Landleben Kalk – die Vögel.

So langsam versteht der Praktikant, was die aktuelle Printausgabe der STADTREVUE auf Seite 53 damit meinte, als sie Kalk als „das heterogene rechtsrheinische Quartier“ bezeichnete. Da ging es implizit nicht nur um Gentrifizierungsansätze, nein, wohl auch um eine Renaturisierung Kalks. Oder dreht ein Hitchcock 2.0 gerade eine Neuauflage der Vögel?

Nein, es sind nicht nur Flugratten Tauben, die in Balkonnähe nisten und groß wie Enten sind (Fukushima?) – es geht vor allem um die permanenten Luftkämpfe und Revierstreitigkeiten der Vögel in Kalk. Unlängst, als mal wieder ein Amsel-  und ein Elster-Paar in bizarre und LAUTSTARKE Revierkämpfe verwickelt waren, konnte der Praktikant einen gewissen Grad der Enerviertheit nicht leugnen. Er wollte auf dem Balkon den Feierabend nach dem Brotberuf genießen und dachte sich: „Dafür wohne ich doch nicht in der Stadt!

Und dann kam ein Amseljunges (?) und flog flüchtend, nach dem Angriff einer Elster – einer StuKa gleich – direkt durch die offene Balkontür ins Wohnzimmer. Großartig:

Unnötig zu erwähnen, was kleine Vögel auch in großem Umfang tun, wenn sie Angst verspüren. Rumkoten. Mit einer Zeitung bewaffnet (damit man das Tier nicht mit den Händen berührt – das soll man nicht tun, wusste der Stadtjunge) und unter Öffnung aller Panoramafenster gelang es, das Insekt die Amsel (?) das Tier wieder unversehrt nach draußen zu befördern.

Was soll denn das? Wir sind doch in der STADT! Es heißt STADTTEIL von Köln. Wer hofft, dass der Plastikrabe aus dem Ein-Euro-Shop endlich mal seinen Job ordentlich macht?

Der Praktikant.

Big BILLY is watching you!

Während man sich im sozialen Netz zum Teil freiwillig sehr gläsern macht, über Vorratsdatenspeicherung diskutiert wird, fuhr dem Praktikanten am letzten Brückentag der Schreck in alle Glieder. In der Welt des Schmerzes, im sogenannten IKEA, fühlte er sich nicht nur transparent, gläsern, beobachtet, nein, durch und durch… ertappt:

BILLY weiß, dass Du viel liest… und dich selten von Büchern
trennst.

Woher weiß BILLY das? Es war eine Mischung aus Josef K. und 1984, die jede Faser seines Körpers durchzuckte. Die weisen Worte von Bernd Begemann („Wir sind alle, wir sind alle – in der IKEA-Falle!“) erhielten eine tiefe Bedeutung.

Wer fand diesen Augenblick höchst gespenstisch?

Der Praktikant.

P.S.: Und warum überhaupt duzen ihn alle bei(m) IKEA?

Ausgehtipp für Köln: „Blauer König“ in Kalk

Allen Menschen, die sich auch mal auf die andere Rheinseite trauen, auf die rechte nämlich, sei an dieser Stelle mt Nachdruck der „Blaue König“ anempfohlen!

Zum Jahresende 2007, nach zehn Jahren, in denen der „Blaue König“ eine positive Singularität nicht nur auf der rechten Rheinseite war, hatten die damaligen Betreiber genug, verließen Köln und es schloß sich eine wechselvolle Geschichte in den Jahren 2007 bis 2009 an, mit betont dilletantisch vorgetragenen Spargelschälversuchen, vergessenenen Getränkebestellungen, Öffnungszeiten nach dem Mondkalender und überforderten Kellnern & Köchen. Ein Intermezzo also, das man getrost vergessen kann. Die ganze leidvolle Zeit kann man hier auf Qype im Detail nachlesen.

Doch seit dem Sommer 2009 ist der aktuelle Pächter dort – und seit dieser Zeit kann man das Café und Restaurant wieder nur allerwärmstens empfehlen. Das Sünner-Kölsch ist dort immer gepflegt & gut gezapft, der Wein sehr gut, der Gruß aus der Küche mehr als gefällig.

Man hat sich für eine „bekochbare“ und nicht allzu ausufernde Karte entschieden, was ich persönlich als Gewinn empfinde, da man sich dort einfach nicht verzettelt und die Gäste immer wieder mit abwechslungsreichen und spannenden Tagesangeboten überrascht.

Die Tarte flambée – eine Spezialität des Hauses, ist stets bemerkenswert gut und obwohl hauchdünn, sehr, sehr mächtig.

Vor allem ist ein Besuch zu empfehlen, wenn das Schnitzel Wiener Art auf der Tageskarte (handgeschrieben mit Kreide, wie ich noch nachtragen muss) angeboten wird! Ich habe ausserhalb Wiens und Bayerns selten so perfekte Schnitzel gegessen! Der Clou: In die Panade ist Zitrone gegeben – einfach mal selbst ausprobieren. Vor allem in Verbindung mit Spargel (stets sehr gut geschält) ein Gedicht…

Das Gleiche gilt aber auch uneingeschänkt für die exzellente Pasta…

… und besonders hervorheben muß man auch die selbstgemachten Kuchen, die zwar nicht in Auswahl, aber in Qualität sogar den Vergleich mit dem Schlechtrimen in Kalk nicht zu scheuen brauchen. Aber das wäre wieder eine ganz andere Geschichte. Nachdem man im Jahr 2010 endlich das „IKEA-Kirmesbesteck“ durch qualitativ besseres Werkzeug aus dem Hause „Franz Fürst“ ersetzte, habe selbst ich nichts mehr zu mäkeln 😉

Man kann einfach alles von der Karte ans Herz legen, sowohl die Flammkuchen als auch die Tagesgerichte sind von höchster Qualität und Güte, das Frühstück ist sehr gut und an Wochenenden bis 17.00 Uhr (!) bestellbar. Der Service ist bemerkenswert, die Bedienungen sind sehr, sehr freundlich (auch in Stoßzeiten und wenn’s hektisch ist) und das Ambiente, die Einrichtung und damit die Atmophäre sind toll. Hier wird man gerne und bewusst zum „Redundanzesser„, wie Jürgen Dollase es nennt. Wer es gerne noch detailierter haben möchte, der kann sich meinen Riemen, den ich als Langzeitbeobachtung auf Qype verfasste, durchlesen.

