Die schönste Werbung der Welt…

Auch mit analogen Datenträgern kann man viel bewegen & aussagen:

Aushang in der Kölner Bank e.G.

Aushang in der Kölner Bank e.G.

Die schönste Stadt der Welt verdient eine Bank, die die Menschen vor Ort kennt und versteht.

Die schönste Werbung der Welt für Köln, die bescheidenste Stadt der Welt!

Literatur-Nobelpreis 2009 für Herta Müller!

… es hat ja schon Tradition, die Entscheidungen der Stockholmer Akademie nicht immer und sofort nachvollziehen zu können.

Und 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, mag es – neben der Literatur selbst – Gründe für diese Entscheidung geben. Der Nobelpreis für Literatur geht also an Herta Müller. Aber wie immer sind da auch Menschen, die dieses Votum eben nicht nachvollziehen können und sich zu launigen Stellungnahmen entschließen. In diesem Fall war es Proto-Kommissar Carl, der sich meinungsstark äußerte:

Ich habe bei Böll nicht geweint, ich habe bei Grass nicht geweint, nicht einmal bei Jelinek habe ich geweint. Aber bei Herta Müller, da weine ich. Sie können nicht lesen, diese Schweden. Sie können es einfach nicht. Von Rudolf Eucken bis Herta Müller, sie können es einfach nicht.

Diese Worte lasse ich jetzt erst einmal auf Euch und mich wirken. Und muss mir demnächst mal wieder “Schtonk!” anschauen.

Wer fordert folgerichtig den Literatur-Nobelpreis 2010 für Joachim Lottmann (für das Gesamtwerk und seine Reiseberichte aus Indien)?

lotte_lottmann

Der Praktikant

Endergebnis der Umfrage: Ist Köln so häßlich?

Am 28. Juli 2009 startete der Praktikant die Umfrage “Ist Köln so häßlich?” bei twttpoll. Diese lief bis gestern und hier sind diebei n=44 natürlich nicht repräsentativenErgebnisse:

koelnendergebnis_04102009

14%:  Ja, völlig unstrittig: Hässlich wie die Nacht!

18%: Schöne Menschen, aber leider total verbaut.

23%: Nein! Keine Schönheit aber dafür mit Hätz & Siel.

23%: Soooo hässlich nicht, aber viele Wiederaufbauverbrechen

23%: Köln ist eine wunderschöne Stadt!

Das bedeutet unterm Strich, dass 64 Prozent – bei allen Wiederaufbauverbrechen & Verbauungen – der Meinung sind, dass Köln eine lebenswerte Stadt ist.

Überraschenderweise sind 23 Prozent, also 10 Teilnehmer (m/w) der Meinung, Köln sei “eine wunderschöne Stadt“, 6 Menschen entschieden sich meinungsstark für “Häßlich wie die Nacht”.

Wie immer gilt: Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

Carl möchte auch “Tatort”-Kommissar werden!

Auf seinem Twitter-Account als auch auf seinem Blog, unterstreicht Michael Jäger seine Bewerbung 2.0, seine Ambitionen,  neuer Tatort-Kommissar zu werden. Dies teilte der Praktikant einem Freund mit, der eher twitteravers ist (ja, auch das gibt es noch am Ende der Nuller Jahre!).

Dieser wiederum untermauerte ebenfalls sehr deutlich seinen Anspruch (“Ich wäre ein großartiger Kommissar”), so daß ich nicht umhin komme, seine Bewerbungs-E-Mail samt Fundamentalkritik hier wiederzugeben:

Ich will auch Tatort-Kommissar werden!

Möglichst mit Johanna Wokalek als Assistentin. Bin Hesse, Tatort-, Derrick- und Kommissar-erfahren.

Würde unseren Einsatzort natürlich nach Hessisch-Lichtenau verlegen. Immer nur Frankfurt und Bembel und Fixer will ja keiner sehen. Ahle Worscht, Elch “Pupsi” und Landalkoholismus ist heute das neue heiße Ding.

Die glotzäugige Kuh und der Led-Zeppelin-Fan aus der Zone haben die Nase voll, Christoph Waltz hatte ja schon zugesagt, ist sich jetzt aber zu fein dafür, nachdem er bei Tarantino ein bißchen vor der Kamera rumhampeln durfte.

