Der Kaugummiautomatenmann an der Schnapsfabrik…
… was wie der arg gekünstelte Titel eines modernen Lyrikbandes (Melusine: Kraweel, kraweel!) klingt, ist einfach nur die treffende Beschreibung eines spannenden Graffito, das sich dem Praktikanten bei einem sonntäglichen Verdauungsspaziergang durch Kalk nach einem non-frugalen Frühstück im Schlechtrimen bot:
Und Gentrifizierung hin, Hipness her:
In Kalk lassen sich immer wieder ein paar Preziosen entdecken. Und sei es ein Kaugummiautomatenmann an der Schnapsfabrik (heißt wirklich so). Darüber hoch erfreut ist:
Der Praktikant
SEO-Analyse mit Advanced Web Ranking & Link Manager
Backlinks checken, Keyword-Positionen prüfen, Konkurrenzanalysen erstellen etc. – die Beschäftigung mit einer Website hinsichtlich Suchmaschinenoptimierung ist sehr zeit- und arbeitsaufwändig, wenn man dabei ausschließlich auf Suchmaschinen und Online-Tools angewiesen ist. Advanced Web Ranking und Advanced Link Manager von Caphyon sind kostenpflichtige SEO-Tools, die all diese Möglichkeiten und viele weitere Zusatzfunktionen bieten.
Ich habe beide Tools in einer kostenlosen Version 30 Tage getestet und war sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Da Caphyon zurzeit Gratis-Lizenzen für einen Blog-Beitrag vergibt, werde ich beide Programme hier kurz vorstellen
Advanced Web Ranking

Projekt anlegen
Auf den ersten Blick erscheinen die vielen verschiedenen Funktionen zum Search Engine Ranking ein bisschen verwirrend, es wird aber alles gut erklärt. Grundsätzlich ist das Programm zum Advanced Web Ranking in deutscher Sprache verfügbar, die Erklärungen in der rechten Spalte sind aber auf Englisch – zumindest in der Test-Version.
Beim Anlegen eines neuen Projekts werden zunächst die Suchmaschinen markiert, die nach dem Ranking der Keywords durchsucht werden sollen. Voreingestellt sind Goolge, Yahoo und Bing USA. Über Suchmaschinen bearbeiten können jedoch problemlos weitere Suchmaschinen (in einer Liste aus über 2.000) ergänzt werden. Über Einstellungen / Performance kann die Suchtiefe bei Bedarf geändert werden. Voreingestellt sind die ersten fünfzig Suchergebnisse.

Anschließend werden die zu prüfenden Keywords einzeln hinzugefügt oder aus einem vorhandenen Dokument exportiert. Bei der einzelnen Eingabe der Keywords werden alternative Keyword-Vorschläge von Google Suggest (oder Wordtracker) sowie die Anzahl der Suchergebnistreffer angezeigt. Ein Keyword Research Tool hilft zusätzlich bei der Generierung weiterer relevanter Keywords. Alle Keywords können farblich sortiert werden und nach einer Priorität von 0-5 unterschiedlich gewichtet werden.

Ist die Keyword-Liste erstellt, erfolgt die Eingabe der URL. Jede Domain wird inklusive der Unterseiten geprüft. Soll nur eine Unterseite untersucht werden, kann diese auch direkt eingegeben werden. Sollen parallel Konkurrenzseiten auf dieselben Keywords gecheckt werden, können sie ebenfalls an dieser Stelle eingegeben werden.
Im nächsten Schritt erfolgen die Angaben zum E-Mail-Versand. Hier können sowohl die STMP-Einstellungen des Accounts eingegeben werden, von dem aus die späteren Reports versendet werden als auch die E-Mail-Adressen der Kunden, die einen Report direkt erhalten sollen, falls das Programm über einen Server läuft.

Damit ist das Projekt angelegt, und sobald der Projektname eingegeben und bestätigt wurde, startet das erste Update zum Website Ranking. Je nachdem, wie viele Suchmaschinen und Keywords eingegeben wurden, kann das Update recht lange dauern. Das liegt z.T. auch daran, dass Suchmaschinen etwas gegen automatisierte Suchanfragen haben. Deshalb arbeitet Advanced Web Ranking mit einer Verzögerung, die Abfragen der Suchergebnisse menschlicher erscheinen lässt. Über Einstellungen / Performance lassen sich die Geschwindigkeitseinstellungen ändern und die zufällige Wartezeit zwischen Suchanfragen z.B. erhöhen.
