Antidiebstahllyrik auf der Herrentoilette.

Der Praktikant kommt im Hauptberuf ja viel herum.

Gestern sah und nahm er diese „Antidiebstahllyrik“ auf der Herrentoilette des – bei Stromausfall übrigens sehr komfortabel in nur zwei Gehminuten vom Münchner Hauptbahnhof gelegenen – Hotels „The Charles Hotel“ – wahr:

Wer erkennt hier die kognitive Dissonanz, die ihn noch einmal nach draußen gehen und sich des richtigen Symbols für Herrentoilette vergewissern ließ? Fragt:

Der Praktikant

 

 

In eigener Sache: Sechs Jahre feynschliff!

Der Praktikant gratuliert:

Heute vor sechs Jahren ging feynschliff an den Markt!

Und nur einige Jahre später und viele interessante Projekte, zufriedene Kunden und eine komplett ausverkaufte Buchveröffentlichung mehr, kann der schleimige & ölige Praktikant der Chefin endlich zum 6. Geburtstag von feynschliff gratulieren! Sogar mit einem animierten GIF (sic!) – etwas, was er sich seit 1997 nicht mehr getraut hat…

feuerwerk-0036.gif von 123gif.de

Und bei aller Arbeit bleibt immer noch Zeit für unfeynes – Chapeau! Weiterhin viel Erfolg und gute Nerven bei den Google-Prüfungen wünscht:

Der Schleimiant Praktikant

 

Frauenbratwurst, Weiberkaffee und -design: Ein neuer Trend?!

Ob in Köln-Kalk, auf Teneriffa oder im Internet: Scheinbar gibt es einen neuen Trend, Produkte dezidiert an Frauen zu richten. Und dies auch durchaus mit einem Anflug von Selbstironie.

So sah Filmjournalist, Moderator und Schauspieler null bei einem Gang durchs Veedel diese Produktwerbung („Frische Frauen-Bratwurst„), tat den Findling per E-Mail kund und der Praktikant lief am nächsten Tag los, um es auf Datenspeicher zu bannen:

Klares Weltbild: Frauen essen Brokkoli und Möhren, Männer Röstzwiebeln und Käse...

Gut, dass die Inhaltsstoffe kurz angetippt werden, sonst würde es bei den gängigen Vorurteilen nachher noch heißen, es gäbe „Kannibalismus in Kalk„. 😉 So angeregt, fiel dem Praktikanten der Kaffeeautomat in der Spätsommerfrische wieder ein, der auch deutliche Botschaften im Tastenbereich aussendete:

Ursprünglich dachte ich an einen simplen Fehler, an eine Verwechslung von Esszett und Beh.

… doch dann erkannte ich die Wahrheit, auch hier werden Rollenklischees noch als diese erkannt – und es bedarf einer Insel vor der Küste Afrikas, um Berlin-Mitte den Milch-Spiegel vorzuhalten!

Als Abrundung dann noch dieser Screenshot:

Weibdesign: Zehn Gebote der femininen Shop-Optimierung

It’s a woman’s world! Findet:

Die Praktikantin

Schattenwirtschaft im Schatten!

Schattenwirtschaft im Schatten oder: „Die Mittagspause des chinesischen Strandmasseurs.

Bei der Spätsommerfrische auf Teneriffa machte der Praktikant eine Bobachtung, die fast alles über „die Wirtschaft“ aussagt.

Ein chinesischer Strandmasseur („¡Hola! ¿Massage?“) macht Mittagspause am Strand. 34 Grad. Unerträglich heiß und er hat schon wieder seine acht Kilometer durch den tiefen Sand abgespult.

Er guckt sich ein leeres „sunbed“ aus, Schattenwirtschaft im Schatten, trinkt Wasser, wischt sich den Schweiß ab, guckt sich ständig um, man weiß nicht, ob nach der Guardia Civil oder den Massageluden, die ihm die Euros wieder abknöpfen.

