Alles neu: Google AdWords-Berichterstellung

Ende Oktober hat Google die komplette Umstellung der AdWords-Berichterstellung abgeschlossen. Seither lassen sich im Berichtcenter keine Berichte mehr erstellen. Google selbst wirbt damit, dass die Änderungen für den Nutzer schneller und einfacher sind. Das mag wohl stimmen, wenn man weiß, wo sich die einzelnen Berichte abrufen lassen. Tatsächlich war der Berichtcenter aber relativ selbsterklärend, und alle Berichte ließen sich dort zentral erstellen. Nun sind die Funktionen zwar theoretisch schneller zu erreichen, aber was nützt das, wenn man nicht mehr weiß, wo. Deshalb hier kurz die wichtigsten Änderungen und Funktionen zur AdWords-Berichterstellung.

Dimensionen

KampagnenreiterTabs-DimensionenWichtig für die Erstellung vieler Berichte ist der Tab Dimensionen. Man muss allerdings wissen, dass es diese Funktion gibt, denn standardmäßig wird der Tab nicht angezeigt und muss erst über den Dropdown-Pfeil auf der rechten Seite aktiviert werden.

Dort lassen sich die Daten eines gewählten Zeitraums sortieren nach Stunde des Tages, Wochentag, Monat, Jahr, Ziel-URL, Zielregion etc. Für mich bewährt hat sich dabei vor allem der Bericht Wochentag, um zu analysieren, ob es Tage gibt, an denen besonders viel oder wenige Klicks erzielt wurden sowie Stunde des Tages, mit dem sich dasselbe über die Tageszeit herausfinden lässt – kurz gesagt: Fragen zur Anzeigenplanung können hier wunderbar geklärt werden.

Nachtrag vom 09.03.2011: Vor einiger Zeit wurde der Tab Dimensionen in Statistiken umbenannt und hat damit jetzt einen deutlich sinnvolleren Namen.

Spalten auswählen

Die Möglichkeit, bestimmte Spalten in der Tabelle anzeigen zu lassen, ist nicht neu, aber inzwischen sind einige neue Spalten hinzugekommen, die aber ebenfalls standardmäßig nicht erscheinen, sonder erst aktiviert werden müssen.

Spalten

Hier lassen sich z.B. ungültige Klicks anzeigen, Daten zu Conversions oder der Anteil an möglichen Impressions.

Filter

Filter lassen sich sowohl auf Kampagnen- als auch auf Anzeigengruppen- und Keyword-Ebene anwenden, um ganz bestimmte Berichtdaten anzuzeigen wie z.B. besonders gute oder schlechte Klickraten, Positionen, Conversion-Raten etc.

Filter

Es können mehrere Filter gleichzeitig verwendet werden. Sollen bestimmte Filter immer wieder zur Anwendung kommen, können sie gespeichert und ebenfalls über den Filter-Tab abgerufen werden.

Segment

SegmentWie der Name schon sagt, segmentiert diese Funktion die Daten nach verschiedenen Kriterien. Zeitliche Faktoren wie Tag, Woche, Monat, Quartal, Jahr, Wochentag sind auch unter Dimensionen abrufbar. Interessant ist u.a. die Option Gerät, die es erlaubt, die Ergebnisse nach Computern und Mobilgeräten auszuwerten. Während sich die Daten auf Kampagnen- und Anzeigengruppenebene zusätzlich nach Werbenetzwerken aufschlüsseln lassen, bietet die Funktion auf Keyword-Ebene die Auswertung nach Keyword-Option der Suchbegriffe.

Suchbegriffe anzeigen

SuchbegriffeNur auf Keyword-Ebene lässt sich unter Suchbegriffe anzeigen für ausgewählte oder alle Keywords nachvollziehen, welche Suchanfragen zu einem Klick führten – eine sehr hilfreiche Funktion, um ungeeignete Keywords auszuschließen oder relevante Keywords in die Anzeigengruppe zu übernehmen. In letzteren Fall werden die Keywords einfach markiert und direkt hinzugefügt. Diese Funktion entspricht dem vorherigen Suchanfragebericht und ist tatsächlich eine deutliche Verbesserung.

DownloadAlle Berichte können in verschiedenen Formaten heruntergeladen, per E-Mail versendet und regelmäßig geplant werden. Gespeichert werden sie unter Steuerfeld und Bibliothek.

Neues bei Google AdWords

Google Instant: Verschlechterung der Klickrate?

