWords-Berichterstellung abgeschlossen. Seither lassen sich im Berichtcenter keine Berichte mehr erstellen. Google selbst wirbt damit, dass die Änderungen für den Nutzer schneller und einfacher sind. Das mag wohl stimmen, wenn man weiß, wo sich die einzelnen Berichte abrufen lassen. Tatsächlich war der Berichtcenter aber relativ selbsterklärend, und alle Berichte ließen sich dort zentral erstellen. Nun sind die Funktionen zwar theoretisch schneller zu erreichen, aber was nützt das, wenn man nicht mehr weiß, wo. Deshalb hier kurz die wichtigsten Änderungen und Funktionen zur AdWords-Berichterstellung.

Dimensionen

KampagnenreiterTabs-DimensionenWichtig für die Erstellung vieler Berichte ist der Tab Dimensionen. Man muss allerdings wissen, dass es diese Funktion gibt, denn standardmäßig wird der Tab nicht angezeigt und muss erst über den Dropdown-Pfeil auf der rechten Seite aktiviert werden.

Dort lassen sich die Daten eines gewählten Zeitraums sortieren nach Stunde des Tages, Wochentag, Monat, Jahr, Ziel-URL, Zielregion etc. Für mich bewährt hat sich dabei vor allem der Bericht Wochentag, um zu analysieren, ob es Tage gibt, an denen besonders viel oder wenige Klicks erzielt wurden sowie Stunde des Tages, mit dem sich dasselbe über die Tageszeit herausfinden lässt – kurz gesagt: Fragen zur Anzeigenplanung können hier wunderbar geklärt werden.

Nachtrag vom 09.03.2011: Vor einiger Zeit wurde der Tab Dimensionen in Statistiken umbenannt und hat damit jetzt einen deutlich sinnvolleren Namen.

Spalten auswählen

Die Möglichkeit, bestimmte Spalten in der Tabelle anzeigen zu lassen, ist nicht neu, aber inzwischen sind einige neue Spalten hinzugekommen, die aber ebenfalls standardmäßig nicht erscheinen, sonder erst aktiviert werden müssen.

Spalten

Hier lassen sich z.B. ungültige Klicks anzeigen, Daten zu Conversions oder der Anteil an möglichen Impressions.

Filter

Filter lassen sich sowohl auf Kampagnen- als auch auf Anzeigengruppen- und Keyword-Ebene anwenden, um ganz bestimmte Berichtdaten anzuzeigen wie z.B. besonders gute oder schlechte Klickraten, Positionen, Conversion-Raten etc.

Filter

Es können mehrere Filter gleichzeitig verwendet werden. Sollen bestimmte Filter immer wieder zur Anwendung kommen, können sie gespeichert und ebenfalls über den Filter-Tab abgerufen werden.

Segment

SegmentWie der Name schon sagt, segmentiert diese Funktion die Daten nach verschiedenen Kriterien. Zeitliche Faktoren wie Tag, Woche, Monat, Quartal, Jahr, Wochentag sind auch unter Dimensionen abrufbar. Interessant ist u.a. die Option Gerät, die es erlaubt, die Ergebnisse nach Computern und Mobilgeräten auszuwerten. Während sich die Daten auf Kampagnen- und Anzeigengruppenebene zusätzlich nach Werbenetzwerken aufschlüsseln lassen, bietet die Funktion auf Keyword-Ebene die Auswertung nach Keyword-Option der Suchbegriffe.

Suchbegriffe anzeigen

SuchbegriffeNur auf Keyword-Ebene lässt sich unter Suchbegriffe anzeigen für ausgewählte oder alle Keywords nachvollziehen, welche Suchanfragen zu einem Klick führten – eine sehr hilfreiche Funktion, um ungeeignete Keywords auszuschließen oder relevante Keywords in die Anzeigengruppe zu übernehmen. In letzteren Fall werden die Keywords einfach markiert und direkt hinzugefügt. Diese Funktion entspricht dem vorherigen Suchanfragebericht und ist tatsächlich eine deutliche Verbesserung.

DownloadAlle Berichte können in verschiedenen Formaten heruntergeladen, per E-Mail versendet und regelmäßig geplant werden. Gespeichert werden sie unter Steuerfeld und Bibliothek.

Neues bei Google AdWords

Google Instant: Verschlechterung der Klickrate?

