Wenn Unternehmen twittern

Man bekommt ja alle naselang vermeintlich lustige URL, Bildchen-e-mails und PowerPoint-Präsentationen zugesandt. Und sie sind zumeist alles – aber auf keinen Fall lustig.

Doch diesmal wurde uns ein Blogbeitrag zur Kenntnis gegeben, der zwar Bürohumor zum Thema hat, aber dennoch lustig ist. Auf Trendopfer findet sich der fiktive Mailverkehr zum Thema “Wenn Unternehmen twittern“… unbedingt anschauen!

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Das Schlimme daran:

Man kann es sich sehr, sehr gut vorstellen, dass es bei einigen Unternehmungen exakt so abläuft! Denn nicht alle haben die Zeichen der Zeit erkannt…

P.S.: Eine Linkliste zu twitternden Unternehmen finden Sie [hier].

Kommunikationsinstrument Brötchentüte (2)

Tja, manchmal reichen wenige Worte: Was die Bundesregierung kann, kann vodafone schon lang!

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Wer nahm die Brötchentüte aus einer Bäckerei heute mit und ein Photo davon auf?

Der Praktikant

Die Nachhutgefechte der “Generation Upload”…

Seit dem Artikel “Sascha Lobo hält die Twelt in Atem” verfolgt der Praktikant halbherzig die Blogartikel und die (semi-)offizielle Meinung zum Thema vodafone-Kampagne. Und abgesehen davon, dass wir immer besser überwacht werden können – da sollte der Praktikant auch mal häufiger die BleiBeere auf “Aus” stellen - wird es nun täglich bunter. Laut Spiegel online - in einem Artikel ohne unpassende Werbung ;-)hat “Schnutinger aufgehört zu bloggen, ich zitiere:

Liebe Blogleser, die Vodafone-Kampagne hat in der Blogosphäre für mehr Trubel gesorgt, als ich ahnte. Ich könnte darüber einiges schreiben und es richtig stellen, verkneife es mir aber, weil mir ab jetzt anscheinend ohnehin jedes Wort im Mund umgedreht wird und rechtfertigen, klarstellen, all dies überhaupt keinen Sinn mehr hat.

Das alles ist schon extrem krude! Die Werbung ist das eine, aber wenn mir persönlich nicht mehr geglaubt wird, dann geht nichts mehr, dann bleibt nur eins: Der Rückzug. Ich werde vielleicht irgendwann an einer ganz anderen Stelle, ganz anders weitermachen, gewiss werde ich nicht mehr Web 2.0 machen.

Dann habe ich mir mal den Grund angeschaut. Die Kommentare zum Gastbeitrag auf dem vodafone-Blog sind zum Teil, ich formuliere es betont zurückhaltend, sehr “geharnischt“. Aber auch in anderen Beiträgen ging es gewaltig zur Sache. Ich bin wohl doch noch zu sehr web 0.2 – die Reaktionen und diese Ein-Eindeutigkeit der Ablehnung hätte ich so nicht erwartet. Da muss ich wohl noch einiges lernen. Einen Überblick über die bisherigen Ereignisse findet sich bei Don Alphonso. Und doch erwächst in mir ein weiterer Eindruck:

Irgendwie existiert zu wenig Meta-Rheinländertum in der Blogosphäre. Mir fehlt das Moment des “Leben und Leben lassen” in der Sache. Das hat alles schon etwas von Glaubenskrieg, findet, weiterhin die Geschehnisse beobachtend…

Der Praktikant

Das Bäckerhandwerk dringt mehr und mehr in die Alltagskultur ein!

Gibt es eine “hidden agenda” des Bäckerhandwerks, die der Praktikant nicht kennt, nicht auf Anhieb durchdringt? Sollte ich mal wieder die Bäckerblume lesen, um á jour zu sein? Mir stellt es sich im Moment so dar, dass das Bäckerhandwerk mehr und mehr in die Alltagskultur eindringt. Während SB-Bäckerei-Ketten wie beispielsweise BackWerk und BillyBack zunehmend den handwerklichen, den traditionellen Bäckern zusetzen und Kunden abnehmen, suchen diese sich scheinbar neue Betätigungsfelder.

Erst kooperieren sie mit dem Finanzministerium und transportieren Botschaften der Regierung mit, nun scheinen sie sich auch noch dem Backsport, ähem, Boxsport zu widmen, zumindest stellt der Videotext der ARD es so dar:

halbschwergewicht

Die ARD hat anscheinend herausgefunden, dass der Boxer Jürgen Brähmer seine Linke in den Backofen legt. Wie ist es sonst zu erklären, dass diese “kross” geschlagen ist? Was kommt als nächstes? Der Gegner hatte nach dem Treffer ein ganz schönes Teilchen am Auge?! Und: Wer wird versuchen, der Sache investigativ auf den Grund zu gehen?