Das wichtigste Thema im letzten Monat, das auch Google AdWords betrifft, war sicher die Einführung von Google Instant. Das neue Feature für die Google-Suche (das in Deutschland bisher nur bei Anmeldung im Google-Konto funktioniert) bietet beim Eintippen von Suchanfragen mögliche Vorschläge zur Vervollständigung des eingegebenen Begriffs. Dabei werden die verschiedenen aktualisierten Suchergebnisse und AdWords-Anzeigen sofort angezeigt, was natürlich nicht ohne Auswirkungen auf das Suchverhalten bleiben wird.

google-adwordsLaut Google wird mit Google Instant schon dann eine Impression bei den AdWords-Anzeigen erzeugt, wenn ein Nutzer „länger als drei Sekunden keine Eingabe mehr vornimmt“. Die Vermutung lag also nahe, dass sich die Impressionen bei AdWords-Anzeigen erhöhen und sich damit die Klickrate verschlechtern könnte.

Bisher sind allerdings Meldungen auf dramatische Auswirkungen ausgeblieben, wie in Google Instant: Viel Lärm um nichts? ausführlich anhand einiger Beispiele beschrieben wird. Heise online erwähnt zudem unter Berufung auf einen Google-Sprecher, dass die Impressionen zwar durchaus steigen und die Klickraten sinken könnten, dass dabei aber „die Klickpreise unverändert bleiben: Die Klickrate wird relativ zur Klickrate aller anderen Werbetreibenden betrachtet.“

Sonja Gottschalk verweist in ihrem interessanten Blog-Artikel Google Instant’s finanzielle Auswirkungen aber noch auf einen anderen Punkt hinsichtlich des Suchvolumens, das sich verstärkt auf ohnehin häufig gesuchte Keywords fokussieren und die Klickpreise dadurch steigen lassen wird:

„Auch in Google AdWords lohnt es sich dann – im Hinblick auf den daraus resultierenden Traffic – weniger, (billige) Nischenkeywords zu buchen bzw. werden diese einfach weniger gesucht. Will man als AdWords-Kunde also eine möglichst große Reichweite erzielen, ist es umso notwendiger, Keywords mit größerem Suchvolumen und folglich höherem CPC zu buchen.“

Geänderte Richtlinien für AdWords-Nutzer

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass die Nutzung von fremden Markennamen als Keywords im Rahmen von Google AdWords mit europäischem Markenrecht vereinbar ist. Als Reaktion darauf hat Google die AdWords-Markenrichtlinie geändert, die seit dem 14. September europaweit gelten. Die Verwendung der Markennamen beschränkt sich jedoch ausdrücklich nur auf Keywords, nicht aber auf den Text der geschalteten Anzeigen.

Änderungen innerhalb Google Adwords

Das Keyword-Tool wurde aktualisiert und mit dem Keyword-Tool auf Basis von Suchanfragen kombiniert. Die Betaphase ist inzwischen beendet und das Tool ist uneingeschränkt nutzbar. Genauer beschrieben werden die Änderungen im Inside AdWords Blog.

Ebenfalls neu ist das AdWords-Targeting nach demografischen Daten. Es lässt sich nur im Display-Werbenetzwerk anwenden und ist erreichbar über Anzeigengruppe / Einstellungen / Erweiterte Einstellungen / Gebote nach demografischen Kritierien.

An derselben Stelle, aber noch im Beta-Status befinden sich die AdWords Kampagnentests ACE, mit deren Hilfe die Auswirkungen von Änderungen an Keywords, Geboten, Anzeigengruppen und Placements getestet werden können. Im Inside AdWords Blog werden die Vorteile folgendermaßen erklärt:

„Mit ACE werden Ihre Kampagnentests parallel zu den Originalkampagnen in einem simultanen Split-Test durchgeführt. Sie legen fest, wie viele der Zugriffe in Prozent auf die einzelnen Split-Tests angewendet werden und welche Änderungen Sie testen möchten. Durch die Unterteilung können Sie kleinere Tests mit beliebigem Anfangs- und Enddatum durchführen, ohne Sorge haben zu müssen, dass die Ergebnisse von saisonalen Schwankungen oder anderen Faktoren beeinflusst werden. Sie können dadurch die Auswirkungen besser einschätzen und haben über das Jahr verteilt mehr Chancen, Ihre Leistung zu testen und zu verbessern.“

Eine weitere Änderung, die  schon vor längerer Zeit begann und so gut wie abgeschlossen ist, betrifft das Berichtcenter. Nach und nach wurden sämtliche Berichte daraus entfernt und entsprechende Funktionen in die normale Benutzeroberfläche eingefügt. Das ist einerseits zwar praktisch, andererseits ist aber auch ein bisschen Dedektivarbeit gefragt, um die entsprechenden Abfragen wiederzufinden – hier z.B. eine kurze Anleitung, den Anteil an möglichen Impressionen abzufragen.

