E kölsch Leed (Karneval in Kölle 2009/2010)

Kölle Alaaf!!!!

… jajaja, und „Halt Pohl“ und „Helau!“, um die größten NRW-Karnevalshochburgen jenseits von Kölle am Rhing abzudecken… Es ist also wieder so weit: Die Session 2010 hat begonnen. Und da möchte der feynschliff-Blog auch auf das Lied von befreundeten Künstlern hinweisen und es empfehlend befördern. Werbung machen für…

„E kölsch Leed“

fabamaxinet

Denn…

Franzuse, Römer, Brunge
Mit Füer un mit Stahl
Üch hammer jet jesunge
Ihr wohrt uns drissejal

To make a long story short: So viele Karnevalslieder mit wirklich anspruchsvollen Texten gibt es nun ja nicht! Deshalb hier der Solitär, der Musik-Tipp für den heutigen 11.11. und den Rest der Session:

Guido Krutwig & Fatal Banal: „E kölsch Leed“. Eine Hörprobe finden Sie [hier].

„Alaaf, Halt Pohl & Helau!“ wünscht

Der Praktikant

 

Literatur-Nobelpreis 2009 für Herta Müller!

… es hat ja schon Tradition, die Entscheidungen der Stockholmer Akademie nicht immer und sofort nachvollziehen zu können.

Und 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, mag es – neben der Literatur selbst – Gründe für diese Entscheidung geben. Der Nobelpreis für Literatur geht also an Herta Müller. Aber wie immer sind da auch Menschen, die dieses Votum eben nicht nachvollziehen können und sich zu launigen Stellungnahmen entschließen. In diesem Fall war es Proto-Kommissar Carl, der sich meinungsstark äußerte:

Ich habe bei Böll nicht geweint, ich habe bei Grass nicht geweint, nicht einmal bei Jelinek habe ich geweint. Aber bei Herta Müller, da weine ich. Sie können nicht lesen, diese Schweden. Sie können es einfach nicht. Von Rudolf Eucken bis Herta Müller, sie können es einfach nicht.

Diese Worte lasse ich jetzt erst einmal auf Euch und mich wirken. Und muss mir demnächst mal wieder „Schtonk!“ anschauen.

Wer fordert folgerichtig den Literatur-Nobelpreis 2010 für Joachim Lottmann (für das Gesamtwerk und seine Reiseberichte aus Indien)?

lotte_lottmann

Der Praktikant

Deutschland versus Holland….

Ein Fußballfreund des Praktikanten hat mal wieder ein sehr schönes Bild geschossen:

Foto: Volkhard Patten

Foto: Volkhard Patten

Deutsche Pommes * Frische Fischbrötchen“ versus „leckere Fischbrötchen + holländische Pommes„.

Bei diesem Kulturkampf (hüstel) hat der Konsument, Wanderer und Ausflügler wirklich die Qual der Wahl. Der Fußballfreund schreibt dazu:

Ach ja, hab noch ein Bild [gross hier] für Dich / Euch…. Der ewige Kampf zwischen Deutschen und Holländern….

Ja, auch wenn die korrekte Bezeichnung „Niederländer“ ist, so gilt es doch, sich langsam auf die Weltmeisterschaft 2010 in der Republik Südafrika einzustimmen…. und damit kann man ja gar nicht früh genug beginnen 😉 – es muß ja nicht immer so meinungsstark wie Götz Widmann sein. Und das Dummenapo’stroph von „Uwe“ interessiert nun wirklich auch niemanden mehr, denn das Thema ist wahrlich zu ausgelutscht, meint…

Der Praktikant

Skandal: Hans-Martin ist mir total schnuppe!

Als Permatwitterer weiß ich mittlerweile, was der Hashtag #SdR zu bedeuten hat. Und während ich mich gestern analogen Daten (so-called „Büchern„) und blip.fm widmen wollte, und nur mit einem halben Auge meinen „Social Stream“ verfolgte, gingen auf einmal alle ab wie Schmitz‘ Katze:

Irgendwie war der gestrige Kandidat bei „Schlag den Raab“ wohl kein wirklicher Sympathieträger und das wurde auf Twitter auch meinungsstark kundgetan. Irritiert stellte ich fest, dass auch die eigentlich Vernehmungsfähigen sich an dieser Hexenjagd 2.0 beteiligten: Wahrlich irritierend!