Auswertung & Berichte
Die Auswertung beinhaltet verschiedene Berichte zum aktuellen Ranking der Website und der Keywords. Gespeichert werden auch alle vorherigen Berichte, sodass es erst nach längerer Laufzeit richtig spannend wird, weil verschiedene Berichte miteinander verglichen werden können und die Entwicklung der Website erkennbar wird:
- Aktueller Rang: Aktuelle Positionen der Website
- Schüsselwortrang: Position der Website für einzelne Keywords
- Suchmaschinenrang: Position der Website für jede Suchmaschine
- Beste Seiten: Position der Top-Websites bzgl. relevanter Keywords > gute Vergleichsmöglichkeit mit Mitbewerbern
- Übersicht: Übersicht über alle Suchbegriffe und Suchmaschinen in einer Tabelle
- Sichtbarkeit: Zusammenfassung der Informationen aller eingegebenen Websites
Über Neue Berichte anlegen werden alle notwendigen Einstellungen abgefragt, um automatisch das Update abzurufen und den Bericht (in den Formaten PDF, Excel, HTML, CSV, XML und Text) zu speichern bzw. per E-Mail zu verschicken. Dabei kann auch das Design und der Kopfteil beliebig formatiert werden, um z.B. Berichte im Unternehmensdesign an Kunden zu verschicken.
Advanced Web Ranking gibt es in vier Versionen mit unterschiedlichen Featueres: als Standard für 99 $, als Professional für 199 $, als Enterprise für 399 $ und als Server-Version für 599 $ – alle Versionen beinhalten 12 Monate kostenlose Updates und technischen Support.
Advanced Link Manager
Beim Advanced Link Manager geht es um Informationen über die Link Popularity einer Website. Das betrifft in erster Linie natürlich die Backlinks der eigenen Site, aber auch die Verlinkungen von Konkurrenzseiten und zusätzliche Möglichkeiten, um potentielle Linkpartner zu finden. All diese Abfragen lassen sich mit den Advanced Link Manager sehr einfach und übersichtlich ermitteln.
Projekt anlegen
Zuerst muss natürlich erst mal ein Projekt angelegt werden. Das geht zwar schneller als bei Advanced Web Ranking, aber auch hier gibt es abgesehen von der URL noch die Suchmaschinen einzugeben, in denen nach Verlinkungen zur Website („Referrers“) und nach indexierten Webseiten gesucht werden sollen.

Auswertung & Berichte
Folgende Berichte bietet der Advanced Link Manager:
- Unverified Referrers: Verlinkende Websites, die über die Suchmaschinen erfasst wurden, deren Verlinkungen auf die Website nicht sicher, weil evtl. nicht mehr aktuell sind
- Referrers: Verlinkende Websites mit detaillierten Informationen, die definitiv auf die Website verlinken
- Referrers Overview: Überblick über alle verlinkenden Websites im Vergleich zur eigenen Website und der Konkurrenz
- Search Engines: Entwicklung der Anzahl an Backlinks
- Link Text: Top-Linktexte mit Angabe der verlinkenden Website
- Link Text Overview: Linktexte im Vergleich zur Konkurrenz
- Domain Information: alle verlinkenden Websites des Projekts und verschiedene Informationen über sie
- Referrers by Search Engines: verlinkende Websites pro Domain, sortiert nach Suchmaschinen
- Referrers Information: detaillierte Informationen über jede einzelne verlinkende Website
Den Link Manager gibt es in einer Standard-, Professional- und Enterprise-Version und kostet 99 $, 199 $ oder 399 $. Entscheidet man sich zunächst für eine günstigere Version, können beide Programme ohne Datenverluste mit einer Upgrade-Lizenz aufgewertet werden.
Grundschuldidaktik bei der Deutschen Bahn
Auf Anraten von Mitpendler Lutz G. aus K. „Bring‘ das doch mal auf feynschliff!„, wollte ich euch folgende Miniatur aus dem ICE 729 nicht vorenthalten:
Unlängst las der Praktikant im Kundenmagazin „DB mobil„, dass zunehmend Quereinsteiger aus Hotellerie & Gastronomie als Zugbegleiter und Servicekräfte bei der Deutschen Bahn arbeiten. An diesem Abend hatte dort ein Herr Dienst, Ende 40, der optisch jedes Klischee, hüstel, vom alternden Flugbegleiter bediente (Habitus, Frisur, Ohrschmuck) und in seiner Jugend sicher nebenberuflich im „TimP“ auftrat.