Google AdWords: Broad Match Modifier

Im Artikel Google AdWords: Matching-Optionen für Keywords hatte ich bereits auf einen Artikel der Internetkapitäne verwiesen, in dem es darum geht, dass Google in der Beta-Version eine zusätzliche Matching-Option testet, die Vorteile von Broad Match und Phrase Match verbindet: den Broad Match Modifier. Für Deutschland war diese Option aber bisher nicht verfügbar. Das ist jetzt anders, wie erneut die Internetkapitäne berichten und dabei direkt auf einige Probleme hinweisen. Ausführlich und anschaulich erklärt wird Broad Match Modifier ebenfalls im Blog SEM-Praxis.

Google AdWords: Analyse-Tool Berichtcenter

Neben den normalen Statistik-Daten innerhalb einer Google AdWords-Kampagne bietet Google zwei Möglichkeiten, um die Kampagnen-Daten auszuwerten und darüber hinausgehende Infos zu ermitteln: Google Analytics und den Berichtcenter im AdWords-Konto. Zusätzlich gibt es unter Werbechancen in AdWords Vorschläge zur Optimierung der Kampagnenleistung, aber sinnvoller ist es natürlich, die Daten selbst auszuwerten und diesen wichtigen Bereich nicht Google zu überlassen. Zwei Analysefunktionen in Analytics habe ich bereits in einem anderen Artikel beschrieben; hier geht es um den Berichtcenter, der über den Reiter Berichterstellung im AdWords-Konto zu finden ist.

Folgende Berichtarten stehen zur Verfügung:

berichtarten

Alle Berichte können automatisch erstellt und regelmäßig per E-Mail versendet werden, als Vorlage gespeichert und im Format .csv, .csv für Excel, .tsv und .xml exportiert werden. Jeder einzelne Bericht kann nach den erforderlichen Leistungsdaten, dem Zeitraum und den gewünschten Kampagnen oder Anzeigengruppen definiert werden. Viele Berichtarten enthalten nur wenig zusätzliche Daten zu den Konto-Statistiken, bieten aber trotzdem einen besseren Überblick und haben den Vorteil, dass sie z.B. als Excel-Tabelle exportiert, beliebig bearbeitet und gespeichert werden können.

Die Berichte zur Keyword-, Anzeigen- und URL-Leistung enthalten z.B. neben den Konto-Statistiken ausführliche Informationen zu Anzeigen-Conversions und Conversion-Raten – so diese definiert sind.

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Interessant beim Bericht zur Konto-, Kampagnen- nd Anzeigenleistung ist die Abfrage Stündlich (unabhängig vom Datum). Sie zeigt den täglichen Verlauf der Konto-, Kampagnen- oder Anzeigenleistung innerhalb des ausgewählten Zeitraums.

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Das heißt, ich kann genau erkennen, zu welcher Tageszeit meine Kampagne im Durchschnitt die meisten Impressions, Klicks, die höchsten Kosten oder die beste Klickrate erzielte und daran meine Anzeigenplanung anpassen. Die gleichen Daten lassen sich ebenso für eine Woche generieren, um zu überprüfen, welcher Wochentag die besten Ergebnisse erzielt. Anhand der Konto- und Kampagnenberichte lässt sich außerdem die Anzahl der Klicks ermitteln, die Google als ungültig interpretiert hat (und die damit nicht verrechnet werden).

Der Bericht zur Placement-Leistung ist nur dann interessant, wenn die Anzeigen der  AdWords-Kampagne auch im Content-Werbenetzwerk geschaltet werden. In dem Fall werden alle Websites erfasst, auf denen eine Anzeigenschaltung erfolgte – samt der jeweiligen Infos zu Klicks, Impressions, Kosten etc.

Der Suchanfragebericht ist bestens geeignet, um neue relevante Keywords für die Kampagne zu finden oder irrelevante Keywords auszuschließen. Er listet alle Suchanfragen auf, die zu einem Klick führten und unterscheidet dabei zwischen den drei Matching-Optionen Weitgehend passend, Passende Wortgruppe und Genau passend. Spätestens nach Sichtung dieser Daten weiß ich, ob meine Keywords viel zu allgemein sind oder tatsächlich zu meiner Website und meinem Angebot passen. Und ich erhalte nebenbei auch noch zum Teil sehr spannende Einblicke in das – ich nenne es mal – Suchbegriff-Eingabe-Verhalten anderer Nutzer. Mögen all diese Menschen fündig geworden sein…

Google AdWords: Matching-Optionen für Keywords

Keywords in einer Google AdWords-Kampagne können in drei verschiedenen Matching-Optionen verwendet werden: Broad Match, Phrase Match und Exact Match. Die drei Optionen bestimmen, wie genau oder ungenau ein Keyword zu den Suchanfragen passen soll, und beeinflussen die Häufigkeit der Anzeigenschaltung. Das wiederum wirkt sich u.a. auf die Quantität und Qualität der Impressions und Klicks aus. Welche Option am besten für welches Keyword geeignet ist, hängt immer von der Art des Suchbegriffs und der Kampagne ab und sollte normalerweise für jedes Keyword einzeln geprüft werden.

