Neues bei Google AdWords

Google Instant: Verschlechterung der Klickrate?

Das wichtigste Thema im letzten Monat, das auch Google AdWords betrifft, war sicher die Einführung von Google Instant. Das neue Feature für die Google-Suche (das in Deutschland bisher nur bei Anmeldung im Google-Konto funktioniert) bietet beim Eintippen von Suchanfragen mögliche Vorschläge zur Vervollständigung des eingegebenen Begriffs. Dabei werden die verschiedenen aktualisierten Suchergebnisse und AdWords-Anzeigen sofort angezeigt, was natürlich nicht ohne Auswirkungen auf das Suchverhalten bleiben wird.

google-adwordsLaut Google wird mit Google Instant schon dann eine Impression bei den AdWords-Anzeigen erzeugt, wenn ein Nutzer „länger als drei Sekunden keine Eingabe mehr vornimmt“. Die Vermutung lag also nahe, dass sich die Impressionen bei AdWords-Anzeigen erhöhen und sich damit die Klickrate verschlechtern könnte.

Bisher sind allerdings Meldungen auf dramatische Auswirkungen ausgeblieben, wie in Google Instant: Viel Lärm um nichts? ausführlich anhand einiger Beispiele beschrieben wird. Heise online erwähnt zudem unter Berufung auf einen Google-Sprecher, dass die Impressionen zwar durchaus steigen und die Klickraten sinken könnten, dass dabei aber „die Klickpreise unverändert bleiben: Die Klickrate wird relativ zur Klickrate aller anderen Werbetreibenden betrachtet.“

Sonja Gottschalk verweist in ihrem interessanten Blog-Artikel Google Instant’s finanzielle Auswirkungen aber noch auf einen anderen Punkt hinsichtlich des Suchvolumens, das sich verstärkt auf ohnehin häufig gesuchte Keywords fokussieren und die Klickpreise dadurch steigen lassen wird:

„Auch in Google AdWords lohnt es sich dann – im Hinblick auf den daraus resultierenden Traffic – weniger, (billige) Nischenkeywords zu buchen bzw. werden diese einfach weniger gesucht. Will man als AdWords-Kunde also eine möglichst große Reichweite erzielen, ist es umso notwendiger, Keywords mit größerem Suchvolumen und folglich höherem CPC zu buchen.“

Geänderte Richtlinien für AdWords-Nutzer

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass die Nutzung von fremden Markennamen als Keywords im Rahmen von Google AdWords mit europäischem Markenrecht vereinbar ist. Als Reaktion darauf hat Google die AdWords-Markenrichtlinie geändert, die seit dem 14. September europaweit gelten. Die Verwendung der Markennamen beschränkt sich jedoch ausdrücklich nur auf Keywords, nicht aber auf den Text der geschalteten Anzeigen.

Änderungen innerhalb Google Adwords

Das Keyword-Tool wurde aktualisiert und mit dem Keyword-Tool auf Basis von Suchanfragen kombiniert. Die Betaphase ist inzwischen beendet und das Tool ist uneingeschränkt nutzbar. Genauer beschrieben werden die Änderungen im Inside AdWords Blog.

Ebenfalls neu ist das AdWords-Targeting nach demografischen Daten. Es lässt sich nur im Display-Werbenetzwerk anwenden und ist erreichbar über Anzeigengruppe / Einstellungen / Erweiterte Einstellungen / Gebote nach demografischen Kritierien.

An derselben Stelle, aber noch im Beta-Status befinden sich die AdWords Kampagnentests ACE, mit deren Hilfe die Auswirkungen von Änderungen an Keywords, Geboten, Anzeigengruppen und Placements getestet werden können. Im Inside AdWords Blog werden die Vorteile folgendermaßen erklärt:

„Mit ACE werden Ihre Kampagnentests parallel zu den Originalkampagnen in einem simultanen Split-Test durchgeführt. Sie legen fest, wie viele der Zugriffe in Prozent auf die einzelnen Split-Tests angewendet werden und welche Änderungen Sie testen möchten. Durch die Unterteilung können Sie kleinere Tests mit beliebigem Anfangs- und Enddatum durchführen, ohne Sorge haben zu müssen, dass die Ergebnisse von saisonalen Schwankungen oder anderen Faktoren beeinflusst werden. Sie können dadurch die Auswirkungen besser einschätzen und haben über das Jahr verteilt mehr Chancen, Ihre Leistung zu testen und zu verbessern.“

Eine weitere Änderung, die  schon vor längerer Zeit begann und so gut wie abgeschlossen ist, betrifft das Berichtcenter. Nach und nach wurden sämtliche Berichte daraus entfernt und entsprechende Funktionen in die normale Benutzeroberfläche eingefügt. Das ist einerseits zwar praktisch, andererseits ist aber auch ein bisschen Dedektivarbeit gefragt, um die entsprechenden Abfragen wiederzufinden.

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