Er schlendert kontrollierend den Gang entlang, rechts vor mir zückt ein „Macht-irgendwas-mit-Medien“-Twen ihr VRR-Jobticket und ich bin sehr, sehr gespannt, wie der Zugbegleiter diese Situation lösen wird…
Die Dame zeigt ihm, sich keiner Schuld bewusst, das VRR-Jobticket.
Er bleibt höchst neutral, sagt: „Was soll ich damit?“
„Das ist mein Fahrausweis.“
„Der gilt hier nicht.“
„Das wusste ich nicht“, die Dame wird hektisch, „ich habe erst vor zwei Tagen meinen neuen Job in Düsseldorf begonnen….“
„Also“, er bleibt ruhig, freundlich und verbindlich und fährt fort:
„Mit diesem Fahrschein dürfen Sie nur rote Züge benutzen. Keine weißen Züge. Wir merken uns: Mit dieser Karte nur rote Züge – keine weißen, auch keine weißen mit roten Streifen.“
Fantastisch! So hatte ich es noch nie betrachtet und er hatte es miekätzchenesk auf den einfachsten Nenner gebracht! Und auch empfängerorientiert für Pendlerneulinge.
Er zeigt auf meine „Black Mamba“ (Harald Schmidt), nickt, tippt die Dame an, zeigt in meine Richtung und wiederholt:
„Mit dieser Karte dürfen sie weiße Züge benutzen – mit Ihrer nur rote! Schönen Tag noch…“, und geht weiter.
Wer war tief beeindruckt von soviel Didaktik, Langmut und Wissensvermittlung?
Der Praktikant
Telefonierer in der Ruhezone
… was wie ein Bandname einer Neunzigerjahre-Elektronikband deutscher Zunge klingt, ist schlicht und einfach ein Ärgernis im Fernreiseverkehr! Jeder kennt es, das Piktogramm mit dem auf den Mund gelegten Finger, das die Ruhezone ausweist.
Man möchte im ICE noch ein wenig in Ruhe arbeiten oder sich „Software für Snobs“ (vulgo: Bücher) zuführen und dann brüllt ein Ignorant Zellhaufen Mensch ständig ins Mobiltelefon. Sich darüber zu mokieren oder einen Werteverfall anzuprangern, ist in etwa so sinnvoll, wie sich über die englischsprachigen Zugdurchsagen („Zenk ju for träwweling wiff Deutsche Bahn„) lustig zu machen.
Das Nichtbeachten der Ruhezone nervt einfach und stört, gerade weil man noch etwas arbeiten / lesen / schreiben / kontemplieren möchte und gerade deswegen die Ruhezone gebucht hat. Es stört. Und dann hat man wieder einmal den 200-Phon-Umweltverschmutzer vor sich sitzen und keinen Störsender bei sich:
Was tun?
Höfliche Bitten dies einzustellen, werden zumeist schnippisch beantwortet, geht man zu brachial und meinunsstark vor, hat es einen blogwartesken Beigeschmack. Doch nun hat der Praktikant eine Methode entwickelt, die bisher in hundert Prozent der Fälle (bei zwei Anwendungen: Dienstag im ICE 527 – Fertigstellung einer „Collection für Mailand“ und gestern im ICE 729 „Angebotspräsentation“) funktionierte. Begeistert twitterte ich:
Ich ging freundlich zum Telefonierer, wartete ruhig eine Gesprächspause ab und fragte, betont freundlich:
„‚Tschuldigen Sie, darf ich ein Foto von Ihnen machen?“
„Warum?“
„Ach, das ist nur für meinen Blog ‚Menschen, die in der Ruhezone telefonieren!'“.
Empörtes Kopfschütteln und weit aufgerissene Augen des Angesprochenen, ein gemurmeltes “Was soll denn das?” und doch: Danach hörte ich zeitnah ein recht kleinlautes “Du, ich muss Schluss machen!“, während ich zu meinem Sitzplatz zurücktrottete. Hat jetzt zweimal sehr gut bei deutschen Muttersprachlern funktioniert. Wer ist davon begeistert und vorweihnachtlich gestimmt?
Der Praktikant
Zwiebelturm in Köln!
Gestern gelang dem Praktikanten ein Schnappschuss, der die Existenz eines Zwiebelturms in Köln dokumentiert!