Broad Match

(Weitgehend passend)

Diese Option ist in Google AdWords standardmäßig voreingestellt und bedeutet, dass das jeweilige Keyword auf sehr viele Suchanfragen passt: Als weitgehend passend interpretiert Google Singular/Plural, ähnliche Schreibweisen, Keyword-Kombinationen, Synonyme und andere relevante Variationen. Möglicherweise werden von Google Alternativen des Keywords berücksichtigt, die in der Keyword-Liste bisher nicht hinterlegt waren – das wäre natürlich ein Vorteil. Da die Schaltung der Anzeigen unter Umständen auch bei weniger relevanten Keywords erfolgt, entstehen aber auch oft unnötige Klicks und Kosten. Die hohe Anzahl an Impressions kann sich außerdem negativ auf die Klickrate und den Qualitätsfaktor auswirken.

Hinzu kommt, dass die Google AdWords-Daten schwieriger auszuwerten sind: Weder ist auf den ersten Blick (auf den zweiten Blick schon: Suchanfragebericht) ersichtlich, bei welchen Begriffen die Anzeigenschaltung erfolgte, noch wann sie nicht erfolgte. Ebenso wenig nachvollziehbar ist zum Beispiel, wie viele Klicks auf welche Variation des Keywords entfielen und welche Kosten dabei entstanden.

Für generische, also sehr allgemeine Keywords ist die Option Broad Match nicht sehr geeignet, besonders wenn sie nur aus einem Wort bestehen. Die Gefahr, dass der Anzeigentext mit der Suchanfrage nicht übereinstimmt, ist sehr groß. Daher sollten in Kombination mit der Option Broad Match immer auch ausschließende Keywords eingesetzt werden (für die die Matching-Optionen ebenso verwendet werden können), um die Anzeigenschaltung bei irrelevanten Suchanfragen möglichst gering zu halten.

Nachtrag: Bloofusion weist in einem interessanten Blog-Artikel darauf hin, dass Google gerade so genannte Broad Match Modifiers testet, die eine Mischung aus Broad Match und Phrase Match ermöglichen. Zurzeit läuft der Beta-Test allerdings nur in Großbritannien und Kanada.

„Phrase Match“

(Passende Wortgruppe)

Phrase Match bedeutet, dass das Keyword in der Suchanfrage tatsächlich enthalten sein muss, um eine Anzeigenschaltung auszulösen. Es kann aber auch nur einer von vielen Begriffen in einer Suchanfrage sein. Handelt es sich bei dem hinterlegten Keyword bereits um eine Kombination aus mehreren Wörtern, wird die Anzeigenschaltung nur dann ausgelöst, wenn die Keyword-Kombination in genau dieser Reihenfolge gesucht wird. Davor oder dahinter können weitere Suchbegriffe stehen, nicht aber dazwischen. Das heißt für die Keyword-Recherche, dass im Google AdWords-Konto möglichst alle Variationen und verschiedenen Schreibweisen hinterlegt werden. Ich müsste als Keyword also zum Beispiel nicht nur “Online Texter” verwenden, sondern auch “Texter online”.

[Exact Match]

(Genau passend)

Bei dieser Option erfolgt die Anzeigenschaltung nur dann, wenn exakt dieser Begriff ohne weitere Zusätze oder in einer anderen Schreibweise gesucht wird. Es dürfen also auch keine weiteren Begriffe in der Suchanfrage enthalten sein. Die Option Exact Match bringt in der Regel wenig Impressions, aber eine gute Klickrate und  qualitativ hochwertige Besucher auf die Landing Page. Trotzdem ist es nicht sinnvoll, einfach alle Keywords ungeprüft auf diese Option zu setzen, weil hierbei wiederum mögliche relevante Klicks von vorneherein ausgeschlossen werden.

Option auswählen und gliedern

Für jedes Keyword kann die Matching-Option einzeln bestimmt werden: Das jeweilige Keyword zur Bearbeitung anklicken, im Auswahlfeld die entsprechende Option auswählen und speichern.

