Spiegel Online & die Werbung im richtigen redaktionellen Umfeld…

Eben hat ein Freund des Praktikanten mir einen fantastischen Screenshot zugeschickt. Der Praktikant als liberal-konservativer Lümmel hätte es nur wieder zurückgehalten, glaube ich. Also, in diesem Spiegel Online-Artikel, „MÖGLICHE ABFINDUNG FÜR PORSCHE-CHEF: Wiedeking winken 100 Millionen Euro„, war tatsächlich heute diese Anzeige zu finden:

spiegel

Da stellt sich die Frage: „Wer ist der Adressat dieser Anzeige?“ Sind es die Unternehmen, Entscheider, die sich über Porsche informieren? Wiedeking-Sympathisanten? Der Slogan „Mit Kurzarbeit die Krise meistern“ erscheint mir in Umfeld dieses Artikels, höchst vorsichtig formuliert, unpassend.

Oder hat da einfach jemand in der Online-Redaktion den Schlaf der Gerechten geschlafen? Was passieren kann. Ich will es sehr hoffen. Aber feynschliff bevorzugt neben Google AdWords-Kampagnen ja auch den Werbeträger Brötchentüte

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4 Comments

  1. […] “aus” stellen – wird es nun täglich bunter. Laut Spiegel online – in einem Artikel ohne unpassende Werbung – hat “Schnutinger“ aufgehört zu bloggen, ich zitiere: Liebe Blogleser, die […]

  2. Thomas sagt:

    Das Problem liegt meiner bescheidenen Meinung darin, dass sich in diesem Screenshot die gesamte Verantwortungslosigkeit, Ignoranz und Dekadenz bestimmter Teile unserer Gesellschaft widerspiegelt. Man könnte es natürlich auch einfach als mangelnden Anstand bezeichnen.

    Aber man sieht, so unterschiedlich können Ansichten sein.

    Gruß,
    Thomas

  3. schomb@ sagt:

    @Wolfgang:

    Hmmmh.

    Also ich bin der Meinung, dass man die Anzeige für ** diesen Artikel ** vielleicht hätte „unterdrücken“ können. Mein Bauchgefühl findet die Werbung in diesem konkreten Umfeld unpassend.

    Denn es lesen ja nicht nur die Entscheider den Spon-Wirtschaftsteil, sondern die von Kurzarbeit und Gehaltseinbußen unmittelbar Betroffenen.

    Das meine ich ohne den Hauch einer Neiddebatte oder nur ein Jota Populismus: Ich finde die Anzeige DORT deplaziert!

    Aber wie so oft im Leben, sind die Geschmäcker ja verschieden.

    Beste Grüsse, schomb@

  4. Wolfgang sagt:

    Adressat sind die Unternehmen, bzw. deren Entscheider. Absolut richtig. Die Anzeige erscheint ja nicht nur in diesem einen Artikel, sondern in jedem Artikel auf SPIEGEL ONLINE Wirtschaft. Weil die Entscheider in den Unternehmen SPIEGEL ONLINE Wirtschaft lesen. Wo genau ist jetzt das Problem?

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