Neuerburgstrasse 21 – “In meinem Badezimmer bin ich Kapitän!”

Neuerburgstraße 21 – “In meinem Badezimmer bin ich Kapitän!” Oder wie es auf der Seite des Schauspiel Köln so schön steht:

“Gregor Schneider wird in der Neuerburgstraße 21 für das Schauspiel Köln komplexe GEBAUTE RÄUME schaffen, die aus einer großen Halle ein klaustrophobisches, intimes Universum machen werden. Der Künstler begreift die Situation als dreidimensionale, begehbare Skulptur, welche den vorhandenen Raum zum Verschwinden bringt. Theaterressourcen werden in einem Maße genutzt, wie es in einem Museumsraum nur schwer möglich gewesen wäre. ”

Aus Spoilergründen vermeide ich eine genaue Beschreibung dessen, was die Mitarbeiter des Schauspiels Köln eine “Aufführung” nennen und ich als “Raumistallation” beschreiben würde. Nur so viel: Man zweifelt an seinem Fortkommen. Das gelingt dem Künstler aus Mönchengldbach-Rheydt sehr, sehr gut.

Bei der Einweisung, bevor man einzeln und im 5-Minuten-Abstand die Installation betritt, erfährt man: Sie betreten dunkle und helle Räume, die Reise ist als Einbahnstraße konzipiert, man verlässt das “Stück” an einer anderen Stelle, an der man es betritt.

Und – aus urheberrechtlichen Gründen - sind keine Bild- oder Videoaufnahmen erlaubt.

Ferner - ganz, ganz wichtig: Idealerweise soll der Besucher – im O-Ton – “keine Markierungen in den Räumen mit Lippenstift oder Kuli hinterlassen“. Und der Einweiser sagte etwas, dass noch deutlich wichtiger ist: Falls man in Panik gerät oder einen klaustrophobischen Anfall hat, kann man die Räume jederzeit durch die Notausgänge verlassen und wird dann von einem Mitarbeiter aus dem “Stück” geführt. Dann ist die Aufführung aber zu Ende.

In der Installation selbst durchläuft man einige Entwicklungen, die mit Zweifel, Wiederholung, Verlassen und Lenkung so beschrieben sind, dass man nicht allzu viel verrät.

Um es launig zusammenzufassen: Für etwa 15  Minuten zahlt man 8 Euro: Das ist deutlich günstiger als eine Minute Rechtsberatung durch Danni Lowinski. Und lohnt sich. Das Stück läuft noch bis zum 07.09.2014.

Umständlich: “Einladung zur gemeinsamen Nutzung eines AdWords-Kontos” annehmen

Eine Einladung zur gemeinsamen Nutzung eines AdWords-Kontos verschickt sich leicht. Die Einladung anzunehmen, sieht auch erst mal leicht aus, ist tatsächlich aber ziemlich kompliziert. Denn wenn man Pech hat und einfach drauflos klickt, hat man innerhalb kürzester Zeit ein neues Konto eröffnet, statt Zugriff auf ein bereits existierendes AdWords-Konto zu erhalten. Das ist nicht nur unnötig, sondern auch richtig ärgerlich, denn die dafür eingesetzte E-Mail-Adresse ist anschließend an das neue – ohne Absicht erstellte – AdWords-Konto gekoppelt und kann für ein anderes Konto nicht mehr verwendet werden (oder doch nur mit größerem Aufwand, s. letzter Absatz). Deshalb sollte man genau überlegen, was man tut, bevor man die Einladung zur gemeinsamen Konto-Nutzung annimmt – egal, ob es um einen Administrator-, Standard- oder einen einfachen Lesezugriff geht.

So funktioniert’s

Wenn ich auf den Link in der Einladungs-E-Mail klicke, öffnet sich ein Fenster, in dem folgende Angaben abgefragt werden:

1.    Ich habe eine E-Mail-Adresse und ein Passwort, die ich bereits für Google-Dienste wie AdSense, Gmail, YouTube oder Google+ benutze.
2.    Ich verwende keinen dieser Dienste.