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Dies kann beliebig oft und zu jedem Zeitpunkt wieder geändert werden. Durch die Änderung der Keyword-Option werden die bisherigen Statistikdaten des Keywords zwar entfernt bzw. in die Zeile Gelöschte Keywords verschoben. Wird der vorherige Status des Keywords wiederhergestellt, erscheinen aber auch wieder die Statistikdaten.

Seit einiger Zeit lässt sich in Google AdWords gut nachvollziehen, welche Matching-Option am besten geeignet sein könnte. Auf Keyword-Ebene besteht die Möglichkeit, die Keywords zu gliedern – unter anderem auch nach Keyword-Option der Suchbegriffe. Es können also die Daten für Broad Match, Phrase Match und Exact Match getrennt voneinander aufgerufen und gezielt ausgewertet werden.

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Und wie die Grafik zeigt, ergeben sich dabei durchaus unterschiedliche Ergebnisse, und das nicht nur bei der Anzahl der Impressions und Klicks und damit der Klickrate, sondern auch bei den Kosten pro Klick (durchschn. CPC). Es ist deshalb enorm wichtig, diese Daten im Auge zu behalten.

Wem dafür die Zeit fehlt: feynschliff ist Google Advertising Professional.

Erweiterte Analysefunktionen in Google Analytics

Bereits Anfang des Jahres wurde das Google Analytics-Konto um sieben Funktionen ergänzt – ganz neu ist das also nicht mehr. Einige der Features sind interessant, für meine tägliche Arbeit aber weniger relevant. Gut gefallen haben mir aber die zusätzlichen Analysefunktionen, die ich deshalb kurz vorstellen möchte.

Die Pivot-Funktion

Mithilfe der Pivot-Funktion können die Tabellen-Informationen eines Berichtes neu angeordnet und mit anderen Daten verglichen werden – vorausgesetzt, es sind für die anzuzeigenden Daten mehr als zwei Dimensionen verfügbar. Ein Beispiel: Ich möchte wissen, wie sich die durchschnittliche Besuchszeit und die Absprungrate zwischen den organischen und den bezahlten Keywords von Google AdWords unterscheiden. Dazu musste ich bisher zwei verschiedene Tabellen erstellen.

Ein Blick auf den Bericht mit allen Keywords zeigt mir in der normalen Tabelle für jedes Keyword die Anzahl der Zugriffe, die Seitenanzahl pro Zugriff, die durchschnittliche Besuchszeit, den Prozentsatz an neuen Zugriffen und die Absprungrate – entweder nur für die organischen Keywords, nur für die bezahlten Keywords oder für beide vermischt.

pivotKlicke ich rechts auf die Pivot-Funktion, werden direkt über der Tabelle drei zusätzliche Dropdown-Menüs angezeigt. Vor dem ersten Dropdown-Menü steht Pivot-Tabelle von:, dort wähle ich die Option Medium. In der Tabelle wird nun angezeigt, ob die Zugriffe von organischen (Organic) oder bezahlten (CPC) Keywords  stammen. Über die anderen beiden Menüs kann ich mir zusätzliche Daten anzeigen lassen, die auch vorher schon angezeigt wurden, also zum Beispiel die durchschnittliche Besuchszeit und die Absprungrate. So habe ich die gewünschten Daten getrennt für organische und bezahlte Keywords in einer Tabelle.

Zusätzliche Dimensionen

Ähnliche Daten könnte ich mir auch über die zusätzlichen Dimensionen anzeigen lassen, denn auch diese Funktion ermöglicht die Darstellung zusätzlicher Informationen innerhalb einer Tabelle. Sie muss nicht extra aktiviert werden, sondern erscheint automatisch als zweites Dropdown-Menü im Kopf der Tabelle:

dimension

Wir bleiben bei den Auswertungsdaten für Keywords, daher erscheint im ersten Menü automatisch Keyword. Die Option im zweiten Dropdown-Menü ist standardmäßig auf Keine festgelegt. Wähle ich zum Beispiel die Option Quelle, wird zusätzlich angezeigt, von welcher Suchmaschine der Zugriff über das jeweilige Keyword kommt. Oder wahlweise, aus welcher Stadt der Zugriff kam, über welchen Browser, auf welche Landing Page zugegriffen wurde etc.

Fazit: Beide Funktionen packen zusätzliche Informationen in eine Tabelle und sind deshalb auf jeden Fall hilfreich. Der Unterschied zwischen den beiden Funktionen liegt u.a. in der grafischen Aufbereitung: Während die Pivot-Funktion Spalten ergänzt, werden für die zusätzlichen Dimensionen weitere Zeilen eingefügt.