Verstohlener Blick aufs Mobiltelefon, er raucht hastig eine Zigarette. Dreht sich immer wieder in alle Richtungen blickend um. Raucht schnell, trinkt dann grünen Tee aus dem Tetrapack. Sucht sich danach einen Mülleimer (aha, er ist illegal, will nicht auffallen), wirft den Tetrapack weg und signalisiert dem Strandliegenabkassierer seinen Dank für die zehn Minuten Ruhepause durch ein „Daumen auf.“

Dieser zeigt ihm mit Zeige- und Ringfinger eine „2“ an. Er versteht sofort und packt zwei leere Standliegen übereinander und diese beiden auf einen Stapel unbenutzter Strandliegen.

Kosten für 10 Minuten Pause unterm Sonnenschirm: zwei Sunbeds aufstapeln.

Wirtschaft am Strand.

Wen macht das irgendwie traurig und doch auch dankbar, anders sein Geld zu verdienen:

Den Praktikant

Fenster im GENAU e.V.

Was machen ein Franzose, ein Grieche, ein Berliner und eine New Yorkerin in Kalk?

Genau: Musik.

Und zwar mit anderthalbstündiger Verspätung, da sie von Hamburg kommend auf der Autobahn in einer Vollsperrung standen. Die vierköpfige Kombo „Fenster“.

Dank des Instinktes von Kunstrasen-Moderator Hartmut „Ernesto“ Ernst, der uns auf dieses Konzert im Veedels-Club GENAU e.V.  hinwies, machten wir alten Menschen uns auf den Weg und beschwerlichen Fußmarsch zum Auftritt. Das GENAU in der Vietorstraße 59a gibt es seit etwa einem Jahr, aber irgendwie ist uns diese Perle in Kalk bisher entgangen. Ein großer Fehler. Dieser Club muss unterstützt werden!  Vor allem wenn man die großartige Dekoration der Herrentoilette betrachtet…

Wir drückten den Altersdurchschnitt im GENAU natürlich sehr nach oben, aber besser in einen CLUB gehen als kriminell zu werden. Wie ich beobachtete, trinken die jungen Menschen „interessante“ Sachen wie zum Beispiel Club Mate“  mit Wodka. Brrrr, da war ich froh, dass ich dort auch Sünner bekam, was aus Lokalpatrotismus diesem Zeug vorzuziehen ist.

Zu der Musik kann ich nichts bis wenig schreiben, da diese Musik einfach nicht meine Tasse Tee war. Die jungen Leute haben sich das alles sehr schön ausgedacht und sehr oft untereinander die Instrumente getauscht. Veedelsgentrifizierung – und wir sind mittendrin, der Praktikant gleichermaßen als Paparazzo der Modifikation des Veedels. Es tut sich viel in letzter Zeit in Kalk.

„Endlich Zeit fürs Wesentliche. Die Sommerdiktatur der gedankenlosen guten Laune ist zum Glück vorbei. Jetzt wird alles besser.“ (Nils Minkmar, FAZ vom Samstag, den 22.09.2012)

Ein paar Bilder von gestern:

... das haben sich die jungen Leute selbst ausgedacht... #Fen... on TwitpicMit anderthalb Stunden Verspaetung beginnt #Fenster aus Berli... on TwitpicGrossartige Dekoration der #Herrentoilette im #Genau ;-) on Twitpic

Das aktuelle Video von Fenster [hier]

Ein runder & gelungener Abend. Ich kann nur allen Kalkerinnen & Kalkern, und auch den Clubgängern jenseits des großes Flusses, einen Besuch im GENAU mit Nachdruck empfehlen.

Begeistert:

Der Praktikant

Utopia Kalk

„Sich der mächtigen Stadt entziehen – wer den Berg besteigt, verlässt die Masse.“

Nachdem die Chefin von dieser Veranstaltung erfuhr, nahmen Chefin und Praktikant am 16.09.2012 an der Führung, an der Reise durch das Reich „Utopia Kalk“ teil. Die Einreiseformalitäten verliefen ohne Problem und die sehr freundliche „Zöllnerin“ verpasste uns den leuchtend roten „Utopia Kalk“-Stempel.


