“Ich hatte Twitterverbot erteilt!”

Kann sich noch jemand an den Film “Didi, der Doppelgänger” erinnern? Viele halten ihn für totalen Klamauk und nur der Praktikant besitzt die Mindermeinung, dass dieser Film – neben Loriot – als einziger wirklich die Alte Bundesrepublik erklärt wie kein zweiter. Dort gibt es die Szene, in der “Bruno Koop” (oder “Hans Immer” – ist halt ‘ne Verwechslungskomödie)  laut in einer Konferenz schreit:

Ich hatte Rauchverbot erteilt!

So in etwa stelle ich mir die Situation innerhalb der SPD-Fraktion vor. Da gibt es dieses neumodische Zeugs, dieses Twitter, und irgendwann flippt Peter Struck in der Sitzung völlig aus,  ruft wutentbrannt:

Ich hatte Twitterverbot erteilt!

Die twitternden SPD-Fraktionsmitglieder packen erschrocken und verängstigt ihre Endgeräte weg und legen beide Hände auf den Konferenztisch, um nicht noch weiteren Unmut des Fraktionsvorsitzenden auf sich zu ziehen. So in etwa stelle ich mir die Situation vor, über die die BILD berichtete. Ja, es gibt Dinge, die in einer idealen Welt nicht noch während der Evaluierungs- und Abstimmungsphase nach außen dringen sollten. Aber Twitter scheint die SPD sehr aufzuwühlen, im Artikel heißt es weiter:

Das Twittern aus nichtöffentlichen Sitzungen ist ein Ärgernis. Es kann nicht sein, dass da die Infos eins zu eins über das Internet verbreitet werden. [...]

Wirklich twitter-sicher wäre wohl nur ein Störsender, der während den Sitzungen die Kommunikation verhindert. In Frankreich wird das teilweise schon umgesetzt. Noch will die SPD aber nicht so weit gehen. Oppermann: „Wir suchen nach einer einvernehmlichen Lösung…“.

Klaus Eck hat die entscheidende Frage sehr treffend gestellt & formuliert:

“Wie bringt man den digitalen Geist zurück in die Flasche? Durch ein Twitter-Verbot für Abgeordnete?”

Und Thomas Pfeiffer hat schnell noch eine Liste getwittert, es ist ja Gefahr im Verzug:

Wer vorher noch mal allen followen will: Liste: http://webevangelisten.de/spd/

Wer wird die ganze Sache weiter verfolgen und auch genau betrachten, wie die anderen Fraktionen mit dem “Phänomen Twitter” umgehen?

Der Praktikant

Übersicht: Twitternde Unternehmen, Marken und Recruiting 2.0

Da twitter mittlerweile im Mainstream angekommen ist (auch wenn diesbezüglich durchaus andere Einschätzungen vorhanden sind), existieren diverse Listen und Zusammenstellungen von zwitschernden Firmen, Verbänden, Universitäten, Dienstleistern und – beispielsweise Fußballvereinen – die twitter zur Ergänzung ihres Kommunikationsangebotes nutzen.

Die simple Google-Suche “twitternde Unternehmen“…

twitternde_unternehmen

… liefert 895.000 Ergebnisse für den deutschen Sprachraum! Deshalb haben wir hier eine Einstiegsliste vorbereitet, die sich dem Thema “Vom Wahn im Web zum Wirtschaftsfaktor” – Twitter in Unternehmen – nähert. Die Linksammlung, die keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit in einem sich täglich ändernden und wachsenden Bereich erhebt, finden Sie untenstehend.

Links zu twitternden Unternehmen:

“Susuh-Blog”: Twitternde Unternehmen:
http://blog.susuh.de/category/twitternde-unternehmen

Bekannte Deutsche Marken und Verbände auf twitter bei “talkabout communications”:
http://www.talkabout.de/connected/twitternde-deutsche-marken/
http://www.talkabout.de/connected/weitere-dt-corporate-tweets/

viralmythen: Corporate Twitter – die Liste:
http://blog.metaroll.de/2008/04/17/corporate-twitter-die-liste/

FAZ.NET: Die Angst der Unternehmen vor Twitter:
http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/05/11/twitter-fuer-unternehmen.aspx