Pivot-Funktion:

spalte

Zusätzliche Dimensionen:

zeile

Für meinen Geschmack ist die Pivot-Tabelle übersichtlicher gestaltet, allerdings ist man dort auf drei Informationen bzw. Spalten beschränkt, die  frei wählbar sind. Die zusätzlichen Dimensionen bieten nur eine weitere Information, die den anderen Informationen, die auch normalerweise angezeigt werden, hinzugefügt wird. Welche Darstellung für welche Datenauswertung am besten geeignet ist, muss jeder selbst entscheiden. Ich werde noch ein bisschen testen, bis ich die für mich optimale Variante gefunden habe.

Weitere zusätzliche Funktionen in Google Analytics:

  • Google Analytics Intelligence und benutzerdefinierte Benachrichtigungen
  • Erweiterte Ziele und neue Ziele für Besucheraktivitäten
  • Erweiterte Berichte für Handy-Geräte
  • Kennzahl für eindeutige Besucher
  • Gemeinsames Nutzen von erweiterten Segmenten und benutzerdefinierten Berichtvorlagen
  • Mehrere benutzerdefinierte Variablen

SEO-Analyse mit Advanced Web Ranking & Link Manager

Backlinks checken, Keyword-Positionen prüfen, Konkurrenzanalysen erstellen etc. – die Beschäftigung mit einer Website hinsichtlich Suchmaschinenoptimierung ist sehr zeit- und arbeitsaufwändig, wenn man dabei ausschließlich auf Suchmaschinen und Online-Tools angewiesen ist. Advanced Web Ranking und Advanced Link Manager von Caphyon sind kostenpflichtige SEO-Tools, die all diese Möglichkeiten und viele weitere Zusatzfunktionen bieten.

Ich habe beide Tools in einer kostenlosen Version 30 Tage getestet und war sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Da Caphyon Gratis-Lizenzen für einen Blog-Beitrag vergibt, werde ich beide Programme hier kurz vorstellen. Blogger, die ebenfalls Interesse an einer kostenlosen Lizenz für beide Tools haben, sollten sich zunächst die Test-Version herunterladen und dann folgende Bedingungen erfüllen.


Advanced Web Ranking

Advanced Web Ranking

Projekt anlegen

Auf den ersten Blick erscheinen die vielen verschiedenen Funktionen zum Search Engine Ranking ein bisschen verwirrend, es wird aber alles gut erklärt. Grundsätzlich ist das Programm zum Advanced Web Ranking in deutscher Sprache verfügbar, die Erklärungen in der rechten Spalte sind aber auf Englisch – zumindest in der Test-Version.

Beim Anlegen eines neuen Projekts werden zunächst die Suchmaschinen markiert, die nach dem Ranking der Keywords durchsucht werden sollen. Voreingestellt sind Goolge, Yahoo und Bing USA. Über Suchmaschinen bearbeiten können jedoch problemlos weitere Suchmaschinen (in einer Liste aus über 2.000) ergänzt werden. Über Einstellungen / Performance kann die Suchtiefe bei Bedarf geändert werden. Voreingestellt sind die ersten fünfzig Suchergebnisse.

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Anschließend werden die zu prüfenden Keywords einzeln hinzugefügt oder aus einem vorhandenen Dokument exportiert. Bei der einzelnen Eingabe der Keywords werden alternative Keyword-Vorschläge von Google Suggest (oder Wordtracker) sowie die Anzahl der Suchergebnistreffer angezeigt. Ein Keyword Research Tool hilft zusätzlich bei der Generierung weiterer relevanter Keywords. Alle Keywords können farblich sortiert werden und nach einer Priorität von 0-5 unterschiedlich gewichtet werden.

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Ist die Keyword-Liste erstellt, erfolgt die Eingabe der URL. Jede Domain wird inklusive der Unterseiten geprüft. Soll nur eine Unterseite untersucht werden, kann diese auch direkt eingegeben werden. Sollen parallel Konkurrenzseiten auf dieselben Keywords gecheckt werden, können sie ebenfalls an dieser Stelle eingegeben werden.

Im nächsten Schritt erfolgen die Angaben zum E-Mail-Versand. Hier können sowohl die STMP-Einstellungen des Accounts eingegeben werden, von dem aus die späteren Reports versendet werden als auch die E-Mail-Adressen der Kunden, die einen Report direkt erhalten sollen, falls das Programm über einen Server läuft.

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Damit ist das Projekt angelegt, und sobald der Projektname eingegeben und bestätigt wurde, startet das erste Update zum Website Ranking. Je nachdem, wie viele Suchmaschinen und Keywords eingegeben wurden, kann das Update recht lange dauern. Das liegt z.T. auch daran, dass Suchmaschinen etwas gegen automatisierte Suchanfragen haben. Deshalb arbeitet Advanced Web Ranking mit einer Verzögerung, die Abfragen der Suchergebnisse menschlicher erscheinen lässt. Über Einstellungen / Performance lassen sich die Geschwindigkeitseinstellungen ändern und die zufällige Wartezeit zwischen Suchanfragen z.B. erhöhen.