Dabei nimmt der Tarantino doch jeden, siehe Til Schweiger.

Ich wäre ein großartiger Kommissar. [Hervorhebung DP]

Erstens: Ich habe nur zitiert.

Zweitens: Das ist doch mal eine meinungsstarke, helle & schnelle Bewerbung, findet

Der Praktikant

P.S.: Wer Carls Bewerbung unterstützt, kann dies per Kommentarfeld gerne (kund)tun. Der Praktikant wird die Liste dem Hessischen Rundfunk übergeben.

“Human Resource und Social Media”-Meeting in Köln

feynschliffs Praktikant nahm in seiner Erwerbsarbeitsrolle an der dankenswerterweise von Humancaps-Gründer Lutz Altmann (@l_altmann) initiierten Abendveranstaltung “Human Resource und Social Media” (#hrsmm) – im Rahmen der „Zukunft Personal“ in Köln teil. Per E-Mail schickte er folgende Zusammenfassung, die ich hier ungekürzt widergebe:

Man traf man sich im Mongo’s (wird so geschrieben!) und verbrachte einen gleichermaßen kurzweiligen wie informativen und interessanten Abend.

Die Veranstaltung war eine runde Sache: Es war einfach erquicklich und in jeglicher Hinsicht positiv, die Realpersonen hinter den jeweiligen twitter-Accounts kennenzulernen. Und sich einfach einmal intensiv und frei über die individuellen Erfahrungen und Einsatzmöglichkeiten von Social Media – mit einem Schwerpunkt auf twitter – im Recruiting resp. bei der Personalbeschaffung auszutauschen.

Meinungsstark formuliert: Der Abend war wohl auch deshalb so angenehm, weil bei allem web 2.0-Engagement, richtige Menschen dahinter steckten, die auch ein Leben jenseits der Digitalität führen. Mit denen man - hochanalog bei einem Kölsch oder einer Cola – auch einige anregende Unterhaltungen führte. Es war wirklich ein sehr netter Abend, das liegt wohl auch daran, dass – polemisch verkürzt – bei Twitter weniger Leute im NERDsmantel aktiv sind ;-)

Und einige Analogpoken, sogenannte “Visitenkarten” habe ich auch verteilt. Und mir diese Geschichte mit den Poken endlich mal anschaulich & kompetent erklären lassen.

Das Bildmaterial, ein paar Schnappschüsse des Abends finden sich hier, dort, hier und da.

Teilnehmer waren unter anderem: @schmitz @ipotentials @humancaps_media @kubinho @humancaps_wien @wollmilchsau @atenta @chrisjoost @karrierebibel @universalus @achelm @humancaps_pr @marcushendel @kununu_bra_boys @gdi7

Beste Grüsse, der Praktikant.

Tja, wenn man das so liest, dann sollte feynschliff vielleicht auch mal diesen digital-meets-analog- (oder umgekehrt) Veranstaltungen beiwohnen und sich direkt einmal den nächsten Twittwoch blocken. Das scheint es wert zu sein.

Kronkorken 2.0 – die freche Moderne

Am Freitag fiel es dem Praktikanten, am ganzen Körper vor Abscheu und Wut zitternd, auf: Die Mühlenkölsch-Brauerei hat neue Kronkorken für Ihre 0,5l-Flasche Format “Alte Bundesrepublik”. Wutentbrannt twitterte ich:

Ja ist denn die ganze Welt verrückt geworden? MÜHLENKÖLSCH in Flaschen hat jetzt normale Kronkorken! Wo ist die Schönheit geblieben?!

 muehlen_koelsch_ist_oettinger

Normale, effe, wie man im Rheinland sagt, Kronkorken, die an ein Bier aus dem Preiseinstiegssegment wie zum Beispiel Oettinger erinnern. Das ist die Moderne, das ist die Kostenersparnis, das ist die Zeit, in der das Wahre, Schöne, Gute nicht mehr zählt. Auch hier kommt es ja zu allererst auf den Inhalt an – aber das Auge trinkt mit. Verkauft wird das ganze als “Relaunch“. Erschütternd.

Wer ist empört über die neuen Kronkorken und entblödet sich auch nicht darüber einen – mit feynschliff unabgestimmten – Blogbeitrag zu verfassen? Richtig:

Der Praktikant

Der DBLocator!