Wir hielten das akademische Viertel  ein und mit einer kleinen Verspätung  ging es dann los. Wir starteten zu acht, zwei Teilnehmer entpuppten sich nach kurzer Zeit als Teil des Ensembles.

Und um was ging es überhaupt? Laut Schauspiel Köln um die „Rheinischen Rebellen„:

Diesmal suchen wir die Zukunft und zwar in Kalk. Was versteckt sich in den engen Wohnstraßen, den Imbissen, Industriedenkmälern, auf Brachen und in den Werkshallen? Nach Kalk kommen manche gar nicht, manche gehen niemals raus und manche wollen nie wieder weg. Das Viertel innerhalb des rechtsrheinischen Eisenbahngürtels bildet eine Stadt für sich. Mittendrin liegt ein kleiner Berg, der Kalkberg. Eine Deponie aus den Abfällen einer Chemischen Fabrik, die lange das verbotene Herz des Viertels darstellte und den einige für den spektakulärsten Aussichtspunkt Kölns halten.

Hier errichten wir unseren Staat Utopia Kalk. Ein Labor auf der Suche nach der Gemeinschaft von morgen. Wir haben nur ein paar Tage den neuen Staat zu bewohnen, um gemeinsam zu suchen, zu feiern, zu schreiben, zu grillen, Theater zu spielen und uns zu beraten – über Freiräume, Utopien, Sehnsüchte und das Scheitern. Aber die Zeit wird reichen und wenn wir untergegangen sind, werden wir fehlen. Von Mai bis Mitte Juni spazieren wir durch Kalk, erkunden das Gelände abseits des geplanten, geordneten und vorgegebenen Lebens. Hinterhöfe, Baustellen, Industriebrachen, Privatgelände sowie Baumärkte, Motorradläden und der Musikstore sind die Orte, die wir brauchen, um unseren Plan zu verwirklichen.

Wir wurden tiefeninformiert über die Brache im Süden von „Utopia Kalk“ und erhielten neben Anweisungen mit dem Megaphon einen historischen Abriss zur Aufschüttung des Kalkbergs mit gepresstem Müll.

Insbesondere das Flanieren über die Kalker Hauptstraße war bemerkenswert, die Darsteller verstanden es immer wieder, uns zu überraschen und zu verblüffen. Von der Choreographie her ein fantastisches Stück. Wir bewegen uns. Hinter uns wird abgebaut, vor uns – unbemerkt – wieder auf. Die Szenen waren für die „normalen“ Passanten eher irritierend und zum Teil belustigend. Dieser szenische Spaziergang durch das Veedel, durch das „Totaltheater Kalk“ war wirklich inspirierend. Das Stück in Bewegung war so fesselnd, dass ich mich kaum auf meinen Liveticker konzentrieren konnte… Auch die Fragen, die bei der szenischen Kurzlesung am AZ in Kalk aufgeworfen wurden, waren für mich spannend:

Ist „Plena“ die Mehrzahl von „Plenum„?

Nach einem kurzen Picknick an der Kalk Post und der spannenden Frage der Schauspieler an die Teilnehmer („Was ist Ihr Lieblingsplatz in Kalk?“ „Der Klostergarten… ähem, die Sünner-Brauerei… tja…„) erfuhren wir in der U-Bahn Dinge aus dem Leben von „Willi, dem Polizisten“.

Es folgte ein Halt im Museum von Utopia Kalk (auch bekannt als Baustelle Kalk), danach ging es durch die Hinterhöfe und über Spielplätze, bei denen einige selbst geschriebene Miniaturen aufgeführt wurden – Chapeau! Es ging darum, wie ein Schauspieler es formulierte:

„Die Aktivität im Raum festhalten. Wie die Azteken.“

Leider konnte der Rundgang durch Utopia Kalk nicht, wie geplant, auf dem Kalkberg enden („Sich der mächtigen Stadt entziehen – wer den Berg besteigt, verlässt die Masse.„), dies wurde dem Schauspiel Kalk Köln anwaltlich untersagt, aber am Ende sangen die bemerkenswert guten Schauspieler noch die Hymne von Utopia Kalk und es gab die Möglichkeit, sich zum Präsidenten ernennen zu lassen. Ein Drittel unserer Gruppe machte davon Gebrauch – und nach der Vereidigung und dem Inaugurationsfoto war das Stück zu Ende.