Auswertung & Berichte

Die Auswertung beinhaltet verschiedene Berichte zum aktuellen Ranking der Website und der Keywords. Gespeichert werden auch alle vorherigen Berichte, sodass es erst nach längerer Laufzeit richtig spannend wird, weil verschiedene Berichte miteinander verglichen werden können und die Entwicklung der Website erkennbar wird:

  • Aktueller Rang: Aktuelle Positionen der Website
  • Schüsselwortrang: Position der Website für einzelne Keywords
  • Suchmaschinenrang: Position der Website für jede Suchmaschine
  • Beste Seiten: Position der Top-Websites bzgl. relevanter Keywords > gute Vergleichsmöglichkeit mit Mitbewerbern
  • Übersicht: Übersicht über alle Suchbegriffe und Suchmaschinen in einer Tabelle
  • Sichtbarkeit: Zusammenfassung der Informationen aller eingegebenen Websites

Über Neue Berichte anlegen werden alle notwendigen Einstellungen abgefragt, um automatisch das Update abzurufen und den Bericht (in den Formaten PDF, Excel, HTML, CSV, XML und Text) zu speichern bzw. per E-Mail zu verschicken. Dabei kann auch das Design und der Kopfteil beliebig formatiert werden, um z.B. Berichte im Unternehmensdesign an Kunden zu verschicken.

Advanced Web Ranking gibt es in vier Versionen mit unterschiedlichen Featueres: als Standard für 99 $, als Professional für 199 $, als Enterprise für 399 $ und als Server-Version für 599 $ – alle Versionen beinhalten 12 Monate kostenlose Updates und technischen Support.


Advanced Link Manager

Advanced Link ManagerBeim Advanced Link Manager geht es um Informationen über die Link Popularity einer Website. Das betrifft in erster Linie natürlich die Backlinks der eigenen Site, aber auch die Verlinkungen von Konkurrenzseiten und zusätzliche Möglichkeiten, um potentielle Linkpartner zu finden. All diese Abfragen lassen sich mit den Advanced Link Manager sehr einfach und übersichtlich ermitteln.

Projekt anlegen

Zuerst muss natürlich erst mal ein Projekt angelegt werden. Das geht zwar schneller als bei Advanced Web Ranking, aber auch hier gibt es abgesehen von der URL noch die Suchmaschinen einzugeben, in denen nach Verlinkungen zur Website („Referrers“) und nach indexierten Webseiten gesucht werden sollen.

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Auswertung & Berichte

Folgende Berichte bietet der Advanced Link Manager:

  • Unverified Referrers: Verlinkende Websites, die über die Suchmaschinen erfasst wurden, deren Verlinkungen auf die Website nicht sicher, weil evtl. nicht mehr aktuell sind
  • Referrers: Verlinkende Websites mit detaillierten Informationen, die definitiv auf die Website verlinken
  • Referrers Overview: Überblick über alle verlinkenden Websites im Vergleich zur eigenen Website und der Konkurrenz
  • Search Engines: Entwicklung der Anzahl an Backlinks
  • Link Text: Top-Linktexte mit Angabe der verlinkenden Website
  • Link Text Overview: Linktexte im Vergleich zur Konkurrenz
  • Domain Information: alle verlinkenden Websites des Projekts und verschiedene Informationen über sie
  • Referrers by Search Engines: verlinkende Websites pro Domain, sortiert nach Suchmaschinen
  • Referrers Information: detaillierte Informationen über jede einzelne verlinkende Website

Den Link Manager gibt es in einer Standard-, Professional- und Enterprise-Version und kostet 99 $, 199 $ oder 399 $. Entscheidet man sich zunächst für eine günstigere Version, können beide Programme ohne Datenverluste mit einer Upgrade-Lizenz aufgewertet werden.

Suchmaschinenoptimierung mit Suchoperatoren

Suchoperatoren ermöglichen es, die Ergebnistreffer von Suchmaschinen nach bestimmten Kriterien einzuschränken bzw. logisch zu verknüpfen.

Unser Partner-Blog von rheinformat hat einen interessanten und hilfreichen Artikel zum Thema SEO Suchoperatoren veröffentlicht. In anschaulichen Beispielen werden diejenigen Operatoren vorgestellt, die einzeln oder in Kombination wertvolle Informationen zur Suchmaschinenoptimierung liefern.

Der erste Teil behandelt die Suchoperatoren von Google und ist hier zu finden.

