EURO2012-Tagebuch (29)

[Halbfinale]

27.06.2012:

Portugal – Spanien (20:45 Uhr – Donezk – ARD ZDF)

Zur Vorbereitung auf die Begegnung des Abends folgendes Video, das auf „Nederland1“ – meines Wissens – als Vorberichterstattung zu Niederlande versus Portugal lief:

Heute wird also das Ibero-Derby gegeben, das Spiel „Gockel & Freunde“ gegen die Fußballlangweiler! Selbst aus berufenem Munde kam ein Lob für „Cristiano Ronaldo“, ich zitiere, ohne das ZAG (um ihn zu schützen) als Quelle zu nennen:

cr7 ist ein gockel und ein pfau und eine schwalbe, aber er ist auch ein großartiger fußballer, den ich, ja, es ist so, gerne spielen sehe. und eier hat er auf jeden fall, wir haben ja jetzt zweimal gesehen wie er das spiel in die hand und ein ganzes land auf seine schultern genommen  und eigenhändig ins halbfinale getragen hat. respekt. und in der alten diskussion „ronaldo oder messi“ war ich eh immer auf seiner seite. der messi ist doch ein eindimensionaler systemzwerg, der argentinische gomez in klein.

portugal gegen spanien im halbfinale wird ein hammerspiel.

Heute Abend sind wir dann alle wieder ein Stück schlauer. Ich könnte ja mit einer Analogie zum Turnier 1996 leben… und meine hier das mögliche Finale „Portugal gegen Deutschland

Der gestrige Tag:

Ronaldos Gel-Frisur: Bar Refaeli und Irina Shayk kriegen sich in die Haare.

Warum Deutschland Europameister wird.

Das sind die Schwachstellen der Italiener.

Dino Zoff: „Deutschland hat keine Schwachpunkte“.

Der deutsche Italiener.

Felix Magath hält Schweinsteiger für unantastbar.

Kinderfotos unserer großen Hoffnung gegen Italien.

 

Aufatmen beim DFB: Maulwurf gefunden

3.147.840 Minuten Nachspielzeit = Sechs Jahre Pizza-Boykott: Ein Fan macht Ernst.

Hall of Shame: divers in football.

Zitate des gestrigen Spieltags:

„Das wär’s doch: Wenn Klose (Lazio Rom) morgen für Deutschland in Polen die Italiener rausschießt…“ (OP Marburg)

Wenn das kommt, ist Holland in Not. Beim DFB sitzen doch viele schlaue Köpfe. Die sollten die Strafe noch mal überdenken.

(„Fan-Chef“ Thomas Weinmann zur brillianten Idee der DFL, dass Spiel Fortuna Düsseldorf versus Borussia Mönchengladbach als „Geisterspiel auszutragen…)

Erkenntnisse:

„Die Deutschen haben eine Top-Mannschaft. Wir respektieren sie, aber wir haben keine Angst.“ (Riccardo Montolivo am 24.06.2012)

Weitere wahre & wichtige Erkenntnisse aus dem ZAG, a.a.O.:

Auch interessant, daß nur noch die Gruppen B und C im Turnier vertreten sind. Eigentlich ein Argument dafür, das Teilnehmerfeld endlich wieder auf 8 Mannschaften zu schrumpfen, um die Anspruchsvolligkeit des Turniers zu heben, indem nutzloses Füllmaterial wie Schweden, Irland, Holland und England zuhause bleibt.

Aber nein, da erweitern sie das Ganze auf 24 Mannschaften (von 53!).  Das Äquivalent wäre eine Weltmeisterschaft mit hundert Teilnehmern, die [starker Kraftausdruck entfernt, HS]  von der UEFA, und auch das wird, wie wir alle wissen, nur eine Zwischenstation sein auf dem Weg zu 32 Mannschaften…

Leserresonanz:

Thünnwardt Tünnenson war als „Leserreporter“ teilhabender Beobachter unterwegs und ließ mir dankenswerterweise gestern seine Erkenntnisse samt Bildmaterial zukommen. Er, als Zuträger dieses EM-Tagebuchs, kehrt vor dem Checkin im EM-Studio Kalk oder TADESK immer noch in den Drachenfelskiosk in Köln-Klettenberg ein, der mehr als angemessen dekoriert erscheint:

Thünn Tünnenson führte weiter aus:

 „The coolest place to be vor jedem Deutschlandspiel.“ Betreiber Raffa (Bildmitte, unten) und die Stammkundschaft, allesamt ausserhalb der großen Turniere tausendprozentige Anhänger des hiesigen Fussballvereins (bis auf eine Ausnahme) können mit patriotischen Bedenkenträgern jedenfalls wenig bis nichts anfangen. Dort wird vor jedem Match Löws Aufstellung analysiert und die mögliche Taktik der Gegner seziert. Da bleibt für nationalistische Anwandlungen einfach keine Zeit.

Vielleicht geht die grüne Jugend einfach in die falschen Büdchen

Mir gefällt vor allem die Nachbildung des Henri-Delaunay-Pokals sehr, sehr gut! Weiter so, Klettenberg!

 

One Comment

  1. […] Thünnwardt Tünnenson verbreitet […]

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