Das Hashtag #HassMartin machte blitzschnell die Runde, die gesamte Twitter-Gemeinde drosch auf Hans-Martin ein, votete in einer Twitter-Umfrage gegen Hans-Martin.

Die Chefin schaute sich heute mal die Tweets zum Thema an und kam zu folgendem Ergebnis, bei dem ich nur den 100-percent-agree-Button drücken kann und das ohne Anflug von Einschleimerei:

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Und wenn Hans-Martin vom Publikum trotz seines Sieges ausgebuht wird, kann es Gründe dafür geben, die nicht beim Publikum liegen müssen… Ich habe die Primärquellen weder gestern noch heute herangezogen. Aber muss man dann auf Twitter so hinterherkarten? Befände ich mich heute im Betroffenheitsmodus, würde ich moralschwanger schreiben: Der nächste Hass-Martin – das mediale Schlachtopfer – kannst Du selber sein! Niemals vergessen bei der Hexenjagd 2.0.

Doch weil ich’s leid bin, folgt jetzt einfach mein schauderhaftes, mich aus der Gemeinschaft der twitternden Ernstmeiner (?) setzendes, Bekenntnis:

Hans-Martin geht mir am Arsch Popo vorbei. Und auch seine laufende Nase ist mir total einerlei. Wer hat den unglaublichen Mut, dies mit einem sardonischen Lächeln zu bekennen?

Der Praktikant

Wenn Unternehmen twittern

Man bekommt ja alle naselang vermeintlich lustige URL, Bildchen-e-mails und PowerPoint-Präsentationen zugesandt. Und sie sind zumeist alles – aber auf keinen Fall lustig.

Doch diesmal wurde uns ein Blogbeitrag zur Kenntnis gegeben, der zwar Bürohumor zum Thema hat, aber dennoch lustig ist. Auf Trendopfer findet sich der fiktive Mailverkehr zum Thema „Wenn Unternehmen twittern„… unbedingt anschauen!

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Das Schlimme daran:

Man kann es sich sehr, sehr gut vorstellen, dass es bei einigen Unternehmungen exakt so abläuft! Denn nicht alle haben die Zeichen der Zeit erkannt…

P.S.: Eine Linkliste zu twitternden Unternehmen finden Sie [hier].

Kommunikationsinstrument Brötchentüte (2)

Tja, manchmal reichen wenige Worte: Was die Bundesregierung kann, kann vodafone schon lang!

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Wer nahm die Brötchentüte aus einer Bäckerei heute mit und ein Photo davon auf?

Der Praktikant

Die Nachhutgefechte der „Generation Upload“…

Seit dem Artikel „Sascha Lobo hält die Twelt in Atem“ verfolgt der Praktikant halbherzig die Blogartikel und die (semi-)offizielle Meinung zum Thema vodafone-Kampagne. Und abgesehen davon, dass wir immer besser überwacht werden können – da sollte der Praktikant auch mal häufiger die BleiBeere auf „Aus“ stellen – wird es nun täglich bunter. Laut Spiegel online – in einem Artikel ohne unpassende Werbung 😉 – hat „Schnutinger aufgehört zu bloggen, ich zitiere:

Liebe Blogleser, die Vodafone-Kampagne hat in der Blogosphäre für mehr Trubel gesorgt, als ich ahnte. Ich könnte darüber einiges schreiben und es richtig stellen, verkneife es mir aber, weil mir ab jetzt anscheinend ohnehin jedes Wort im Mund umgedreht wird und rechtfertigen, klarstellen, all dies überhaupt keinen Sinn mehr hat.

Das alles ist schon extrem krude! Die Werbung ist das eine, aber wenn mir persönlich nicht mehr geglaubt wird, dann geht nichts mehr, dann bleibt nur eins: Der Rückzug. Ich werde vielleicht irgendwann an einer ganz anderen Stelle, ganz anders weitermachen, gewiss werde ich nicht mehr Web 2.0 machen.