Ein paar Bilder von der Veranstaltung (mehr finden sich hier):

#Einreiseformalitaeten erledigt! #UtopiaKalk on Twitpic"Sie befinden sich in #UtopiaKalk" on Twitpic#Lesung vor dem #AZ in #UtopiaKalk on Twitpic
Kunst ist #Anstrengung! #UtopiaKalk on TwitpicDie Kalker Hauptstrasse herunter flanieren... #UtopiaKalk on TwitpicPropagandamaterial vom @Kalker_Kaffee bei #UtopiaKalk on Twitpic
#Formationstanz am #Bauhaus. #UtopiaKalk on TwitpicDer #Kalkberg #UtopiaKalk on TwitpicDie #Nationalhymne von #UtopiaKalk zum Abschluss! on Twitpic

Videos der Rheinischen Rebellen [hier].

1. Ich glaube, nach der Führung werden einige gut gepflegte Vorurteile gegenüber dem Veedel nicht mehr vorhanden sein.

2. Wer konnte sich die Gelegenheit, Präsident von Utopia Kalk zu werden, natürlich nicht entgehen lassen?

Der Praktikant.

Kölsch!

Dieser Express-Titel vom Samstag, den 25.08.2012, ist an Schön- und Kölschheit kaum zu überbieten! Das ist Köln in a nutshell: In nur einer Schlagzeile wird das komplexe Gebilde KÖLN – seine Menschen, seine Medien – hinreichend erklärt…

Kölsch ist einfach Weltkulturerbe. Wer ist davon immer noch tief berührt?

Der Praktikant

 

Paris-Montmartre: Jägermeister und Pastis sind also erlaubt?!

In der Nähe der Kirmeskirche Disneylandkirche Sacre Coeur in Paris-Montmartre endeckte der Praktikant dieses Verbotsschild:

Es bewirkte umgehend eine kognitive Dissonanz.

Stehen Bier und Wein (das lass sein!) als „pars pro toto“ für alkoholische Getränke, deren Konsum in einem Garten in der Nähe des Montmartre verboten sind? Oder bezieht es sich konkret auf die angegebenen Getränke und Jägermeister oder Pastis sind durchaus erlaubt resp. -wünscht?

Wer freut sich über sachdienliche Hinweise?

Der Praktikant

 

Landleben Kalk – die Feuerkäfer

Dieses Kalk wird von Tag zu Tag ländlicher. Nach Vögeln und Schnecken vermehren sich jetzt leuchtend rote Käfer. Und diese Käfer taten mit unserer Lilie das, was Balotelli mit der Deutschen Hintermannschaft im Halbfinale der Europameisterschaft 2012 tat. Die Fressfolgen gaben der Lilie etwas vom Häuserkampf – alles voller Löcher.

Also bemühte der Praktikant mal die berühmte „Followerpower“ bei twitter und wurde schnell informiert, worum es sich bei diesen Käfern handelt. Der Praktikant frug fragte:


… und zur Unterstützung sachdienlicher Hinweise spendierte er noch dieses Bild:

Während ein Tweet zwar amüsant, jedoch nicht sachdienlich war

das sind hermetische feuergrapfen. sehr gefährlich. sie fressen sich durch Blattwerk in den Boden, von da in Menschen-Zehen

… kam der entscheidende Tipp am gleichen Abend:

(…) sieht nach Feuerkäfern aus, oder? […] Nicht als Menschenfresser bekannt.