Das wichtigste Thema im letzten Monat, das auch Google AdWords betrifft, war sicher die Einführung von Google Instant. Das neue Feature für die Google-Suche (das in Deutschland bisher nur bei Anmeldung im Google-Konto funktioniert) bietet beim Eintippen von Suchanfragen mögliche Vorschläge zur Vervollständigung des eingegebenen Begriffs. Dabei werden die verschiedenen aktualisierten Suchergebnisse und AdWords-Anzeigen sofort angezeigt, was natürlich nicht ohne Auswirkungen auf das Suchverhalten bleiben wird.

google-adwordsLaut Google wird mit Google Instant schon dann eine Impression bei den AdWords-Anzeigen erzeugt, wenn ein Nutzer „länger als drei Sekunden keine Eingabe mehr vornimmt“. Die Vermutung lag also nahe, dass sich die Impressionen bei AdWords-Anzeigen erhöhen und sich damit die Klickrate verschlechtern könnte.

Bisher sind allerdings Meldungen auf dramatische Auswirkungen ausgeblieben, wie in Google Instant: Viel Lärm um nichts? ausführlich anhand einiger Beispiele beschrieben wird. Heise online erwähnt zudem unter Berufung auf einen Google-Sprecher, dass die Impressionen zwar durchaus steigen und die Klickraten sinken könnten, dass dabei aber „die Klickpreise unverändert bleiben: Die Klickrate wird relativ zur Klickrate aller anderen Werbetreibenden betrachtet.“

Sonja Gottschalk verweist in ihrem interessanten Blog-Artikel Google Instant’s finanzielle Auswirkungen aber noch auf einen anderen Punkt hinsichtlich des Suchvolumens, das sich verstärkt auf ohnehin häufig gesuchte Keywords fokussieren und die Klickpreise dadurch steigen lassen wird:

„Auch in Google AdWords lohnt es sich dann – im Hinblick auf den daraus resultierenden Traffic – weniger, (billige) Nischenkeywords zu buchen bzw. werden diese einfach weniger gesucht. Will man als AdWords-Kunde also eine möglichst große Reichweite erzielen, ist es umso notwendiger, Keywords mit größerem Suchvolumen und folglich höherem CPC zu buchen.“

Geänderte Richtlinien für AdWords-Nutzer

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass die Nutzung von fremden Markennamen als Keywords im Rahmen von Google AdWords mit europäischem Markenrecht vereinbar ist. Als Reaktion darauf hat Google die AdWords-Markenrichtlinie geändert, die seit dem 14. September europaweit gelten. Die Verwendung der Markennamen beschränkt sich jedoch ausdrücklich nur auf Keywords, nicht aber auf den Text der geschalteten Anzeigen.

Änderungen innerhalb Google Adwords

Das Keyword-Tool wurde aktualisiert und mit dem Keyword-Tool auf Basis von Suchanfragen kombiniert. Die Betaphase ist inzwischen beendet und das Tool ist uneingeschränkt nutzbar. Genauer beschrieben werden die Änderungen im Inside AdWords Blog.

Ebenfalls neu ist das AdWords-Targeting nach demografischen Daten. Es lässt sich nur im Display-Werbenetzwerk anwenden und ist erreichbar über Anzeigengruppe / Einstellungen / Erweiterte Einstellungen / Gebote nach demografischen Kritierien.

An derselben Stelle, aber noch im Beta-Status befinden sich die AdWords Kampagnentests ACE, mit deren Hilfe die Auswirkungen von Änderungen an Keywords, Geboten, Anzeigengruppen und Placements getestet werden können. Im Inside AdWords Blog werden die Vorteile folgendermaßen erklärt:

„Mit ACE werden Ihre Kampagnentests parallel zu den Originalkampagnen in einem simultanen Split-Test durchgeführt. Sie legen fest, wie viele der Zugriffe in Prozent auf die einzelnen Split-Tests angewendet werden und welche Änderungen Sie testen möchten. Durch die Unterteilung können Sie kleinere Tests mit beliebigem Anfangs- und Enddatum durchführen, ohne Sorge haben zu müssen, dass die Ergebnisse von saisonalen Schwankungen oder anderen Faktoren beeinflusst werden. Sie können dadurch die Auswirkungen besser einschätzen und haben über das Jahr verteilt mehr Chancen, Ihre Leistung zu testen und zu verbessern.“

Eine weitere Änderung, die  schon vor längerer Zeit begann und so gut wie abgeschlossen ist, betrifft das Berichtcenter. Nach und nach wurden sämtliche Berichte daraus entfernt und entsprechende Funktionen in die normale Benutzeroberfläche eingefügt. Das ist einerseits zwar praktisch, andererseits ist aber auch ein bisschen Dedektivarbeit gefragt, um die entsprechenden Abfragen wiederzufinden – hier z.B. eine kurze Anleitung, den Anteil an möglichen Impressionen abzufragen.