Der Praktikant

Die Kölner Kulturinitiative “Kölner Komment”

Es muss sich ja nicht immer um Kalk drehen, manchmal geht es um das ganze Köln, das Köln in unseren Köpfen und Herzen, es geht um Kultur in Köln, um diesen Aufruf:

toilettentuer

Es geht auch nicht um das unterstützende Poster aus der StadtRevue, das jetzt an einer Toilettentür in Köln-Kalk hängt, es geht um diesen Aufruf des Kölner Komment!

Was ist der Kölner Komment?

Prominente werben für kulturelles Engagement der Domstadtpolitiker
Auch wenn rund 85 Prozent der Archivalien inzwischen geborgen worden – drei Monate nach dem Einsturz des historischen Stadtarchivs in Köln sind bei vielen die Wunden des Ereignisses noch lange nicht verheilt. Kulturschaffende der Domstadt wollen nun mit der Initiative „Kölner Komment“ ein Zeichen setzen. [Einen Audio-Beitrag von Birgitt Schippers "Die Kölner Kulturinitiative 'Kölner Komment'" vom 29.5.2009 finden Sie [hier]]

Gründungserklärung der Initiative „Kölner Komment“
„Bereits vor Einsturz des Kölner Stadtarchivs war erkennbar, dass es große Defizite im Umgang der Stadt mit ihrer Kultur gibt, die eine lebendige Entwicklung kultureller Projekte behindern und das kulturelle Erbe der Stadt gefährden. Viele Kölner Bürger fordern nun nachdrücklich von den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung Transparenz der Entscheidungsprozesse ein, mehr Verantwortungsbewusstsein und konkrete Schritte für einen Neubeginn.

Die Initiative „Kölner Komment“ möchte in dieser Situation ein Zeichen setzen. Der offene Aufruf von Kölner Bürgern wendet sich an alle Kölner und Exilkölner über Parteigrenzen hinweg und wirbt für ein nachhaltiges kulturelles Engagement in dieser Stadt. In der Juni-Ausgabe des unabhängigen Kölner Monatsmagazins StadtRevue erscheint ein offener Brief mit einem Künstlerposter, gestaltet von den Künstlern Kira Bunse und Johannes Wohnseifer. Es ist Auftakt einer Serie, die in den kommenden Monaten mit weiteren Statements und Künstlerplakaten fortgesetzt wird (unter anderem mit den Künstlern Albrecht Fuchs, Gert und Uwe Tobias, Astrid Klein).

Das Unternehmen in Kooperation mit der StadtRevue steht unter der Schirmherrschaft des Kölnischen Kunstvereins. Hundert Unterzeichner haben sich dem Aufruf bereits angeschlossen. Zu den Erstunterzeichnern des offenen Briefes gehören unter anderen: Marie-Luise Angerer, Kunsthochschule für Medien / Gerhart Baum, Bundesminister a.D. / Bettina Böttinger, Journalistin und Produzentin / Uta Brandes, Köln International School of Design / Albrecht Fuchs, Fotograf / Guy Helminger, Schriftsteller / Kasper König, Ausstellungsmacher / Helge Malchow, Kiepenheuer und Witsch / Hans Nieswandt, DJ und Autor / Rosemarie Trockel, Künstlerin / Martin Stankowski, Stadtbilderklärer / Wolfgang Strobel, Sammler / Manos Tsangaris, Komponist / Johannes Wohnseifer, Künstler.“ [Quelle: domradio.de]

Tja, Köln war mal eine Kulturstadt, was die Bildende Kunst angeht – auf Augenhöhe mit New York. Eine Weltstadt. Und doch gewinnt man den Eindruck, dass diese Zeit nicht gute 20 Jahre her ist, sondern eher 200 Jahre. Sobald es einen Internetauftritt des Kölner Komment gibt, werde ich diesen verlinken und regelmäßig über die Initiative informieren.

Ansonsten bleibt mir nur die Versicherung, dass feynschliff diese Initiative rückhaltlos unterstützt.

Google macht die Welle! (Google Wave)

Man könnte so wunderbar kalauern:

Lars R. and the Waves” und im Achtziger-Text weiter, “Googles New Wave“, “Hier kommt die Flut!“, “Google macht die Welle!“ und so weiter. Aber am besten beschreibt die Überschrift von oben das Geschehen. Und bei einer Recherche nach Links stelle ich empört ;-) fest, dass der Mediendienst Kress die gleiche Idee wie der Praktikant hatte. Oder hatte ich die gleiche, kresse Idee? Egal. Worum es geht:

Auf der jährlich stattfindenden Google-Entwicklerkonferenz I/O in San Fransisco stellte Programmierer Lars Rasmussen den Dienst Google Wave vor, eine Art E-Mail 3.1 (um das abgegriffene 2.0 zu vermeiden). Google Wave ermöglicht es mehreren Nutzern gleichzeitig, sich in Echtzeit zu unterhalten und Informationen (Fotos, Videos, Maps und Dokumente) auszutauschen und gemeinsam zu bearbeiten.

Bei Kress heißt es weiter:

Google stellt die Software zunächst einigen Entwicklern zur Verfügung und hofft auf Verbesserungsvorschläge und Anregungen. Später dieses Jahr soll die Anwendung für die Öffentlichkeit freigeschaltet werden.