Karsten Sauer hat in seinem Blog auf eine famose & großartige twitter-Anwendung hingewiesen, die vor allem für DB-Vielfahrer & Fernreisende interessant ist: Der DBLocator.

der_db_locator_16092009

Ich zitiere dazu Sportsfreund Sauer:

1. Einfach dem @dblocator folgen und 2. bei passender Gelegenheit einen Tweet absetzen der die Zugnummer und dem Hashtag #dbl enthält und wenn ein anderer das gleiche innerhalb der letzten 2 Stunden getan hat erhalten beide ein entsprechendes @reply.

Gutes (!) Beispiel: ‘Sitze gerade im ICE572 und lese FRA-MUC-FRA #dbl’

That simple! Großen Dank an @calibanatspace!

Details zum DBLocator gibt es auf http://twitterdblocator.appspot.com/

Eine wunderbare Anwendung, deren Bekannheit & Verbreitung einfach gefördert werden muss! Vor allem, wenn’s mal wieder länger dauert. Findet:

Der Praktikant

Kommunikationsinstrument Brötchentüte (2)

Tja, manchmal reichen wenige Worte: Was die Bundesregierung kann, kann vodafone schon lang!

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Wer nahm die Brötchentüte aus einer Bäckerei heute mit und ein Photo davon auf?

Der Praktikant

Ist Köln so hässlich?

Im Rahmen des Amphi Festivals am Tanzbrunnen fiel mir bei einem Spaziergang vorvergangene Woche dieses Graffito am Rheinufer auf:

koln_ist_so_haesslich

Waren das die Amphi-Besucher? Ist es der enttäuschte Aufschrei einer unerlösten “Liebe-Deine-Stadt!“-Seele? Waren es junge Menschen, denen gar nicht klar ist, wie sie das kölsche Lebensgefühl in Mark & Bein erschüttern?

Lokalkolorit hin oder her – teilen Sie diese Meinung?

Über eine Teilnahme am twtpoll und meinungsstarke Kommentare hier freut sich…

Der Praktikant

Die Nachhutgefechte der “Generation Upload”…

Seit dem Artikel “Sascha Lobo hält die Twelt in Atem” verfolgt der Praktikant halbherzig die Blogartikel und die (semi-)offizielle Meinung zum Thema vodafone-Kampagne. Und abgesehen davon, dass wir immer besser überwacht werden können – da sollte der Praktikant auch mal häufiger die BleiBeere auf “Aus” stellen - wird es nun täglich bunter. Laut Spiegel online - in einem Artikel ohne unpassende Werbung ;-)hat “Schnutinger aufgehört zu bloggen, ich zitiere:

Liebe Blogleser, die Vodafone-Kampagne hat in der Blogosphäre für mehr Trubel gesorgt, als ich ahnte. Ich könnte darüber einiges schreiben und es richtig stellen, verkneife es mir aber, weil mir ab jetzt anscheinend ohnehin jedes Wort im Mund umgedreht wird und rechtfertigen, klarstellen, all dies überhaupt keinen Sinn mehr hat.

Das alles ist schon extrem krude! Die Werbung ist das eine, aber wenn mir persönlich nicht mehr geglaubt wird, dann geht nichts mehr, dann bleibt nur eins: Der Rückzug. Ich werde vielleicht irgendwann an einer ganz anderen Stelle, ganz anders weitermachen, gewiss werde ich nicht mehr Web 2.0 machen.

Dann habe ich mir mal den Grund angeschaut. Die Kommentare zum Gastbeitrag auf dem vodafone-Blog sind zum Teil, ich formuliere es betont zurückhaltend, sehr “geharnischt“. Aber auch in anderen Beiträgen ging es gewaltig zur Sache. Ich bin wohl doch noch zu sehr web 0.2 – die Reaktionen und diese Ein-Eindeutigkeit der Ablehnung hätte ich so nicht erwartet. Da muss ich wohl noch einiges lernen. Einen Überblick über die bisherigen Ereignisse findet sich bei Don Alphonso. Und doch erwächst in mir ein weiterer Eindruck:

Irgendwie existiert zu wenig Meta-Rheinländertum in der Blogosphäre. Mir fehlt das Moment des “Leben und Leben lassen” in der Sache. Das hat alles schon etwas von Glaubenskrieg, findet, weiterhin die Geschehnisse beobachtend…

Der Praktikant