Dann habe ich mir mal den Grund angeschaut. Die Kommentare zum Gastbeitrag auf dem vodafone-Blog sind zum Teil, ich formuliere es betont zurückhaltend, sehr „geharnischt„. Aber auch in anderen Beiträgen ging es gewaltig zur Sache. Ich bin wohl doch noch zu sehr web 0.2 – die Reaktionen und diese Ein-Eindeutigkeit der Ablehnung hätte ich so nicht erwartet. Da muss ich wohl noch einiges lernen. Einen Überblick über die bisherigen Ereignisse findet sich bei Don Alphonso. Und doch erwächst in mir ein weiterer Eindruck:

Irgendwie existiert zu wenig Meta-Rheinländertum in der Blogosphäre. Mir fehlt das Moment des „Leben und Leben lassen“ in der Sache. Das hat alles schon etwas von Glaubenskrieg, findet, weiterhin die Geschehnisse beobachtend…

Der Praktikant

Das Bäckerhandwerk dringt mehr und mehr in die Alltagskultur ein!

Gibt es eine „hidden agenda“ des Bäckerhandwerks, die der Praktikant nicht kennt, nicht auf Anhieb durchdringt? Sollte ich mal wieder die Bäckerblume lesen, um á jour zu sein? Mir stellt es sich im Moment so dar, dass das Bäckerhandwerk mehr und mehr in die Alltagskultur eindringt. Während SB-Bäckerei-Ketten wie beispielsweise BackWerk und BillyBack zunehmend den handwerklichen, den traditionellen Bäckern zusetzen und Kunden abnehmen, suchen diese sich scheinbar neue Betätigungsfelder.

Erst kooperieren sie mit dem Finanzministerium und transportieren Botschaften der Regierung mit, nun scheinen sie sich auch noch dem Backsport, ähem, Boxsport zu widmen, zumindest stellt der Videotext der ARD es so dar:

halbschwergewicht

Die ARD hat anscheinend herausgefunden, dass der Boxer Jürgen Brähmer seine Linke in den Backofen legt. Wie ist es sonst zu erklären, dass diese „kross“ geschlagen ist? Was kommt als nächstes? Der Gegner hatte nach dem Treffer ein ganz schönes Teilchen am Auge?! Und: Wer wird versuchen, der Sache investigativ auf den Grund zu gehen?

Der Praktikant

Die Kölner Kulturinitiative „Kölner Komment“

Es muss sich ja nicht immer um Kalk drehen, manchmal geht es um das ganze Köln, das Köln in unseren Köpfen und Herzen, es geht um Kultur in Köln, um diesen Aufruf:

toilettentuer

Es geht auch nicht um das unterstützende Poster aus der StadtRevue, das jetzt an einer Toilettentür in Köln-Kalk hängt, es geht um diesen Aufruf des Kölner Komment!

Was ist der Kölner Komment?

Prominente werben für kulturelles Engagement der Domstadtpolitiker
Auch wenn rund 85 Prozent der Archivalien inzwischen geborgen worden – drei Monate nach dem Einsturz des historischen Stadtarchivs in Köln sind bei vielen die Wunden des Ereignisses noch lange nicht verheilt. Kulturschaffende der Domstadt wollen nun mit der Initiative „Kölner Komment“ ein Zeichen setzen. [Einen Audio-Beitrag von Birgitt Schippers „Die Kölner Kulturinitiative ‚Kölner Komment'“ vom 29.5.2009 finden Sie [hier]]

Gründungserklärung der Initiative „Kölner Komment“
„Bereits vor Einsturz des Kölner Stadtarchivs war erkennbar, dass es große Defizite im Umgang der Stadt mit ihrer Kultur gibt, die eine lebendige Entwicklung kultureller Projekte behindern und das kulturelle Erbe der Stadt gefährden. Viele Kölner Bürger fordern nun nachdrücklich von den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung Transparenz der Entscheidungsprozesse ein, mehr Verantwortungsbewusstsein und konkrete Schritte für einen Neubeginn.

