Kalker Tagebuch (27)

27.04.2013:

Liebes Tagebuch, so langsam mache ich mir ernsthafte Sorgen um die Versorgungslage in Kalk:

Der EDEKA um die Ecke macht Ende Mai zu, der REWE in den “Köln Arcaden” wird ab dem 23. Mai 2013 für 3 Monate (sic!) umgebaut… Uff.  Meine Frau meinte  schon nach dem Einkauf, beunruhigt ob der kommenden Dinge: “Bestimmt  sprechen sie sich ab und der Umbau erfolgt, wenn auch der EDEKA zu hat.”  Ach, so viel würfelt Gott doch nicht. Man denkt also an nichts Böses und liest  dann im aktuellen REWE-Flyer (Analog! Papier!) die Worte aus Granit:

Unannehmlichkeiten” ist doch das Codewort der  Deutschen Bahn für Riesenkatastrophe? Atemlos studiere ich das Werbeblättchen abermals und die titaniceske Meldung über Horst Tappert wird unmittelbar von großer Sorge überlagert. Und dann gibt es ein Vierteljahr lang keine Deutschland- oder Tierbildchen an der Kasse?

Der Kalker Kunstkollege Edgar Allen Poepesto fragte sofort und folgerichtig:  ”3 Monate! Was wird da bitte gebaut?! Ein Atombunker? Ein Holodeck (ja,  ja, ja!)? Der Grundstein für den nächsten Dom?” Um dann weiter die richtigen und wichtigen  Überlegungen anzustellen und den Finger in die rechtsrheinische Versorgungswunde zu legen:

Aber nein, nichts dergleichen, es wird ja nur ‘um’gebaut… Schomberg  hatte vor einigen Monaten gemeldet, der REWE würde verkleinert. Was ist dran?  Wo führt das hin? Wer bezahlt? Oder ist es am Ende nur ein geheimer, ethnologischer Testlauf: Was passiert in Kalk, wenn der REWE zu macht? Menschen verhungern, verdursten, vermissen Dreadlockgirls am Kassenschalter. Was bedeutet dies für  die zeitgleich stattfindende Übernahme vom Edeka? Die Suggestivfloskel ‘Wir  entschuldigen uns für entstehende Unannehmlichkeiten’ verfestigt derlei Hypothesen.

Puuuh. Harter Tobak. Ich sollte mich intensiver mit REWE online  beschäftigen… Derzeit schwanke ich noch zwischen Hamsterkäufen &  Online-Lebensmittelkauf als “Päckchen nach drüben 2.0“.

Müssen wir auf der anderen Rheinseite Plakate aufhängen? Wer schickt Carepakete ins Rheinrandgebiet?

Wer kann uns aus der Luft versorgen? Dann ergäbe der Hubschrauberlandeplatz auf dem Kalkberg auch Sinn!

Schlußendlich:

Pennt Veedels-Ehrenbürger Tom Gerhardt?

Das Kalker Tagebuch wird unregelmäßig fortgesetzt.  Den kompletten Text der Ausgabe 1 – 26  findet Ihr als PDF auf der Seite des Kalker Kaffees.

Rauchverbot in Köln!

Es ist soweit:

Seit Mitternacht herrscht strenges Rauchverbot

Pünktlich seit Mitternacht in der Nacht zum 1. Mai trat das neue Nichtraucherschutzgesetz in Kraft, und diesmal wird es richtig ernst. Nicht nur Zigaretten, Shishapfeifen und E-Zigaretten sind dann in Clubs, Kneipen und Bars verboten. Auch Kinderspielplätze und U-Bahn-Stationen werden zur rauchfreien Zone erklärt.

Was bedeutet das für Menschen, die vom Glimmstengel nicht lassen können? Sie müssen nach draußen gehen. Immer häufiger wird man in Köln diese Aufforderung hören:

Aber:

Vor der Kneipe ist das Rauchen zwar weiterhin erlaubt, aber auch hier gibt es Einschränkungen: Dabei dürfen keine Getränke mit vor die Tür genommen werden.

Es informierte:

Der Praktikant

Iko Schaumbjörk inside Art Cologne

Der großartige Kalker Multi-Künstler Hartmut “Ernesto” Ernst hat es wieder getan – und einen radikalen Kunstfilm (Kamera, Text, Musik, Montage) veröffentlicht. Bescheiden wie er ist, formulierte er es jedoch so:

“(…) am letzten Wochenende hatte ich die Ehre, die Kalker Kunstikone Iko Schaumbjörk auf der Art Cologne zu begleiten. Das neunminütige Dokument zu diesem Event findet ihr hier:”

 

Chapeau, Ernesto! Oder mit Deinen Worten gesprochen:

Kunst wird erst zur Kunst, wenn man sie macht.

