„Rolltreppen in Deutz“ – es könnte ein Werk von Michael Ende sein!

Ja, es hat sehr, sehr lange gedauert, bis die Rolltreppen in Deutz ausgetauscht wurden – an einigen Gleisen ist man sogar noch dabei. Es wurde unfassbar viel lamentiert und zu Recht beschwert, wenn man an Menschen mit Kinderwagen, Gepäck, Gehbehinderte und Ältere denkt. Deutz ist die totale Abwesenheit von Barrierefreiheit. Und es war auch für Menschen, die gut zu Fuß sind und kein schweres Gepäck dabei haben, sehr, sehr unerfreulich, wenn sich die Pendler auf der schmalen Treppe begegneten.

Und dann der Schock, der Praktikant dachte: Das ist doch nicht mehr mein Land! Für Gleis 1/2 wurde ein Ende der Austauscharbeiten – nach gut vier Monaten – zum 27.07.2017 avisiert – und was geschieht? Die Rolltreppe an Gleis 1/2 – meine Haus-und-Hof-„Rennstrecke“ – wurde 8 („acht“) Tage früher fertig. Potzblitz! Donnerlittchen!

Gehört Deutz nun wirklich noch zum „BER-Stuttgart-21-Nord-Süd-Bahn-Oper-Köln-Elphi“-Deutschland, das ich kenne? Acht Tage früher fertig. Unfassbar. Ungeheuerlich!

Nach nur anderthalb Wochen bot sich dann jedoch dieses Bild:

Die Rolltreppe war außer Betrieb. Vielleicht war ich zu früh unterwegs?!? Am nächsten Tag, später, das gleiche Bild. Und am dritten Tag schaute ich genauer hin und entschied mich flankierend für eine Kontaktaufnahme zur DB Regio via twitter. Die Antwort war leider sehr, sehr ernüchternd:

Ich gehöre zu den durchaus kritischen Begleitern der Deutschen Bahn, die mich in meinem bisherigen Leben viel Zeit & Nerven gekostet haben. Beispiele dafür finden sich auch auf diesem Blog zuhauf. Aber wer muss auch mal anerkennen, wenn die Deutsche Bahn Prügelknabe ist, ohne dass sie etwas dafür kann?

Der Praktikant

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