Zwar heißt es bei wikipedia,
Zwiebeltürme sind in Deutschland hauptsächlich in den südlichen Bundesländern, in Österreich und im italienischen Südtirol verbreitet, in denen der Katholizismus vorherrschte. Sie sind typische Merkmale barocker Kirchen. Weltweit bekannt sind Zwiebeltürme bei orthodoxen Kirchengebäuden in Ländern der ehemaligen UdSSR und Bulgarien.
… aber mir gelang es, fotographisch den Gegenbeweis anzutreten:
Wer wünscht einen schönen ersten Advent?
Der Praktikant.
Support your local Veedel (II): Adventsmarkt in Kalk!
Wie der Praktikant eben dem „Kalk Blog“ entnahm, beginnt heute wieder der – im letzten Jahr nach langer, hüstel, „Durststrecke“ wieder durchgeführte – Weihnacht Adventsmarkt in Kalk! Direkt an der Kalk Post: Wenn es mal wieder länger bei eben dieser dauert, kann man sich hier zu einem revitalisierenden Glühwein oder heißen Kakao zurückziehen.
In diesem Artikel wird schlüssig und überzeugend dargelegt, warum dieser Weihnachtsmarkt – entschuldigung – warum dieser Adventsmarkt, der Besuch und die Unterstützung nicht nur aus Veedelpatriotismus ein gesellschaftliches Must ist!
Und wer wird sich dort sicherlich auch mal auf ein Getränk und zur Begutachtung der Fahrgeschäfte blicken lassen?
Der Praktikant
Google Wonder Wheel als Wunderrad jetzt in Deutsch
Mit dem Google Wunderrad erscheint ein weiteres Google-Tool auf Deutsch, das in bestimmten Bereichen ganz hilfreich ist, die bisherigen Suchfunktionen aber natürlich nicht ersetzen kann. Zunächst aber einmal die Frage:
Wo finde ich Google Wunderrad eigentlich?
Denn die normale Google Suchmaske sieht aus wie immer. Nach der Eingabe eines Suchbegriffs (z.B. Website-Optimierung) besteht links unterhalb des Eingabefeldes die Möglichkeit, weitere Suchoptionen einzublenden. Klicke ich dort auf Wunderrad, erscheint folgende Grafik in der Mitte, am rechten Rand die normalen Suchergebnisse:

Und was bringt mir das?
Bin ich an konkreten Informationen zum Thema Website-Optimierung interessiert: nichts. Suche ich nach einem allgemeinen Überblick, erfahre ich bei Google Wunderrad immerhin, dass es Software zur Optimierung von Websites gibt, dass anscheinend in München besonders viele Websites optimiert werden, dass das wahrscheinlich auch kostenlos geht und das Thema wohl auch was mit Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenranking und Suchmaschineneintrag zu tun hat. Das ist ja schon mal gar nicht schlecht.
Google Wunderrad zur Suchmaschinenoptimierung
Noch besser geeignet ist das Tool sicher, wenn ich z.B. einen suchmaschinenoptimierten Online-Text zum Thema Website-Optimierung schreiben möchte. Oder nach Keywords für eine SEM-Kampagne suche. Dann könnte das Google Wunderrad mir wichtige Keywords oder Keyword-Kombinationen anzeigen, an die ich selbst noch nicht gedacht habe. Wahnsinnig ergiebig ist das zwar nicht, für das ein oder andere Keyword als Ergänzung aber sicher ganz hilfreich.
Wirklich sinnvoll könnte es außerdem für die Latent Semantische Optimierung sein. Dabei geht es nicht darum, einfach nur 2-3 relevante Keywords im Text immer wieder zu wiederholen, um eine bestimmte Keyworddichte zu erzeugen. Wichtiger ist es, unter Berücksichtung von Synonymen oder thematisch verwandten Begriffen einen semantischen Raum für die wichtigen Keywords des Textes zu erzeugen. Dafür könnte Google Wunderrad einige Anregungen bieten. Zumal die Möglichkeit besteht, die Suche in verschiedene Richtungen auszuweiten, da alle gefundenen Begriffe anklickbar sind. Klicke ich z.B. auf Website Check, erscheint eine weitere Grafik, die diesen Begriff wiederum zu weiteren in Bezug setzt. Das ließe sich theoretisch endlos fortsetzen.