Und wieder einmal hatten die Stadtkinder dazugelernt. Darüber ist höchst erfreut:

Der Praktikant

Suchmaschinen: Es muss nicht immer Google sein

Überall nur noch Google, Google. Google. Auf vielen Gebieten ist Google nicht nur deshalb so erfolgreich, weil die Idee überzeugt, sondern weil das Angebot oder Tool kostenlos ist. Suchmaschinen dagegen stehen alle zur freien Verfügung – es wäre daher kein Problem, wenigstens in dieser Hinsicht auf Google zu verzichten. Genau das war der Ausgangspunkt für die Frage, was es eigentlich für Alternativen gibt.

Laut Seo-United.de bringt es die Google-Suche im Juli 2012 in Deutschland auf einen Marktanteil von knapp 82 Prozent. Gefolgt von den bekannten Suchmaschinen Bing, T-Online, Yahoo, Ask.com, AOL Suche, web.de, gmx.net, Search.com und MSN Live Search – keine davon kommt allerdings über einen einstelligen Prozentsatz. Und was gibt es sonst noch? Erinnert sich zum Beispiel noch jemand an Cuil?

Kurzlebig: Cuil

Suchergebnisseite CuilUnter Beteiligung ehemaliger Mitarbeiter Googles startete Ende Juli 2008 die neue Suchmaschine namens Cuil, die nach eigenen Angaben folgende Vorzüge bieten sollte: relevantere Suchergebnisse als Google, den größten Suchindex des Internets sowie keine Speicherung von Nutzerdaten. Doch im September 2010 war schon wieder Ende, die Patente wurden inzwischen von Google gekauft, die Gründer sind angeblich wieder zu ihrem früheren Arbeitgeber zurückgekehrt. Tja, das war leider nur eine kurzfristige Alternative zu Google, auch wenn die Suchmaschine noch immer existiert.

Beständig: Metager

Suchergebnisseite MetagerMetager vom Rechenzentrum der Leibniz Universität Hannover existiert schon seit 1996 und ist damit eine der ältesten Meta-Suchmaschinen. Sie liefert Daten aus über 50 Suchmaschinen, thematisch relevanten Verzeichnissen und Spezialsuchen. Erst kürzlich wurde die russische Suchmaschine Yandex integriert. Es gibt viele Optionen und Filtermöglichkeiten und keine Speicherung der Nutzerdaten. 2008 wurde Metager von der Fachzeitschrift Computer – Das Magazin für die Praxis  in einem Vergleichstest mit Bestnoten ausgezeichnet und erreichte den ersten Platz vor Wikia-Search und Google. Bewertet wurde nach der Qualität der Treffer, dem Verhältnis der informativen zu den Werbeergebnissen, der Bedienungsfreundlichkeit sowie dem Umgang mit personenbezogenen Daten.

Nachhaltig: Wegreen

Nachhaltigkeitsampel WegreenNach eigenen Angaben handelt es sich bei Wegreen um „die erste umfassende grüne Suchmaschine für Nachhaltigkeit“, die 2010 entwickelt wurde. Nach einem Ampelsystem werden die Suchergebnistreffer, die man von Bing bezieht, hinsichtlich Nachhaltigkeit bewertet und in der Ergebnisliste rot, gelb oder grün markiert. Dazu nutzt Wegreen verschiedene Quellen; auch die Nutzer selbst können eine Bewertung abgeben. Im Interview mit gruenderszene.de äußert sich der Gründer Maurice Stanszus selbst über die Suchmaschine.

Mit !Bang: DuckDuckGo

Suchergebnisseite DuckDuckGoVor allem mit dem Schutz der Privatsphäre versucht DuckDuckGo seit vier Jahren, sich gegen den Marktführer Google durchzusetzen. In der Standardeinstellung werden keine Cookies gesetzt und Nutzerdaten werden ebenfalls nicht gesammelt. Die Optik erinnert ein wenig an die Anfänge von Google: minimalistisch, übersichtlich, ohne Werbeanzeigen und in der Anwendung überzeugend. Sehr praktisch ist außerdem die „!Bang“-Funktion: Das Hinzufügen von bestimmten Abkürzungen in Verbindung mit einem Ausrufezeichen führt direkt zu bestimmten Websites wie Amazon, Wikipedia etc. Über den Pfeil rechts neben dem Eingabefeld sind die gängigsten Zusätze aufgeführt.