Klicke ich auf den zweiten Punkt, weil er den Tatsachen entspricht, leitet mich Google direkt weiter zur Eröffnung eines neuen AdWords-Kontos. Das bestehende Konto, zu dem ich eigentlich eingeladen wurde, ist für mich an diesem Punkt schon nicht mehr erreichbar. Damit das nicht passiert, muss ich also zwangsläufig den ersten Punkt anklicken. Das geht aber nur, wenn ich über eine E-Mail-Adresse verfüge, die ich bereits für ein Google-Produkt, nicht aber für Google AdWords verwende. Trifft das auf keine meiner E-Mail-Adressen zu, muss ich ein neues Google- bzw. Gmail-Konto einrichten und habe dann direkt eine Gmail-Adresse – ob ich das nun möchte oder nicht. Erst dann kann ich auf den ersten Punkt klicken und habe anschließend die Wahl zwischen folgenden Angaben:

1.    Ich möchte mein bestehendes Google-Konto zur Anmeldung in Google AdWords verwenden.
2.    Ich möchte ein neues Google-Konto mit einem Nutzernamen und einem Passwort erstellen, die ich nur für AdWords verwende.

Ein Klick auf Punkt 2 würde erneut bedeuten, dass ich ein ganz neues AdWords-Konto eröffne. Aber inzwischen habe ich ja vorgesorgt und verfüge spätestens jetzt über ein bestehendes Google-Konto. Deshalb klicke ich auf Punkt 1 und muss mich im nächsten Fenster mit der E-Mail-Adresse zu diesem neuen Google-Konto anmelden. Die Person, die mich zur Nutzung des AdWords-Kontos eingeladen hat, erhält daraufhin eine Mitteilung darüber, dass ich die Einladung angenommen habe und muss dies noch einmal bestätigen. Dann endlich erhalte ich tatsächlich Zugriff auf das AdWords-Konto, ohne gleichzeitig aus Versehen ein bis zwei neue Konten eröffnet zu haben.

E-Mail-Adresse im AdWords-Konto ändern

Jetzt kann es natürlich passieren, dass ich mit dem Annehmen der Einladung zwar alles richtig gemacht habe, aber zum Beispiel nach einiger Zeit merke, dass die E-Mail-Adresse, die ich verwendet habe, für diese Zwecke nicht mehr geeignet ist – aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht war ich voreilig und habe eben doch aus Versehen ein völlig unnötiges AdWords-Konto eröffnet… Ich möchte die Adresse jedenfalls ändern und frage mich, wie das wohl geht. In Google AdWords selbst ist nichts dergleichen zu erkennen. Die AdWords-Hilfe zeigt mir eine Anleitung, die in der Praxis leider ins Leere läuft, weil die Funktion einfach nicht vorhanden ist. Kein Wunder, so oft wie Google die Benutzeroberflächen ändert… Geht es also doch nicht? Doch, es geht! Und die wirklich hilfreiche und sehr ausführliche Anleitung dazu liefert webongo.

Kölschie statt Belfie!

Der Printausgabe der titanic vom August 2014 entnahm der Praktikant die Existenz einer Praxis, die sich “Belfie” nennt. Hierbei handelt es sich, ich zitiere, um ein…

“selbst angefertigtes Fotoporträt vom eigenen Steiß.”

Das Attribut, dass ich dafür parat habe, reimt sich ebenfalls auf “Steiß“. Deshalb geht es nun um Widerstand:

Und sollte man dieses Vorgehen nun “Kölfie” oder “Kölschie” nennen?

Wer ist immer noch irritiert?

Der Praktikant

 

Niemals geht man so ganz: Auktion und Flohmarkt am 17.08.2014!

+ + + + Flohmarkt am Sonntag 17.08.2014! + + + + Los gehts ab 12:00 Uhr -  Auktion dann ab 14:00 Uhr! + + + +

Wie ihr ja wisst, werden wir zum 31. August das  Ladenlokal in der Kalk-Mülheimer-Str. 61-63 verlassen. Am Sonntag, den 17. August habt jetzt Ihr die einmalige Möglichkeit einige unserer geliebten Schmuckstücke zu ersteigern, sowie um diverse Erinnerungen an die Zeit im RAUM zu feilschen. Oder ihr kommt einfach vorbei, um ein Schnäppchen zu machen. Oder Kuchen essen. Oder Limo trinken. Oder einfach nur so….