Fazit: Spaß macht die thematische Suche mit Google Wunderrad auf jeden Fall. Und ich denke, es lohnt sich, das Tool bei einer konkreten Keywordanalyse oder der Erstellung eines SEO-Textes noch mal genauer zu testen.
Übrigens testet Google unter dem Namen Image Swirl gerade eine Art Wunderrad für die Bildersuche – zurzeit noch unter Google Labs. Einen guten ersten Eindruck davon bekommt man beim TagSeoBlog.
European Banker of the Year 2008: Jean-Claude Juncker
Der Praktikant hatte am Dienstagabend das Privileg, der feierlichen Preisverleihung des Titels „European Banker of the Year 2008“ beizuwohnen. Im Vorfeld war ihm ein wenig flau, befürchtete er doch außerhalb des Congress-Centrums in Frankfurt am Main von Lehman-Geschädigten oder anderen Menschen, die das Bankensystem seit dem Herbst 2008, hüstel, „kritisch begleiten“, nicht sehr freundlich empfangen zu werden. Doch die Wahl zerstreute seine Bedenken: Preisträger ist der wirklich sehr sympathische Herr Juncker, der durch sein Engagement – stellvertretend für die europäischen Finanzminister – zur Rettung des Bankensystems geehrt wurde.
Der richtige Raum der Zeremonie wurde dann nach der Einnahme eines vom Vorjahrespreisträger Jean-Claude Trichet gesponserten Imbisses zeitnah gefunden…
Nach dem Einzug der Clan Pipers, einer Dudelsackgruppe aus Frankfurt / M., die den musikalischen Rahmen bot, und ein paar Grußworten von Helga Einecke, Süddeutsche Zeitung, die die Gruppe 20+1 repräsentierte, begann die Laudatio von Jean-Claude Trichet, der auf englisch, französisch und deutsch (!) den Werdegang Junckers lobte, seine beispiellose Karriere und vor allem sein unbedingtes, europäisches Engagement.
Der Preisträger trat danach ans Redepult und eröffnete seine Dankesrede sehr gewitzt mit:
„The German of Jean-Claude Trichet is improving day by day.“
Nach einer Tour d‘ Horizon durch die Monate der Krise auf Deutsch und ein paar Passagen auf Englisch über die Zeit und die Aktivitäten der europäischen Regierungen folgten ein ein paar Anmerkungen darüber, dass die Europäer einfach zusammenhalten müssen, da sie zunehmend weniger Einfluß in der Welt haben: Im Jahr 1900 waren 20% der Weltbevölkerung Europäer, dies schrumpfte im Jahr 2000 auf 11 %, für 2050 werden 7% prognostiziert und im Jahr 2100 werden nur 4 % der Erdbevölkerung Eurpäer sein). Er betonte seine zentrale Forderung, das zukünftige Wachstum in die Rückzahlung der Schulden, die die europäischen Länder machen mussten, zu stecken. Er forderte vehement, die Schulden abzubauen, so bald es möglich sei, 2010/2011 und nicht erst 2015 – wofür es offenen Szenenapplaus gab! Na einer kurzen Zusammenfassung der schwierigen Entscheidungen, die 2008 / 2009 getroffen werden mussten, beendete er ebenso ironisch und doppeldeutig seine Ausführungen: Er verwies darauf, mit dem Vorjahrespreisträger nicht immer einer Meinung gewesen zu sein, diesmal gäbe es aber bei keiner von Trichets Ausführungen eine Widerrede seinerseits und er kam zum Schluss seiner Rede mit dem Ausspruch:
„Jean-Claude, Du warst perfekt!“
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen ;-).
Nach der Veranstaltung und dem Auszug der Clan Pipers hatte man noch die Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken, u.a. tauschte sich Mario Ohoven mit dem „Europäischen Banker des Jahres 2007“ noch einmal persönlich aus…
… und überzeugte sich hernach – sehr freundlich und angenehm – beim Praktikanten von der Qualität des geschossenen Mobiltelefonfotos.
Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung! Es hätte so erfreulich bleiben können, wäre nicht danach der Deutsche-Bahn-Faktor zum Tragen gekommen: Hätte, wenn, sollte: Hätte sich die Rückfahrt nach Köln nicht wieder etwas unerquicklich gestaltet (60 Minuten Verspätung, Zwischenhalt in Limburg, Montabaur, Siegburg). Aber für eine solch runde Veranstaltung muss man auch mal Kalamitäten in Kauf nehmen.