Die Initiative „Kölner Komment“ möchte in dieser Situation ein Zeichen setzen. Der offene Aufruf von Kölner Bürgern wendet sich an alle Kölner und Exilkölner über Parteigrenzen hinweg und wirbt für ein nachhaltiges kulturelles Engagement in dieser Stadt. In der Juni-Ausgabe des unabhängigen Kölner Monatsmagazins StadtRevue erscheint ein offener Brief mit einem Künstlerposter, gestaltet von den Künstlern Kira Bunse und Johannes Wohnseifer. Es ist Auftakt einer Serie, die in den kommenden Monaten mit weiteren Statements und Künstlerplakaten fortgesetzt wird (unter anderem mit den Künstlern Albrecht Fuchs, Gert und Uwe Tobias, Astrid Klein).

Das Unternehmen in Kooperation mit der StadtRevue steht unter der Schirmherrschaft des Kölnischen Kunstvereins. Hundert Unterzeichner haben sich dem Aufruf bereits angeschlossen. Zu den Erstunterzeichnern des offenen Briefes gehören unter anderen: Marie-Luise Angerer, Kunsthochschule für Medien / Gerhart Baum, Bundesminister a.D. / Bettina Böttinger, Journalistin und Produzentin / Uta Brandes, Köln International School of Design / Albrecht Fuchs, Fotograf / Guy Helminger, Schriftsteller / Kasper König, Ausstellungsmacher / Helge Malchow, Kiepenheuer und Witsch / Hans Nieswandt, DJ und Autor / Rosemarie Trockel, Künstlerin / Martin Stankowski, Stadtbilderklärer / Wolfgang Strobel, Sammler / Manos Tsangaris, Komponist / Johannes Wohnseifer, Künstler.“ [Quelle: domradio.de]

Tja, Köln war mal eine Kulturstadt, was die Bildende Kunst angeht – auf Augenhöhe mit New York. Eine Weltstadt. Und doch gewinnt man den Eindruck, dass diese Zeit nicht gute 20 Jahre her ist, sondern eher 200 Jahre. Sobald es einen Internetauftritt des Kölner Komment gibt, werde ich diesen verlinken und regelmäßig über die Initiative informieren.

Ansonsten bleibt mir nur die Versicherung, dass feynschliff diese Initiative rückhaltlos unterstützt.

Google macht die Welle! (Google Wave)

Man könnte so wunderbar kalauern:

Lars R. and the Waves“ und im Achtziger-Text weiter, „Googles New Wave„, „Hier kommt die Flut!„, „Google macht die Welle!“ und so weiter. Aber am besten beschreibt die Überschrift von oben das Geschehen. Und bei einer Recherche nach Links stelle ich empört 😉 fest, dass der Mediendienst Kress die gleiche Idee wie der Praktikant hatte. Oder hatte ich die gleiche, kresse Idee? Egal. Worum es geht:

Auf der jährlich stattfindenden Google-Entwicklerkonferenz I/O in San Fransisco stellte Programmierer Lars Rasmussen den Dienst Google Wave vor, eine Art E-Mail 3.1 (um das abgegriffene 2.0 zu vermeiden). Google Wave ermöglicht es mehreren Nutzern gleichzeitig, sich in Echtzeit zu unterhalten und Informationen (Fotos, Videos, Maps und Dokumente) auszutauschen und gemeinsam zu bearbeiten.

Bei Kress heißt es weiter:

Google stellt die Software zunächst einigen Entwicklern zur Verfügung und hofft auf Verbesserungsvorschläge und Anregungen. Später dieses Jahr soll die Anwendung für die Öffentlichkeit freigeschaltet werden.

Das scheint dann –  im Gegensatz zu Kalk – wirklich das nächste große Ding werden zu können. Und was ist das Ziel der Anwendung?

„‚Das Ziel ist es, eine neue und schnellere Form der Kommunikation und Zusammenarbeit mit zusätzlichen Möglichkeiten zu schaffen‘, teilte Google mit.“ (Claudia Frickel)

Hört, hört! Und wer las bei heise online, dass  der Veröffentlichungstermin laut Google „später in diesem Jahr“ liegen soll? Dass Google Wave die E-Mail revolutionieren will?

Der Praktikant