Der Verein KALK FÜR ALLE e.V. und die Idee dahinter werden aber weiter leben.

In welcher Form genau und an welchem Ort dies geschehen wird, darüber entscheiden die Möglichkeiten, Ideen und Energien der kommenden Wochen…

Wir werden an dieser Stelle darüber auch weiter informieren! Denn es gilt diese Singularität in Kalk weiter zu unterstützten.

Geschützt: Kalker Tagebuch (34)

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Kalker Tagebuch (33)

14.08.2014

Liebes Tagebuch,

ich war schon wieder im Fanshop des 1. FC Köln in den Köln Arcaden. Nein, das wird nicht langsam zur Gewohnheit und ich bin auch nicht “umgedreht” worden. Und diesmal gewann ich meine Stimme schneller zurück als beim letzten Mal – vielleicht hat das Grauen mich schon abgestumpft?!

Es fehlte ja noch der Name der Zielperson auf dem Trikot. Nach Anruf des Fanshops und Postversand durch Zielperson konnte ich vor der Geschichte vermelden:

“Trikot ist gestern angekommen und geht heute in die FINALBEFLOCKUNG.

“Merci! Und am Freitag gibt es dann ein neues Kapitel deiner Odysse hinter der feindlichen Frontlinie im Internet…?!”

Was natürlich VÖLLIG ABWEGIG ist!

Akt II in der Hölle: Faust 2 - Die Rückkehr!

Als ob ich so mitteilsam wäre. Wir sind doch nicht im Buch “The Circle“. Auf jeden Fall habe ich diesmal eine neutrale Tüte mitgenommen. Und weil es niemanden interessiert, erwähne ich auch nicht die Tatsache, dass sich vor Ort noch folgender Dialog entsponn:

“Das dauert eine Viertelstunde, die Flockmaschine muss noch vorheizen. Wollen Sie so lange hier warten?”

Och nö.

Die Wahrheit muss nicht immer schlagfertig sein.

Faust auf Faust. Hart ganz hart.

Kalker Tagebuch (32)

06.08.2014

Der Trikotkauf

Liebes Tagebuch, letzten Freitag war ich im Fanshop des 1. FC Köln in den Köln Arcaden.

Dort habe ich als Geburtstagsgeschenk für einen Kölschen das neue Heimtrikot samt Beflockung erworben. Das Ausweichtrikot würde man ja noch nicht einmal seinem ärgsten Feind dedizieren. Nachdem ich die Erlebnisse also verarbeitet habe, kann ich das Erlebte nun endlich zu Papier bringen.  Was man für Ächte Vründe Echte Fründe nicht alles tut.

Die wichtigsten Infos, die ich in dieser Hölle aus rut un wieß mitnahm:

• Bei nicht mehr als 30 Grad waschen
• Trikot auf links drehen
• Nicht in den Trockner geben
• Keinen Weichspüler verwenden

Ich wollte über der Nummer 40 noch den Realnamen geflockt wissen.

“Oh, den müssen wir erst bestellen, der kommt erst nächsten Freitag (…) Wie wird der Name ’Faust’ denn geschrieben?”

“Na, Faust. Der Goethelümmel. Wie die Faust. Das ist kein Bier- oder Spitzname – der Herr heißt wirklich so.”

 Als es ans Bezahlen ging, ein weiterer schmerzhafter Stich:

“Sind sie EffZeh-Mitglied?”

Gott bewahre…!

 ”Wie?”

“Das ist für jemanden, der 40 Jahre alt wird und Ihrem Verein nahesteht. Haben Sie vielleicht eine neutrale Tüte für mich?”

 ”Nein.”

“Tschöööö.”

Um in Kalk nicht einen völlig falschen Eindruck zu hinterlassen, habe ich diese Tüte mit der fragwürdigen Aufschrift dann direkt in meine Laptoptasche gestopft. Was soll denn das Veedel von mir denken?

Vielleicht war alles etwas anders, aber so habe ich es wahrgenommen. Und so steht es geschrieben.

 

Sommerloch oder Totaleinfallslosigkeit?!

