{"id":4464,"date":"2010-06-06T18:02:45","date_gmt":"2010-06-06T16:02:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feynschliff.de\/blog\/?p=4464"},"modified":"2024-12-23T12:39:25","modified_gmt":"2024-12-23T11:39:25","slug":"geheimtipp-in-prag-das-vsebaracnicka-rychta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.feynschliff.de\/blog\/allgemein\/geheimtipp-in-prag-das-vsebaracnicka-rychta\/","title":{"rendered":"Der Geheimtipp in Prag: Das V\u0161ebar\u00e1\u010dnick\u00e1 Rychta"},"content":{"rendered":"<p>Da der zweite Vorname des Praktikanten &#8222;Altruismus&#8220; ist, lege ich direkt los:<\/p>\n<p>Nach einem Besuch im Restaurant \u201e<a class=\"l\" href=\"http:\/\/www.ufleku.cz\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\"><strong>U Flek\u016f<\/strong><\/a>\u201c, das ich nach 21,5 Jahren unbedingt mal wieder besuchen wollte, waren wir doch etwas entt\u00e4uscht, da es zu einer reinen \u201e<strong>Touristenfalle<\/strong>\u201c geworden ist. Essen gut, aber es ist alles zur Kirmes verkommen bei sehr happigen Preisen und aufgedr\u00e4ngten \u00fcberteuerten Beckerovkas (79 Kronen).<\/p>\n<p><strong>Was k\u00f6nnte dem abhelfen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Etwas wie das \u201eU Flek\u016f\u201c vor der Samtenen Revolution w\u00e4re angezeigt. <\/strong>Dann kam ich auf die Idee &#8211; hatten wir doch W-Lan in unserer Unterkunft &#8211; \u201elass\u2018 uns doch mal bei Qype schauen, ob es da eine Empfehlung f\u00fcr typisch tschechisches Essen gibt?\u201c<\/p>\n<p>Und so kamen wir auf das&nbsp;<strong>V\u0161ebar\u00e1\u010dnick\u00e1 Rychta<\/strong>.<\/p>\n<p>Und <strong>hier schlagen zwei Herzen in meiner Brust: <\/strong><\/p>\n<p>1. Man darf den Laden nicht empfehlen, weil er dann kein Geheimtipp mehr ist und ein solch angenehmer Besuch, wie wir ihn Mitte Mai 2010 hatten, vielleicht nicht mehr m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>2. Alle Pragbesucher, die mal \u201eauthentische\u201c b\u00f6hmische K\u00fcche ohne Schnickschnack erleben wollen, sind aufgefordert, das&nbsp;V\u0161ebar\u00e1\u010dnick\u00e1 Rychta&nbsp;in der N\u00e4he der US-amerikanischen Botschaft zu besuchen.<\/p>\n<p>Durch diese T\u00fcr geht es&#8230;<\/p>\n<p>&#8230; und dann\u2026 kommt man in ein <strong>Interieur, das an eine Mischung aus Wiener Beisl, Eckkneipe und b\u00f6misch-k\u00f6lsches Brauhaus<\/strong> erinnert.<\/p>\n<p>Die Karte ist auf englisch und tschechisch.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfartige Kellner, halbfreundlich, jedoch charmant und jederzeit pr\u00e4sent, irgendwie in der k.u.k-Tradition Wiens &amp; Prags stehend, war jederzeit Herr der Lage und sprach ausreichend englisch, so dass wir mit einer kruden englisch-polnisch-deutschen Kommunikation unsere Bestellung aufgeben konnten.<\/p>\n<p>Ich setzte ferner u.a. mein gef\u00fcrchtetes Drei-Wort-Tschechisch (\u201eDobr\u00fd den!\u201c, \u201eDekuji\u201c, \u201eAhoj!\u201c) ein. Es waren fast nur Tschechen im Lokal, was mir, neben dem Umstand, dass es scheinbar der Treffpunkt der Prager M\u00e4nnergesangsvereine ist, sofort ein gutes Gef\u00fchl gab und die Chancen erh\u00f6hte, traditionelle und bodenst\u00e4ndige b\u00f6hmische K\u00fcche zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Und es gab all das, was man sich w\u00fcnscht: <strong>Rustikale Schweinebraten, Rind, Huhn, Serviettenkn\u00f6del, Speckkn\u00f6del, Rohe Kl\u00f6\u00dfe, Grillplatte b\u00f6hmischer Art.<\/strong><\/p>\n<p>Die b\u00f6hmische K\u00fcche ist nichts f\u00fcr Kalorienz\u00e4hler, Textur- und Sensorik-Freunde, das ist einfach <strong>bodenst\u00e4ndiges K.u.K-&#8222;Soulfood&#8220;<\/strong>!<\/p>\n<p>Und das gro\u00dfe Pilsener Urquell (0,5l) kostet nur 37 KC, also etwa 1,48 Euro. Hervorzuheben ist die unfassbare \u00dcbersicht des Kellners, der, obwohl allein agierend, neben der Aufnahme der Bestellungen und dem Servieren des Essens eine schnelle Bierversorgung gew\u00e4hrleistete, wie sie einem k\u00f6lschen Brauhaus ebenfalls zur Ehre gereichen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>To cut a long story short:<\/p>\n<p>Unbedingt besuchen, wenn man einen letzten Rest des nichttouristischen Prags sehen will.<\/p>\n<p>Wer ist immer noch begeistert?<\/p>\n<p><em>Der Praktikant.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da der zweite Vorname des Praktikanten &#8222;Altruismus&#8220; ist, lege ich direkt los: Nach einem Besuch im Restaurant \u201eU Flek\u016f\u201c, das ich nach 21,5 Jahren unbedingt mal wieder besuchen wollte, waren wir doch etwas entt\u00e4uscht, da es zu einer reinen \u201eTouristenfalle\u201c geworden ist. 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