Das scheint dann –  im Gegensatz zu Kalk – wirklich das nächste große Ding werden zu können. Und was ist das Ziel der Anwendung?

“‘Das Ziel ist es, eine neue und schnellere Form der Kommunikation und Zusammenarbeit mit zusätzlichen Möglichkeiten zu schaffen’, teilte Google mit.” (Claudia Frickel)

Hört, hört! Und wer las bei heise online, dass  der Veröffentlichungstermin laut Google “später in diesem Jahr” liegen soll? Dass Google Wave die E-Mail revolutionieren will?

Der Praktikant

“Ich hatte Twitterverbot erteilt!”

Kann sich noch jemand an den Film “Didi, der Doppelgänger” erinnern? Viele halten ihn für totalen Klamauk und nur der Praktikant besitzt die Mindermeinung, dass dieser Film – neben Loriot – als einziger wirklich die Alte Bundesrepublik erklärt wie kein zweiter. Dort gibt es die Szene, in der “Bruno Koop” (oder “Hans Immer” – ist halt ‘ne Verwechslungskomödie)  laut in einer Konferenz schreit:

Ich hatte Rauchverbot erteilt!

So in etwa stelle ich mir die Situation innerhalb der SPD-Fraktion vor. Da gibt es dieses neumodische Zeugs, dieses Twitter, und irgendwann flippt Peter Struck in der Sitzung völlig aus,  ruft wutentbrannt:

Ich hatte Twitterverbot erteilt!

Die twitternden SPD-Fraktionsmitglieder packen erschrocken und verängstigt ihre Endgeräte weg und legen beide Hände auf den Konferenztisch, um nicht noch weiteren Unmut des Fraktionsvorsitzenden auf sich zu ziehen. So in etwa stelle ich mir die Situation vor, über die die BILD berichtete. Ja, es gibt Dinge, die in einer idealen Welt nicht noch während der Evaluierungs- und Abstimmungsphase nach außen dringen sollten. Aber Twitter scheint die SPD sehr aufzuwühlen, im Artikel heißt es weiter:

Das Twittern aus nichtöffentlichen Sitzungen ist ein Ärgernis. Es kann nicht sein, dass da die Infos eins zu eins über das Internet verbreitet werden. [...]

Wirklich twitter-sicher wäre wohl nur ein Störsender, der während den Sitzungen die Kommunikation verhindert. In Frankreich wird das teilweise schon umgesetzt. Noch will die SPD aber nicht so weit gehen. Oppermann: „Wir suchen nach einer einvernehmlichen Lösung…“.

Klaus Eck hat die entscheidende Frage sehr treffend gestellt & formuliert:

“Wie bringt man den digitalen Geist zurück in die Flasche? Durch ein Twitter-Verbot für Abgeordnete?”

Und Thomas Pfeiffer hat schnell noch eine Liste getwittert, es ist ja Gefahr im Verzug:

Wer vorher noch mal allen followen will: Liste: http://webevangelisten.de/spd/

Wer wird die ganze Sache weiter verfolgen und auch genau betrachten, wie die anderen Fraktionen mit dem “Phänomen Twitter” umgehen?

Der Praktikant

72 interessante Visitenkarten: Ein Ideensteinbruch für Freiberufler

Jochen Mai twitterte unlängst auf seinem Kanal “Karrierebibel” wie folgt:

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Feynschliff findet nicht alle hier präsentierten Visitenkarten so bemerkenswert, dass man alle 72 Exemplare haben muss, aber insbesondere für Freiberufler, die keiner engen CI unterworfen sind, dürfte die ein oder andere nette Anregung dabei sein.

Mitmachbarrieren im Web 2.0

Mitmachen ist das, was das Web 2.0 ausmacht.

Und doch gibt es hier immer noch und immer wieder Hindernisse. Timo Wirth schrieb dazu in seinem Blogbeitrag:

Interaktion und Kommunikation ist im Web aber nie direkt, sondern immer nur über Formulare vermittelt möglich. Die Gestaltung von Formularen entscheidet darüber, ob Diskussionen in Blogs stattfinden können, Einkäufe getätigt werden oder eine Anmeldung überhaupt möglich ist.

Auf der Seite der Aperto AG findet sich die sehr interessante Präsentation zum Thema Nutzerbeteiligung & Kommunikation: Mitmachbarrieren im Web 2.0, die ich mit Nachdruck empfehle.

Feiert die Generation Praktikum ihr Comeback?

Daniel Rettig, Redakteur der WirtschaftsWoche, stellt in seinem aktuellen Beitrag die alles entscheidende Frage in Zeiten der Wirtschaftskrise: Feiert die Generation Praktikum ihr Comeback? Befinden wir uns nicht mehr im “Kampf um Talente” sondern im “Kampf der Talente”?  Etwas martialisch formuliert, fürwahr, aber wer wird das weiterhin sehr genau beobachten? Ja, richtig:

Der Praktikant