Wissenschaftlich: Wolfram Alpha

Wolfram Alpha ist eine semantisch arbeitende Suchmaschine aus Großbritannien, die als Ergebnistreffer nicht einfach Links anzeigt, sondern eine inhaltliche Antwort geben will – basierend auf einem mathematischen Programm. Daher erhält die bisher ausschließlich englisch-sprachige Suchergebnisseite in der Regel einen Treffer mit weitergehenden Informationen in Form von Daten, Infografiken oder Bildern. Besonders gut geeignet ist Wolfram Alpha z. B. für mathematische Berechnungen, statistische Auswertungen oder die Umrechnung von Maßeinheiten und Währungen. Auf viele Suchbegriffe gibt es hingegen (noch) keine exakte bzw. gar keine Antwort. Seit kurzem liefert die iPhone-App von Wolfram Alpha auch Ergebnisse zu deutschen Suchanfragen.

Zweigeteilt: Melzoo

Suchergebnisseite MelzooDas Besondere an der ebenfalls englisch-sprachigen Meta-Suchmaschine Melzoo (Beta) ist die Zweiteilung des Browserfensters. Während links die Ergebnistreffer angezeigt werden, gibt es rechts eine Vorschau der einzelnen Ergebnisse. Statt jeden Treffer anklicken zu müssen, reicht es, die Maus über die jeweiligen Ergebnisse zu bewegen, um eine Großansicht zu erhalten und sich für die relevante Website zu entscheiden. Obwohl man unterhalb des Eingabefensters ein Häkchen setzen kann, um ausschließlich deutsche Ergebnisse angezeigt zu bekommen, klappt das tatsächlich nicht immer. In der Regel sind auch bei deutschen Suchanfragen einige englische Treffer dabei  – je nach Begriff mehr oder weniger. Positiv ist hingegen die Möglichkeit, Weerbeeinblendungen zu unterdrücken.

Nachtrag 2015: Inzwischen ist diese Suchmaschine schon wieder offline.

Anonym: Ixquick

Suchergebnisseite IxquickIxquick nennt sich selbst „die diskreteste Suchmaschine der Welt“. Die Meta-Suchmaschine stammt aus den Niederlanden und hat sich verpflichtet, Nutzerdaten weder zu erfassen noch zu speichern. Bereits 2008 erhielt Ixquick das europäische Datenschutzgütesiegel European Privacy Seal. Seit 2010 ist es möglich, über Ixquick komplett anonym zu surfen. Statt auf eine Website in der Ergebnisliste zu klicken, kann unterhalb des Ergebnisses ein Proxy-Dienst aktiviert werden. Die eigene IP-Adresse kann so nicht erfasst werden. Der daraus resultierende Nachteil ist die Geschwindigkeit: es dauert alles ein paar Sekunden länger.

Barrierefrei: Oneseek

Suchergebnisseite OneseekUm eine Meta-Suchmaschine handelt es sich auch bei Oneseek. Die Ergebnisse kommen u. a. von Google, Bing und Yahoo und werden barrierefrei aufbereitet. Die Seite enthält so gut wie keinen grafischen Schnickschnack, die Schriftgröße ist direkt auf der Suchergebnisseite variierbar. Gesucht werden kann außerdem nach Bildern, Videos, Nachrichten Karten, Routenplaner etc.

Für Kinder: Blinde Kuh

Startseite Blinde KuhBlinde Kuh ist eine Suchmaschine speziell für Kinder, die 1997 an den Start ging und inzwischen vom Bundesministerium für Familie gefördert wird. Sie ist in verschiedene Themenbereiche unterteilt wie Suchen, Lernen, Forschen, Lesen etc. Trotz einer Suchfunktion liegt der Schwerpunkt der Suchmaschine eher auf den kindgerechten redaktionellen Inhalten.

Links mit weiteren Suchmaschinen

www.leipzig-sachsen.de
www.suchmaschinen-datenbank.de