Ist das noch Sommerloch oder schon die Totaleinfallslosigkeit?

Die “Schlagzeile”…

Köln stöhnt – Wie schwül ist das denn?

… da muss man einfach dabei gewesen sein, oder? Vielleicht aber auch – ohne Schere im Kopf – mal den Weg zur Erwerbsarbeit überdenken, um diesen Automaten-Schlagzeilen zu entgehen. Aber längere Laufwege bei dieser Schwüle… schwierig!

Findet:

Der Praktikant

Sie ist da: Die süss-saure Gurkenzeit!

Unglaublich, das muss einfach noch einmal herausgestellt werden:

Statt süß-sauer mit Reis – China-Köche retten Enten-Familie. Mama und Küken hatten sich aufs Restaurant-Dach verirrt.

Jetzt habe ich alles gesehen. Qualitätsjournalismus! Da behaupte noch einmal jemand frech, Print sei tot.

Das toppt noch das Sommerloch aus dem letzten Jahr: “Rheinländer will auf den Mars auswandern“. Und eine weitere Frage bleibt: Ob diese Schlagzeile ebenfalls solch ein Stuhlgewitter auslöst wie der Greser & Lenz-Beitrag zum Mangel niedergelassener Ärzte?

Was meint Ihr?!

UNSER DAVID BOWIE HEISST HEINZ SCHENK!

"DA PACKT EUCH DAS KALTE GRAUSEN / UNSER DAVID BOWIE HEISST HEINZ SCHENK!"

Chefin und Praktikant waren in der David-Bowie-Ausstellung im Hipster-Disneyland, in diesem Berlin. Die fantastische Ausstellung wurde ob des großen Erfolges bis zum 24. August 2014 verlängert.

Die Heinz-Schenk-Ausstellung war grandios, aber ein knapp zweistündiger Informationsorkan… einfach zu viel von allem! Im wahrsten Sinne des Wortes: überwältigend. Und wenn es nach uns gegangen wäre, hätten es ein paar Bühnenkostüme weniger sein dürfen. Aber das ist die rein subjektive Sicht.

Ansonsten war Berlin ganz untypisch unberlinerisch und zurückhaltend und hat die zwei Jahre von Bowie in der Stadt nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt. Überraschend, wenn man mal die gut gepflegten Berlin-Klischees bemühen möchte.

Mein Lieblingsexponat (erinnerte mich frappierend an “Schtonk!” und den “Original-Führerpopel“) war:

Taschentuch mit Bowies Lippenstiftspuren, 1974

Das war aber nur eine Singularität – die anderen Ausstellungsstücke erzeugten keine Albernheit. Die Textentwürfe, Partituren, Filmausschnitte und LP-Coverentwürfe von Bowie waren sehr, sehr spannend. Was ich überhaupt nicht auf dem Radar hatte, war, dass der Bowie ganz akzeptabel malen kann. Es wurde ein Bild ausgestellt, man merkte, dass Bowie sich zu der Zeit sehr intensiv mit Heckel auseinandergesetzt hatte, „Berlin Landscape with James Osterberg, 1978“, das ich mir sofort ins Wohnzimmer hängen würde.

Wobei der Praktikant gerne ein wenig mehr über die Bowie-Anekdoten gehört hätte, als er mit Iggy Pop 1976 bis 1978 um die Häuser zog. Sie haben den derangierten Herrn Pop in eine Telefonzelle gesteckt und umgekippt. Was ganz schön blöd ist, wenn sie auf die Tür fällt. Sportsfreund Osterberg soll aber extrem ruhig geblieben sein und hat aus der liegenden Zelle, die erstaunlicherweise noch funktionierte, ein Taxi bestellt. Der Taxifahrer soll dann mit Hilfe einer Streifenwagenbesatzung die Zelle wieder aufgerichtet und so Mister Pop befreit haben.

Man könnte ja mit einigem Fug und Recht behaupten, das ewig schlechtgelaunte Endsiebziger-Kalte-Kriegs-Berlin sei die glücklichste Stadt der Welt gewesen, kulturell. Diese Zeit scheint heute weiter weg zu sein als der Ausbruch des 1. Weltkrieges.

Findet:

Der Praktikant.