Die Öffungszeiten:
Dienstag bis Freitag von 11 – 24 Uhr; Samstag 12 – 24 Uhr und Sonntag von 9.30 -24 Uhr. Die Küche ist durchgehend bis 23 Uhr geöffnet. Montags ist Ruhetag.

Mein Vorschlag: Hingehen, genießen, einen eigenen Eindruck verschaffen und idealerweise hier oder auf rheinkilometer688 von eben diesen berichten!

Wer hat sich mit diesem Artikel 1:1 selber abgekupfert?

Der Praktikant

Diese Brauerei kannte ich noch gar nicht!

Man steht in der Bahn.

Man sieht bekannte kölsche Piktogramme…

Und sieht sich das Ganze darauf hin genauer an…

Und denkt: „Kölnisches Stadtmuseum? Hmmh. Diese Brauerei kannte ich noch gar nicht!

Wer denkt so?

Der Praktikant.

11.11.’11: Der verrückteste Tag des Jahres?!

Vergangene Nacht ist auch noch ein Sack Reis in China umgefallen…

Wer zieht den Hut vor soviel substantiellem und inhaltlich relevantem Journalismus?

Der Praktikant.

 

So lecker kann Marmelade wohnen.

Der feynschliff-Praktikant ist auf dem Weg zur Haupterwerbsarbeit und sieht frühmorgens dieses Plakat:

Das scheint die schlimme Idee, ein GAG, eines 14-jährigen Schülerpraktikantens zu sein.

Oder die finale Absegnung dieser Werbung scheint rund um den Aschermittwoch dieses Jahres gefallen zu sein. Wer möchte in einem Fettgebäck wohnen? Vor allem die Klinke auf dem Berliner (Kreppel, Pfannkuchen) … und diese Tagline… es ist alles so, so, so…. KÖLSCH!

Oder wie es launig auf Facebook diskutiert wurde: „Die Deadline für den Art Director war Aschermittwoch 8:00 Uhr, und alles was irgendwie greifbar war, war ein angebissener Kreppel Berliner vom Rosenmontag…“, “ ‎…und die ganze Mannschaft war noch besoffen.“

Wer teilt diese Meinung?

Der Praktikant

Update: Die Internetkampagne bedient sich der gleichen Berliner-Türklinken-Marmeladen-Bildsprache. Sogar animiert. Und wie geschmackvoll wirbst Du?

Die Schnapsfabik ist weg!

Bei einem Sonntagsspaziergang durch das Veedel erblickte der Praktikant… erst einmal gar nichts. Nichts. Eine Brache. Der Abriß war mir völlig entgangen. Wo früher die Schnapsfabrik war, und der großartige Kaugummiautomatenmann, da war: Nichts! Nur dieses Schild:

 

„Kalk kommt!!!“

Das ist ja völlig unstrittig. Aber so schnell? Und so gewaltig. Wer schlägt jetzt mal im Brockhaus (Print) das Stichwort „Gentrifizierung“ nach? Richtig:

Der Praktikant.

Wortspielhölle Köln!

Dachte man schon im letzten Jahr, es könne nicht noch viel schlechter werden…

becher_ist_das

… so belehrt einen das Karnevalsmotto, das Sessionsmotto für 2011 („Köln hat was zu beaten!“), wieder mal eines Becheren:

koeln_hat_was_zu_beaten

Wer wählt die 555-Humorpolizei?

Der Praktikant

20 Jahre Bürgerhaus Kalk

Heute findet also die große Feier statt: 20 Jahre Bürgerhaus Kalk.

20_jahre_buergerhaus_kalk

Moderiert wird die Veranstaltung von Sabine Putzler.

Das ist ein Besuchsbefehl für alle Kölnerinnen & Kölner rechts des Rheins (die anderen trau’n sich ja eh nich‘).

Wer ruft auf?

Der Praktikant


 

Designmutation oder -evolution? Bieretikett 2.0

Vor geraumer Zeit wies ich ja darauf hin, dass mir persönlich der Relaunch der Mühlenkölsch-Flaschen und Kronkorken nicht gefalle. Doch die ganze Tragweite wurde mir erst am letzten Samstag bewusst, als mich nichtkölsche Gäste, die das neue Design noch nicht kannten, darauf hinwiesen, wie sehr sich das Etikett geändert habe.

Also schaute ich es mir ganz genau an, zu Vergleichszwecken hatte ich ein altes Etikett behalten und piddelte sorgfältig einen neuen Mühlenkölschaufkleber ab. Hier der Vergleich im Bild:

evolution_oder_mutation

Meine Meinung: Das satte Grün ist perdu. Verdammte Moderne. Was meint Ihr: Wie findet Ihr das neue Mühlenkölsch-Etikett? Und heißt es „Relaunch“ oder „Redesign“ in Bierzusammenhängen? Fragt sich

Der Praktikant