Ich freue mich schon auf das nächste Happening: “Iko Schaumbjörk erklärt dem lebenden Museumswärter dessen Job.” (CAF Heller).

Wer ist stolz wie Bolle?

Der Praktikant

Landleben Kalk – der / die / das Überlebenskünstler!

… und diese kleinen, tapferen Weichtiere überleben die neue Eiszeit sogar in Blumenkästen auf dem Balkon! Ein Wunder der Natur, während wir Menschen die ganze Zeit über den Winter und die Kälte lamentieren:

Wer ist begeistert?

Der Praktikant

Kalker Tagebuch (26)

02.03.2013:

20. Kalker Kaffee. Man, bin ich aufgeregt.

Das war die vorerst letzte Ausgabe des Kalker Tagebuchs - das ist kein Aprilscherz! Den kompletten Text als PDF findet Ihr auf der Seite des Kalker Kaffees.

Kalker Tagebuch (25)

25.02.2013:

Erfahren, daß das Büdchen vis-a-vis vom TrashChic zumacht. Und auch der Kiosk schräg gegenüber vom Edeka ist Geschichte.

GEGEN DAS MODERNE BÜDCHENSTERBEN!!!! ☑

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, schaut morgen [hier] in die vorerst letzte Ausgabe des Kalker Tagebuchs…

Kalker Tagebuch (24)

30.01.2013:

Heimlich taz gelesen, habe sie wie immer in die BILD gewickelt, um unentdeckt zu bleiben. Dort stand:

“Seit Jahren schon erzählt man sich in Köln, dass dieser sogenannte soziale Brennpunkt auf der rechten Rheinseite das nächste coole Viertel wird. In der Tat ziehen viele junge Kreative dorthin, angezogen von multikultureller Atmosphäre, niedrigen Mieten und den wenigen schönen Altbauten, die den Krieg überlebt haben.“

WO SIND DIE?

„Hohe Arbeitslosigkeit und viel Kriminalität sorgen für den schlechten Ruf des Viertels, sauber ist es in Kalk nur bedingt. Und doch atmet der Stadtteil einen aufregenden Vibe: Hier leben die unterschiedlichsten Kulturen miteinander, Künstler und Studenten bereichern das Viertel kreativ.”

Liebes Tagebuch, hier gilt für mich immer noch das Wort von Joseph Beuys: „Ich finde, wer in der Bundeswehr nicht kreativ sein kann,  der kann es auch nirgendwo anders sein!“

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden zwei Tagen [hier] weiter…

Kalker Tagebuch (23)

19.01.2013:

Kalk heute Morgen wieder sehr rustikal: Erst ein Riesenkotzfleck vor der Ernstmeiner-Eckkneipe, dann ex-t ein Afrikaner ein Reissdorf und erbricht sich umgehend in den Mülleimer. “Ist wieder sehr schön in Kalk am Morgen”, sagt meine Gattin… Nach der samstäglichen Rollatoren-Einkaufshölle sah ich 6 („sechs“) Polizisten, 1. Semester, die sich um Umumbe “Vollobumm” N‘Bele kümmerten:

“Setzen sie sich erstmal hin. Haben sie einen Ausweis dabei?”

Ich stelle mir vor, ich wäre in Berlin. Dann geht es wieder.

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden drei Tagen [hier] weiter…

Kalker Tagebuch (22)

17.12.2012:

Machen einen Spaziergang durch das Veedel. Erblicke im Schaufenster der Sünnerbrauerei einen Tannenbaum aus Sünnerbierkästen. Traumschön & auch ergreifend: „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie schön sind Deine Kästen!“

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden vier Tagen [hier] weiter…

Kalker Tagebuch (21)

27.11.2012:

Mit Geheimwissen geprahlt, das mir meine Lieblingskassiererin im lokalen Supermarkt um die Ecke steckte. Heute um 20.15 Uhr ist “Betriebsversammlung“. Der Inhaber oder Geschäftsführer, der Countryfan mit dem Schnorres und der guten Laune geht in Rente – und man weiß dort noch noch nicht, wie es weitergeht. Der “Juniorchef” will weiter LKW-Fahren, da man dabei mehr (!) verdient… mehr erfahre ich von meinem Kontakt am Donnerstag…. aber es sieht momentan übel aus für unseren kleinen Laden um die Ecke, der Mindesthaltbarkeitsdaten für völlig überschätzt hält….

29.11.2012:

Unter einem Vorwand erneut dort gewesen („Ich habe noch Alufolie vergessen“) und bei meiner Informantin das Ergebnis der Versammlung abgesaugt. Man wird im Sommer schließen.

Verdammt! Aber das ist Kalk – man kennt süsch, man hülft süsch.

Wenn Ihr wissen wollt, wie’s weitergeht, lest in den kommenden Tagen [hier] weiter…