Google AdWords: Broad Match Modifier

Im Artikel Google AdWords: Matching-Optionen für Keywords hatte ich bereits auf einen Artikel der Internetkapitäne verwiesen, in dem es darum geht, dass Google in der Beta-Version eine zusätzliche Matching-Option testet, die Vorteile von Broad Match und Phrase Match verbindet: den Broad Match Modifier. Für Deutschland war diese Option aber bisher nicht verfügbar. Das ist jetzt anders, wie erneut die Internetkapitäne berichten und dabei direkt auf einige Probleme hinweisen.

Google AdWords: Analyse-Tool Berichtcenter

Neben den normalen Statistik-Daten innerhalb einer Google AdWords-Kampagne bietet Google zwei Möglichkeiten, um die Kampagnen-Daten auszuwerten und darüber hinausgehende Infos zu ermitteln: Google Analytics und den Berichtcenter im AdWords-Konto. Zusätzlich gibt es unter Werbechancen in AdWords Vorschläge zur Optimierung der Kampagnenleistung, aber sinnvoller ist es natürlich, die Daten selbst auszuwerten und diesen wichtigen Bereich nicht Google zu überlassen. Zwei Analysefunktionen in Analytics habe ich bereits in einem anderen Artikel beschrieben; hier geht es um den Berichtcenter, der über den Reiter Berichterstellung im AdWords-Konto zu finden ist.

Folgende Berichtarten stehen zur Verfügung:

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Alle Berichte können automatisch erstellt und regelmäßig per E-Mail versendet werden, als Vorlage gespeichert und im Format .csv, .csv für Excel, .tsv und .xml exportiert werden. Jeder einzelne Bericht kann nach den erforderlichen Leistungsdaten, dem Zeitraum und den gewünschten Kampagnen oder Anzeigengruppen definiert werden. Viele Berichtarten enthalten nur wenig zusätzliche Daten zu den Konto-Statistiken, bieten aber trotzdem einen besseren Überblick und haben den Vorteil, dass sie z.B. als Excel-Tabelle exportiert, beliebig bearbeitet und gespeichert werden können.

Die Berichte zur Keyword-, Anzeigen- und URL-Leistung enthalten z.B. neben den Konto-Statistiken ausführliche Informationen zu Anzeigen-Conversions und Conversion-Raten – so diese definiert sind.

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Interessant beim Bericht zur Konto-, Kampagnen- nd Anzeigenleistung ist die Abfrage Stündlich (unabhängig vom Datum). Sie zeigt den täglichen Verlauf der Konto-, Kampagnen- oder Anzeigenleistung innerhalb des ausgewählten Zeitraums.

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Das heißt, ich kann genau erkennen, zu welcher Tageszeit meine Kampagne im Durchschnitt die meisten Impressions, Klicks, die höchsten Kosten oder die beste Klickrate erzielte und daran meine Anzeigenplanung anpassen. Die gleichen Daten lassen sich ebenso für eine Woche generieren, um zu überprüfen, welcher Wochentag die besten Ergebnisse erzielt. Anhand der Konto- und Kampagnenberichte lässt sich außerdem die Anzahl der Klicks ermitteln, die Google als ungültig interpretiert hat (und die damit nicht verrechnet werden).

Der Bericht zur Placement-Leistung ist nur dann interessant, wenn die Anzeigen der  AdWords-Kampagne auch im Content-Werbenetzwerk geschaltet werden. In dem Fall werden alle Websites erfasst, auf denen eine Anzeigenschaltung erfolgte – samt der jeweiligen Infos zu Klicks, Impressions, Kosten etc.

Der Suchanfragebericht ist bestens geeignet, um neue relevante Keywords für die Kampagne zu finden oder irrelevante Keywords auszuschließen. Er listet alle Suchanfragen auf, die zu einem Klick führten und unterscheidet dabei zwischen den drei Matching-Optionen Weitgehend passend, Passende Wortgruppe und Genau passend. Spätestens nach Sichtung dieser Daten weiß ich, ob meine Keywords viel zu allgemein sind oder tatsächlich zu meiner Website und meinem Angebot passen. Und ich erhalte nebenbei auch noch zum Teil sehr spannende Einblicke in das – ich nenne es mal – Suchbegriff-Eingabe-Verhalten anderer Nutzer. Mögen all diese Menschen fündig geworden sein…