Vortrag von der next09: Twitter in Unternehmen”:
http://mit140zeichen.de/next09-twitter-in-unternehmen-305 Dort findet sich auch eine umfangreiche Übersicht Twitterverzeichnisse

Recruitingkanäle und Personalbeschaffung via twitter (Recruiting 2.0):

Das Recruitement via twitter (= das ergänzende Angebot neben Print- und Online-Aktivitäten) oder auch “Twecruitment“, wird zunehmend ernster genommen. Etwas zurückhaltender formuliert: Das bestehende Engangement spiegelt sich in einschlägigen Beiträgen wieder:

“Gründerszene”: Serie Personalmarketing X.O: Twecruitment – Twitter als neues Recruitment-Tool:
http://www.gruenderszene.de/hr/serie-personalmarketing-xo-twecruitment-twitter-als-neues-recruitment-tool/

“Karrierbibel”: Rat und Tat – 45 Twitterer, die bei der Karriere helfen können:
http://karrierebibel.de/rat-und-tat-%E2%80%93-37-twitterer-die-bei-der-karriere-helfen-konnen/

Stellenangebote und Praktika bei Twitter:

Praktikumsführer:
Die besten Twitter-Links zum Thema Job, Personal und Employer-Branding

Natürlich gibt es auch einen twitter-Kanal von feynschliff, auf dem Sie über alle Neuerungen im Dienstleistungsportfolio, Aktualisierungen bei unfeyn und weitere Innovationen infomiert werden!

Mitmachbarrieren im Web 2.0

Mitmachen ist das, was das Web 2.0 ausmacht.

Und doch gibt es hier immer noch und immer wieder Hindernisse. Timo Wirth schrieb dazu in seinem Blogbeitrag:

Interaktion und Kommunikation ist im Web aber nie direkt, sondern immer nur über Formulare vermittelt möglich. Die Gestaltung von Formularen entscheidet darüber, ob Diskussionen in Blogs stattfinden können, Einkäufe getätigt werden oder eine Anmeldung überhaupt möglich ist.

Auf der Seite der Aperto AG findet sich die sehr interessante Präsentation zum Thema Nutzerbeteiligung & Kommunikation: Mitmachbarrieren im Web 2.0, die ich mit Nachdruck empfehle.

Social Media in Non-Profit-Organisationen: 26 englischsprachige Präsentationen zur freien Nutzung

Auf der Seite von Wild Apricot findet sich eine Zusammenstellung von 26 sehr hilfreichen Präsentationen zum Thema Social Media in Non-Profit-Organisationen.

Da sich die Energie in Hauptsache eben auf die Arbeit im Verein, Ehrenamt, Bürgerinitiative und Hilfsorganisation konzentrieren sollte, wollte ich die geneigte Leserschaft, die sich mit dem Thema “Social Media” für Non-Profit-Organisationen beschäftigt, auf diese Seite aufmerksam machen.

Man muß ja nicht immer das Rad neu erfinden und da im Netz einiges an Wissen & Erfahrungen schon vorhanden ist,  lohnt sich ein Blick auf diese bemerkenswerte Sammlung von Präsentationen allemal.

Social Media Marketing in Deutschland (Liste von viralmythen)

Benedikt Köhler hat auf seinem Blog viralmythen eine – stets aktualisierte - Liste von  Beispielen für Social (Media) Marketing aus dem deutschsprachigen Raum publiziert, die einen guten Überblick über die derzeitigen Aktivitäten der Unternehmen bietet.

Er gibt dort Antwort auf die Frage, “Wie lassen sich soziale Medien für Marketingzwecke einsetzen?” - und zwar für die permanente Momentaufnahme im deutschsprachigen Raum :

[...] Und hierzulande? Auch in Deutschland bemerken immer mehr Unternehmen, dass mit dem Anbruch des Internetzeitalters auch neue Formen der Kommunikation mit den Leuten erforderlich wird: Brand Communities, Netnography und Social (Media) Marketing sind Schlagworte, die auf diese neue Wahrnehmung hinweisen.

Die Liste stellt meines Erachtens eine sehr gute Annäherung an die wachsenden Aktivitäten dar und bietet einen ersten Überblick über die deutschsprachigen Projekte auf diesem Feld.