Suchmaschine Qwant: mehr Datenschutz beim „Googeln“?

Seit ein paar Tagen ist in Deutschland die neue Suchmaschine Qwant am Start. Die französischen Gründer Eric Léandri und Jean Manuel Rozan versprechen mehr Privatsphäre und Datenschutz bei der Suche im Internet. So sollen keine persönlichen Daten gesammelt werden und Informationen zum Nutzerverhalten zumindest nicht dauerhaft gespeichert werden.

Die Suchergebnisse werden von Qwant bisher nicht selbst indiziert, sondern beruhen auf dem Index der Suchmaschine Bing. Sie werden in Spalten dargestellt, die Informationen von Nachrichtenseiten, Wikipedia, sozialen Netzwerken und gewerblichen Anbietern enthalten. Pro Spalte können weitere Suchbegriffe eingegeben werden, um die Suche zu verfeinern. Oberhalb der Ergebnisse sind Bilder und Videos zum Thema eingeblendet. Jeder Nutzer bekommt dasselbe zu sehen, denn personalisierte Seiten gibt es nicht. Es können jedoch sogenannte Notizbücher angelegt werden.

In Frankreich ist die Suchmaschine seit Januar 2013 online und befindet sich noch in der Betaphase. Daher ist nicht weiter verwunderlich, dass die ganz große Begeisterung bisher ausbleibt, weil doch noch vieles verbesserungswürdig ist. Schon jetzt wird Qwant aber auch großes Potenzial attestiert oder positiv hervorgehoben, dass sich die Suchmaschine besonders gut zum Stöbern eignet.

Ziel sei es, eine europäische Suchmaschine aufzubauen, so die Macher von Qwant. Gegen Google anzutreten, habe man dagegen nicht im Auge. Ob es ihnen dennoch gelingen wird, bleibt abzuwarten. Versucht haben es ja schon so einige…

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