Nachtrag: Inzwischen ist auch der zweite Teil mit SEO Suchoperatoren bei Yahoo und Bing online.

Google Wonder Wheel als Wunderrad jetzt in Deutsch

Mit dem Google Wunderrad erscheint ein weiteres Google-Tool auf Deutsch, das in bestimmten Bereichen ganz hilfreich ist, die bisherigen Suchfunktionen aber natürlich nicht ersetzen kann. Zunächst aber einmal die Frage:

Wo finde ich Google Wunderrad eigentlich?

Denn die normale Google Suchmaske sieht aus wie immer. Nach der Eingabe eines Suchbegriffs (z.B. Website-Optimierung) besteht links unterhalb des Eingabefeldes die Möglichkeit, weitere Suchoptionen einzublenden. Klicke ich dort auf Wunderrad, erscheint folgende Grafik in der Mitte, am rechten Rand die normalen Suchergebnisse:

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Und was bringt mir das?

Bin ich an konkreten Informationen zum Thema Website-Optimierung interessiert: nichts. Suche ich nach einem allgemeinen Überblick, erfahre ich bei Google Wunderrad immerhin, dass es Software zur Optimierung von Websites gibt, dass anscheinend in München besonders viele Websites optimiert werden, dass das wahrscheinlich auch kostenlos geht und das Thema wohl auch was mit Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenranking und Suchmaschineneintrag zu tun hat. Das ist ja schon mal gar nicht schlecht.

Google Wunderrad zur Suchmaschinenoptimierung

Noch besser geeignet ist das Tool sicher, wenn ich z.B. einen suchmaschinenoptimierten Online-Text  zum Thema Website-Optimierung schreiben möchte. Oder nach Keywords für eine SEM-Kampagne suche. Dann könnte das Google Wunderrad mir wichtige Keywords oder Keyword-Kombinationen anzeigen, an die ich selbst noch nicht gedacht habe. Wahnsinnig ergiebig ist das zwar nicht, für das ein oder andere Keyword als Ergänzung aber sicher ganz hilfreich.

Wirklich sinnvoll könnte es außerdem für die Latent Semantische Optimierung sein. Dabei geht es nicht darum, einfach nur 2-3 relevante Keywords im Text immer wieder zu wiederholen, um eine bestimmte Keyworddichte zu erzeugen. Wichtiger ist es, unter Berücksichtung von Synonymen oder thematisch verwandten Begriffen einen semantischen Raum für die wichtigen Keywords des Textes zu erzeugen. Dafür könnte Google Wunderrad einige Anregungen bieten. Zumal die Möglichkeit besteht, die Suche in verschiedene Richtungen auszuweiten, da alle gefundenen Begriffe anklickbar sind. Klicke ich z.B. auf Website Check, erscheint eine weitere Grafik, die diesen Begriff wiederum zu weiteren in Bezug setzt. Das ließe sich theoretisch endlos fortsetzen.

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Fazit: Spaß macht die thematische Suche mit Google Wunderrad auf jeden Fall. Und ich denke, es lohnt sich, das Tool bei einer konkreten Keywordanalyse oder der Erstellung eines SEO-Textes noch mal genauer zu testen.

Übrigens testet Google unter dem Namen Image Swirl gerade eine Art Wunderrad für die Bildersuche – zurzeit noch unter Google Labs. Einen guten ersten Eindruck davon bekommt man beim TagSeoBlog.

Einen fliegen lassen…

… könnt Ihr bei der Hopper Invasion von Sony Ericsson:

http://www.hopperinvasion.de/live

Dieser wirklich gute Tipp kommt mal wieder von unserem Partner-Blog rheinformat, die natürlich auch sofort einen Selbstversuch gestartet haben.

Eigentlich geht es bei der Aktion nur darum, einen Luftballon mit einer Grußkarte an den Finder steigen zu lassen. Der Finder kann und soll sich ebenfalls melden, denn dann gibt es u.a. ein “Around the World Ticket” zu gewinnen. So weit, so bekannt – das Entscheidende dabei ist aber, dass man über zwei Webcams live dabei zusehen kann, wie die Luftballons aufgeblasen und die Karten gedruckt werden. Und das ist wirklich lustig.

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rheinformat meint dazu:

“Gelungene Aktion, die verschiedene Marketing Elemente aus dem Guerilla, Social Media und dem viralen Marketing miteinander verbindet. Unser deutlicher Respect! an die betreuenden Agentur(en). Was wir noch gut gefunden hätten, wäre eine Webcam außen, in der man sehen kann, wie der Ballon mit der eigenen Nachricht in den Himmel steigt.”

Und dieser Meinung schließen wir uns voll und ganz an.